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klage trotz Zahlung????

12.07.2010 21:01 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


guten tag liebe anwälte,

folgender sachverhalt hat sich wahrheitsgemäss zugetragen:

wir haben im jahr 2009 ein grundstück erworben. da dies aus einer insolvenzmasse war, ging die abwicklung über einen makler.
kaufpreis, sowie weitere kosten wurden pünktlich gezahlt. dies steht auch nicht zur frage. lediglich war es uns nicht möglich die provision des maklers zu zahlen. nach mehrfacher mahnung, war es uns möglich die zahlung verspätet am 5.01.2010 zu überweisen. zahlungseingang war am 07.01.2010 (laut makler). zwischenzeitlich beauftragte der makler einen RA mit der klage auf die forderung. die klageschrift wurde am 06.01.2010 verfasst und ist laut eingangsstempel des AG am 11.01.2010 eingegangen. zu diesem zeitpunkt war also die sache schon gegenstandslos??? dachten wir!!! am 14.01. teilte der anwalt dem AG mit, dass die forderung getilgt sei. (eine genaue angabe zum datum stand nicht im schreiben) irgendwann erging dann ein versäumnisurteil und uns wurden nochmals 338,-€ gerichtskosten auferlegt. meine frage: hat sich der anwalt rechtens verhalten, oder das gericht? ist alles rechtens? habe ich mich falsch verhalten? kann man mit einer polizeilichen anzeige, weil die forderung vor klageeingang getilgt war, etwas erreichen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich gehe davon aus, dass Sie in dem Versäumnisurteil nur noch zur Kostentragung verurteilt worden sind. Der Anwalt des Klägers hat vermutlich die Klage wegen der Hauptforderung zurückgenommen und dann nur noch beantragt, dass Ihnen die Verfahrenskosten auferlegt werden (Gerichts- und Anwaltskosten). Es handelt sich dabei um eine Schadensersatzforderung wegen Verzögerung der Leistung. Da Sie sich offenbar nicht rechtzeitig verteidigt haben, sind Sie entsprechend verurteilt worden.

Im Zivilprozess ist es so, dass die Parteien das Verfahren aktiv betreiben müssen. Das Gericht ermittelt nicht von Amts wegen, sondern ist an die Anträge gebunden. Wer sich nicht rechtzeitig verteidig, wird säumig und kann alleine deswegen den Prozess verlieren.

Es kann zum jetzigen Zeitpunkt nur noch geprüft werden, ob das Versäumnisurteil zu Recht ergangen ist. Dazu müssten Sie einen Anwalt aufsuchen, der die Akte einsehen kann. Dass allerdings in Ihrem Fall noch etwas "gerettet" werden kann, dürfte eher wenig wahrscheinlich sein, da Sie sich bereits im Verzug befunden haben. Es kann allgemein nur dringend empfohlen werden, bei Zustellung einer Klageschrift unverzüglich einen Anwalt aufzusuchen!


Mit freundlichen Grüßen

M. Juhre
Rechtsanwalt

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