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kopierter Bericht eingereicht

| 18.11.2014 21:29 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin ein Unternehmer im technischen Bereich. Ein leitender Mitarbeiter uns unserem Unternehmen hat einen Freiberufler beauftragt einen speziellen Bericht zu erstellen. Es wurde von dem Freiberufler ein Angebot erstellt und von uns wurde eine Bestellung beauftragt. Das Angebot war zwar hoch, aber in einem akzeptablen Rahmen.
Anschließend wurde der Bericht wie vereinbart geliefert, wir haben die Rechnung beglichen und alles schien in Ordnung zu sein.

Als ich nun das Ergebnis der Lieferung zufällig gesehen habe, scheint dieser Bericht aber in sehr verplüffender Ähnlichkeit mit einem bereits existierenden Berichts, welcher in unserem Unternehmen von einem anderen Mitarbeiter vor einiger Zeit erstellt wurde.

Es ist zwar schwer nachweisbar, dass dieser Bericht kopiert und dann adaptiert wurde. Auffällig ist aber, dass der Freiberufler über keinerlei Fachkenntnis in diesem Bereich verfügt. Er ist zwar Techniker, aber in einem ganz anderen Bereich tätig. Ich habe inzwischen etwas nachgeforscht und herausgefunden, dass sich die beiden Herren anscheinend kennen.

Ich habe den leitenden Mitarbeiter mit dieser Tatsache konfrontiert, er weißt aber jede Schuld von sich. Aus meiner Sicht liegt in diesem Fall ein möglicher Betrug vor.

Dazu hätte ich zwei Fragen:
- Hätte eine Anzeige in diesem Fall Erfolg bzw. welcher Betrug könnte hier gelten?
- Im Fall einer Nachweisbarkeit wäre der Freiberufler, oder der Mitarbeiter der Hauptbeschuldigte

Vielen Dank für Ihre Hilfe und die Beantwortung.

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Theoretisch sind unterschiedliche Fallkonstellationen denkbar.

Nämlich:

Der leitende Mitarbeiter könnte den Bericht in Auftrag gegeben haben, um gemeinsam mit dem Freiberufler das Honorar zu vereinnahmen, indem er den bereits vorhandenen Bericht nur durch den Freiberufler abändern ließ (1. Fallalternative).

Der Freiberufler könnte sich auf andere Weise - ohne Kenntnis des leitenden Mitarbeiters - in den Besitz des vorhandenen Berichts gebracht und diesen verwertet haben (2. Fallalternative).


2.

Bei der ersten Fallalternative läge ein Betrug zu Lasten des Betriebs vor, wobei einiges für Mittäterschaft spräche. Ob eine andere Beteiligung (Anstiftung, Beihilfe) in Betracht kommt, läßt sich aufgrund der Sachverhaltsschilderung nicht beurteilen. Hierzu müßte man wissen, welchen Tatbeitrag jeder von Beiden erbracht hat.

Geht man von der zweiten Fallalternative aus, wäre dem freien Mitarbeiter allein der Betrug zur Last zu legen.


3.

Ob eine Strafanzeige "Erfolg" hätte, hängt von zahlreichen Tatsachen und ggf. Indizien ab. Der geschilderte Sachverhalt gibt aber keinerlei wirklich greifbare Anhaltspunkte, die als Grundlage für eine Beurteilung einer möglichen Strafbarkeit herangezogen werden könnten.

Der leitende Mitarbeiter leugnet. Wie sich der Freiberufler einläßt, ist nicht bekannt.

Ob der Inhalt des abgeänderten Berichts ausreicht, um den Freiberufler einer Straftat zu überführen, hängt u. a. auch vom Inhalt des Berichts ab. Es stellt sich also die Frage, ob beide Berichte so weit "identisch" sind, daß eine zufällige Übereinstimmung ausscheidet.

D. h., der geschilderte Sachverhalt bietet zu wenige greifbare Anhaltspunkte, um auch nur einigermaßen seriös ausloten zu können, ob eine Strafanzeige einerseits zur Aufnahme von Ermittlungen führt und ob sich, sollte ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden, ein hinreichender Tatverdacht ergibt, der z. B. Anlaß zur Anklageerhebung böte.


4.

Die Frage, welche Form der Tatbeteilugung dem Mitarbeiter und dem Freiberufler anzulasten wäre, kann mangels entsprechender sich aus dem Sachverhalt ergebender Anhaltspunkte, wie oben schon gesagt, nicht beantwortet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 21.11.2014 | 10:31

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Ich bin mir aber im Klaren, dass es in der Rechtssprechung ganz anders aussieht und viel auf Argumente gestützt wird.
Insofern, war die Beschreibung sehr kompetent und sehr gut, in meiner Lage aber etwas schwierig.
Nochmals Vielen Dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.11.2014 4,6/5,0
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