Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

kein Widerspruchsrecht Küchenquelle

29.05.2018 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann


Zusammenfassung: Wer einen Kaufvertrag trotz schlechter Beratung und intransparenter Angebotserstellung diesen dennoch unterschreibt, ist daran wegen des Grindsatzes, dass bestehen Verträge einzuhalten sind, durchaus gebunden. Es besteht beim Kauf einer Küche auch kein Widerrufsrecht.

Sehr geehrter RA,
wie im vorigen Fall handelt es sich darum, daß ich gestern einen Kaufvertrag nach einer Berratung unterschrieben habe. Allerdings hatte ich keine nötige Zeit durchzulesen. Die Beraterin schaute mehrfach auf die Uhr und hatte auch mitgeteilt, daß sie um 16 Uhr einen neuen Termin hat. Es war nur noch knapp 1/2Stunde zu ihrem neuen Auftragsort. Sie hatte mir auch nicht extra auf die AGB hingewiesen, sondern "hier Kaufvertrag unterschreiben" und im Anhang mitgereicht.
Vorher hatte ich ein Budget bei der telefonischen Terminvereinbarung genannt, dieser wurde. um das doppelte überschritten.
Ich bekam nie irgenddwelche Preise genannt. Die Dame saß am Laptop und gestaltete. Mit der Gastaltung war ich im Grunde zufrieden. Als der Betrag zu hoch war hieß es lapidar "specken sie ab", ohne daß ich Hinweise bekam wie, wo dies am besten möglich sei. Früher hatte ich schon einmal eine Küche bei Küchenstelle gekauft und da war alles durchsichtig, welcher Preis für welche einzelnen Elemente. Das Verfahren so konnte ich gestern spüren hat sich grundsätzlich geändert.
Schließlich habe ich also gestern eine Küche gekauft für 6880.- Euro, wo nur ein Kühlschrank dabei ist, alle anderen Elemente habe ich "abgespeckt" aus meiner früheren Küche heraus raus genommen.
Bei dem Kühlschrank entdeckte ich leider auch im Nachhinein, daß er für mich und meinen EinFrauHaushalt viel zu groß ist. Der Beraterin ging es also sichtlich nicht darum daß ich im Budget bleibe. MEine Frage ist was kann ich tun. Daß ich kein Widerspruchsrecht habe, habe ich erst hinterher eintdeckt. Da steht es daß es dies nicht gibt, weil die Küchenteile für mich extra hergestellt würden. Die Herstellung tritt laut AGB jedoch erst in Kraft wenn ich eine Anzahlung geleistet habe. Dies ist für mich ein Widerspruch. Es sollten 40 % Rabatt laut Katalog gegeben werden. Wie sich die errechnen ist aus dem was ich bekommen habe nicht ersichtlich.Die Beraterin meinte dies könne ich in der Rechnung sehen. Es ist alles völlig undurchsichtig, nur ein Gesamtbetrag. Auch der Kühlschrank wurde nicht genau mit Daten benannt. Ich war wirklich blauäugig, da ich früher gute Erfahrungen mit Küchenquelle gemacht hatte.
Ich würde den Kaufvertrag erst einmal gern umwandeln in ein Angebot, welches ich nicht erhalten habe.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich kann leider nicht einschätzen, welchen vorherigen Fall Sie meinen.

Den Vertrag kann ich nicht prüfen auf Fehler, die Sie ansprechen. Ggf. reichen Sie ihn nach. Gleichwohl ist auch bei noch so schlechter Beratung, die Sie andeuten, ein wirksamer und bindender Kaufvertrag mit Angebot und Annahne zustande gekommen. Da der Grundsatz gilt, dass gültige Verträge einzuhalten sind und offenbar kein Grund für ein Widerrufsrecht gegeben ist, sehe ich keine Hintertür.

Ob noch ein zusätzlicher Rabatt entsteht, kann ich leider nicht erkennen. Ein Katalog jedoch ist letztlich eine Art Werbung und entscheidend ist der endgültige Vertrag. Und auch die Anzahlung nicht zu leisten, ist keine Hilfe, da insofern ein einklagbarer Anspruch bestünde.

Hilfreich wäre alleine eine massive Beschwerde wegen der Verhaltens der Verkäuferin. Ihr Verhalten rechtfertigt keine Anfechtung oder dergleichen. Allerdings könnte massive Kritik eine Aufhebung des Vertrages - in Gespräch mit den oder der Vorgesetzten da helfen.

Mehr ist rechtlich nach bisherigen Informationen leider nicht machbar. Im übrigen genügt die Kenntnisnahmemöglichkeit bei AGB aus, damit diese Vertragsbestandteil werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70814 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
letztlich hab mir die Antwort insoweit geholfen das ich mir ein besseres Bild von meiner Situation machen konnte. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Beantwortung hat mir in der Situation immerhin bestätigt das ich zu recht etwas vorsichtig vorgehen musste. Dafür vielen lieben Dank. ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Nach meiner Rückfrage war die Antwort für mich dann plausibel und hilfreich, wenn auch nicht positiv. Hat gut geklappt. Vielen Dank ...
FRAGESTELLER