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krankengeld vs elterngeld

08.11.2010 22:17 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:28

hallo,

ich habe eine einfache frage: ich beziehe seit ende märz krankengeld und würde immer noch gerne so schnell wie möglich wieder arbeiten.

leider geht das nicht und ende des monats kommt mein sohn zur welt.

dh ich beziehe momentan mutterschaftsgeld in höhe des krankengeldes.

da ich im außendienst tätig war fiel das krankengeld auch relativ hoch aus.

nun ist die frage wie ich finanziell abgesichert bin wenn der mutterschutz vorbei ist.

logisch erscheinen würde mir, dass ich immer noch bedint durch meine krankheit kein kindermädchen einstellen kann und nicht arbeiten kann - was ich sofort auch mit kind ohne krankheit tun würde.

dh ich würde weiterhin krankengeld beziehen.

so könnte ich auch die erwerbsminderungsrente offen lassen bzw mal einen antrag stellen ohne mich festzulegen.

wie sieht in meinem anliegen die rechtslage aus? ist es möglich noch ca 1 jahr krankengeld zu beziehen wennn einem der arzt krank schreibt auch wenn man ein knd bekommt?

lg

cstoffekl

08.11.2010 | 23:28

Antwort

von


(181)
Ulzburger Straße 841
22844 Norderstedt
Tel: 040/58955558
Web: http://www.ra-moehlenbrock.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

aufgrund Ihrer Sachverhaltsangaben beantworte ich Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Ihre Krankschreibung nicht schwangerschaftsbedingt war und nun auch nach der Geburt fortbesteht. Dann haben Sie weiterhin Anspruch auf Krankengeld. Maßgebliche Vorschrift hierzu ist § 49 Abs. 1 Nr. 2 SGB V , welcher bestimmt:

Der Anspruch auf Krankengeld ruht, solange Versicherte Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz in Anspruch nehmen; dies gilt nicht, wenn die Arbeitsunfähigkeit vor Beginn der Elternzeit eingetreten ist. Nur während des Bezuges von Mutterschutzgeld ruht der Anspruch auf Krankengeld, § 49 Abs. 1 Nr. 3 SGB V .

Maßgebend für die Frage, ob und wie lange Sie weiterhin Krankengeld beziehen können, ist aber natürlich letztendlich, ob Sie durchgehend wegen derselben Krankheit weiterhin krank sind, was eine medizinische und keine juristische Frage ist.

Da Krankengeld nicht aufgrund der Geburt des Kindes gezahlt wird, kann zusätzlich Elterngeld in Höhe von EUR 300 bezogen werden. Dann ist aber natürlich Elternzeit beim Arbeitgeber anzumelden.

Wenn Sie nach der Geburt nicht mehr krank sind und nur Elterngeld zu beziehen wäre, beachten Sie bitte, dass das Krankengeld nicht als Einkommen zählen würde. Nur wenn die Krankheit vor der Geburt schwangerschaftsbedingt war, würde für die Berechnung des Elterngeldes dieser Zeitraum außer Betracht bleiben und das vorher bezogene Arbeitseinkommen als 12 Monatszeitraum herangezogen werden, § 2 Abs. 7 Satz 7 BEEG .

Bitte beachten Sie, dass die Erstberatung in diesem Untermenü der Plattform keiner ausführlichen Prüfung einer Sach- und Rechtslage entsprechen kann.

Ich hoffe, Ihnen Ihre Fragen im Rahmen einer ersten rechtlichen Einschätzung hinreichend beantwortet zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Britta Möhlenbrock

Rückfrage vom Fragesteller 09.11.2010 | 00:05

liebe anwältin,

ich bin sehr überrascht über die aussage, dass das krankengeld nicht als einkunft zählt.

wichtig ist bestimmt noch die info, dass ich auf ende märz gekündigt wurde.

die frage dann wäre: wer ist zuständig für die auszahlung des elterngeldes wenn der damalige arbeitgeber durch die kündigung entfällt.

käme eventuell die lb bank in betracht? oder muss ich somit auf die zahlung des elterngeldes verzichten?

vielen dank und lg in den gut bekannten hohen norden

cstoffel

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.11.2010 | 11:28

Sehr geehrte Ratsuchende,

das zu berechnende Elterngeld wird berechnet aus dem Einkommen AUS ERWERBSTÄTIGKEIT in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes, § 2 Abs. 1 BEEG .

Krankengeld gilt ebensowenig wie z.B. Arbeitslosengeld nicht als Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Wenn Einkommen nicht gegeben ist, besteht dennoch Anspruch auf das Mindestelterngeld von EUR 300.

Elterngeld wird immer von der regional zuständigen Elterngeldstelle ausgezahlt. In Baden-Württemberg wird das Elterngeld zentral bei der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank) bearbeitet. Der Elterngeld-Antrag kann in der Regel aber auch beim örtlichen Bürgermeisteramt gestellt werden (wird dann weiter geleitet).


Mit freundlichen Grüßen

Britta Möhlenbrock
Rechtsanwältin

Internet: www.ra-moehlenbrock.de
Email: info@ra-moehlenbrock.de

Ergänzung vom Anwalt 08.11.2010 | 23:45

Ein Jahr werden Sie aber kein Krankengeld mehr beziehen können, wenn Sie bereits seit Ende März Krankengeld bezogen, denn der Bezug ist grundsätzlich auf längstens 78 Wochen begrenzt, § 48 SGB V , wobei die Mutterschutzgeldzeit mitzählt.

ANTWORT VON

(181)

Ulzburger Straße 841
22844 Norderstedt
Tel: 040/58955558
Web: http://www.ra-moehlenbrock.de
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