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krankenversicherung abgelehnt (weiblich, 59)

29.04.2014 10:41 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Zusammenfassung: Wenn das Leben aus dem Ruder gelaufen ist, bietet das Sozialrecht in Deutschland Möglichkeiten "wieder in die Spur zu kommen". Dazu muss aber zwingend ein Antrag beim zuständigen Leistungsträger gestellt.

guten tag.
eine freundin (weiblich, 59 jahre, geschieden, 3 kinder ueber 27, hausfrau, nie gearbeitet).
war seit der jugend bis vor 6 jahren privat krankenversichert.
vor 6 jahren wurde ihr gekuendigt, da sie die beitraege nicht mehr zahlen konnte.
ihr ex-lebensgefaehrte zahlte darauf hin dringende arztbesuche, sie hat sich nie wieder versichert.
jetzt mit 59 wurde ihr bewusst wie riskant dies ist und versucht sich zu versichern.
die aok hat eine freiwillige versicherung mit hinweis auf sgb v par.9 abgelehnt.
welche moeglichkeiten hat sie nun bzw welche versicherung MUSS sie versichern? muss die gesetzliche sie nicht doch nehmen? oder muss die private sie nehmen?
sie hat kein einkommen, bezieht keinerlei soziallseitungen (lebt kostenlos bei der tochter und wird dort auch verpflegt), keine rente, nichts.

danke.
Eingrenzung vom Fragesteller
29.04.2014 | 10:49

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt beantworte:



Frage 1:
"welche moeglichkeiten hat sie nun"


Unverzüglich - und zwar noch heute - nachweisbar auf allen Wegen (email, Fax, wenn möglich vor Ort) einen formlosen Antrag auf Alg II Leistungen beim zuständigen Jobcenter stellen.

Die notwendigen Formulare können dann später ausgefüllt werden.




Frage 2:
"bzw welche versicherung MUSS sie versichern?"



Zu 99,9 % die letzte Versicherung, also die debeka. Nachweise über die Versicherung dem Jobcenter übermitteln.






Frage 3:
"muss die gesetzliche sie nicht doch nehmen?"

Dafür dürfte es sehr wahrscheinlich an den dafür notwenigen Voraussetzungen fehlen - zumal die Kasse das Anliegen bereits abschlägig beschieden hat.

Versuchen muss sie es trotzdem ( Widerspruch gegen die Ablehnung) , weil die GKV für sie in der geschilderten Situation die deutlich bessere Wahl wäre.




Frage 4:
"oder muss die private sie nehmen?"


Siehe oben Frage 2.






Bedenken Sie bitte, dass jede Ergänzung des Sachverhalts zu einer veränderten rechtlichen Beurteilung führen kann.

Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gegebenenfalls für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit gern zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild.




Mit freundlichen Grüßen

Raphael Fork
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2014 | 11:15

besten dank fuer ihre ausfuehrungen.
funktioniert das mit der debeka auch dann wenn sie keinen antrag auf alg2 stellen will, also direkt zur debeka? wie gesagt wuerde der beitrag von der tochter uebernommen. alg2 wird nicht benoetigt da die tochter fuer den lebensunterhalt aufkommt und wird von der dame auch nicht gewuenscht.
nochmals dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2014 | 11:34

Nachfrage 1:
"funktioniert das mit der debeka auch dann wenn sie keinen antrag auf alg2 stellen will, also direkt zur debeka?".


Man kann Menschen natürlich nicht zu ihrem "Glück zwingen".

Wenn Mutter, Tochter und auch Sie das nicht wollen, was ich nach Ihrer Schilderung für absolut alternativlos halte (Alg II- oder auch Sozialhilfeantrag, wenn nicht arbeitsfähig) - zumal sich die Situation mit zunehmendem Alter nicht verbessern, sondern verschlechtern wird - dann kann die in Deutschland geltende Krankenversicherungspflicht auch bei der letzten privaten Krankenkasse durchgesetzt werden ohne einen Antrag beim Sozialleistungsträger zu stellen.

Denn die privaten Krankenversicherungen müssen Personen ohne Krankenversicherungsschutz und die sich nicht gesetzlich versichern können, grundsätzlich den so genannten Basistarif anbieten.


Zur weiteren Information über den Basistarif - insbesondere über die zu erwartende Betragshöhe - können Sie sich unter

http://www.vz-bawue.de/Rueckkehr-in-die-Krankenversicherung-1


übersichtlich weiter informieren.

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