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kindesentzug verein / vater

15.04.2014 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zum Vorgehen, wenn ein Elternteil Absprachen bezüglich des Umgangs nicht einhält

gemeinsames sorgerecht, gemeinsames aufenthaltsbestimmungsrecht....

ich habe umgang zu meinem sohn von freitag bis freitag....
der vater hat unseren sohn zu einem basketballturnier in wien also im ausland angemeldet
das turnier geht bis samstag abend, freitag davor sollte er zu mir kommen
ich habe aber eine reise zu meiner mutter ab samstag vormittag geplant
ich habe dem vater und dem verein(per e-mail) erklärt, dass ich mit der teilnahme nicht einverstanden bin
das kind wurde vom vater trotzdem ohne mein wissen angemeldet und vom trainer trotzdem mitgenommen
kann ich den vater wegen kindesentzug anzeigen?
kann ich beim familiengericht morge ein ordnungsgeld beantragen bzw. herausgabe des kindes beantragen?
kann ich den trainer oder den verein anzeigen?

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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Der Tatbestand der Kindesentziehung dürfte hier nicht greifen, da es sich "nur" um eine unausgesprochene Ausdehnung des Umgangs handelt. Wenn klar ist, dass das Kind mit einem Tag Verspätung zurückgebracht wird, dürfte die Polizei den Vorgang als Umgangsstreitigkeit zwischen Eltern und nicht als Straftat behandeln. Eine Anzeige ist zwar grundsätzlich möglich, wird hier aber vermutlich im Sande verlaufen.

Bezüglich des Umgangs teilen Sie nicht mit, ob es eine gerichtliche Entscheidung bzw. einen gerichtlichen Vergleich gibt. Wenn das nicht der Fall ist, scheitert schon die Möglichkeit, ein Ordnungsgeld festsetzen zu lassen. Wenn es sich um das kommende Wochenende handelt, bezweifele ich auch im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage, dass Sie überhaupt so kurzfristig eine Entscheidung herbeiführen können, gleichgültig, ob es sich um ein Ordnungsgeld oder eine "Herausgabeentscheidung" (einstweilige Anordnung bezüglich des Aufenthaltsbestimmungsrecht) handelt. Im Regelfall wird der Gegner stets eine (kurze) Stellungnahmefrist erhalten, um seine Sichtweise darlegen zu können. Etwas anderes gilt nur bei einer erkennbaren Kindeswohlgefährdung, die ich hier nicht sehe.

Aus Sicht des Gerichts ist hier wohl eher von einer Meinungsverschiedenheit unter Sorgeberechtigten als von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen. Weder die Teilnahme am Turnier noch die Fahrt zur Großmutter schadet dem Kind.

Letztendlich bleibt Ihnen aus meiner Sicht nur die Möglichkeit, wegen der fehlenden Absprache nach der Rückkehr des Kindes das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht grundsätzlich in Frage zu stellen, wenn Sie soweit gehen wollen. Wenn eine einvernehmliche Absprache nicht möglich ist, muss das Gericht ggf. einem Elternteil auf Antrag das Aufenthaltsbestimmungsrecht zuweisen. Dabei wird es aber darauf ankommen, ob hier zum ersten Mal Probleme aufgetreten sind, oder ob es schon häufiger solche Vorfälle gab. Dies ist dann in einem entsprechenden Verfahren unter Beteiligung aller zu klären.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Nachfrage vom Fragesteller 15.04.2014 | 20:58

vielen dank für ihre antwort

es gibt eine gerichtliche umgangsregelung
der vater wusste auch bescheid, dass ich für samstag eine fahrkarte habe, nun entstehen mir mehrkosten für die bahnfahrt von ca. 200 €
ich habe der teilnahme ausdrücklich widersprochen....
auch dem trainer und dem verein
kann ich den trainer bzw. den verein anzeigen?
dieser hat ja gegen meine willenserklärung gehandelt
ich bin sorgeberechtigt und ich denke für eine fahrt ins ausland bedarf es der zustimmung beider elternteile

vielen dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.04.2014 | 21:11

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Richtig ist, dass Auslandaufenthalte grundsätzlich mit dem anderen Sorgerberechtigten abzustimmen sind. Insofern hat der Vater sich falsch verhalten.

Grundsätzlich können Sie Anzeige erstatten, da der Vater nicht allein sorgeberechtigt ist. Ich befürchte allerdings, dass das Verfahren vermutlich über kurz oder lang eingestellt werden wird.

Ggf. sollten Sie einen ortsansässigen Anwalt aufsuchen und klären, ob die Ihnen entstandenen Kosten als Schadensersatz gegenüber dem Vater geltend gemacht werden können. Nach Ihrer Schilderung halte ich dies nicht für ausgeschlossen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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