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kein Kontakt mehr zum zukünftigen Erblasser

| 09.08.2019 14:51 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe


Guten Tag, ich habe keinen Kontakt mehr zu meinem Vater, der ca. 800 km entfernt wohnt
Dieser steht jetzt unter gerichtlicher Betreuung. Die gerichtliche Betreuung umfasst auch den Postverkehr.
Kann ich davon ausgehen, dass die Betreuerin mich informiert, wenn mein Vater stirbt?

Im Internet habe ich gelesen:
" Erben werden in der Regel nicht über die Erbschaft benachrichtigt.
Erben, die zum Verstorbenen keine Beziehung unterhielten, melden sich proaktiv bei Gericht".

"proaktiv bei Gericht melden", heisst das, das ich mich schon jetzt bei dem Nachlassgericht melden soll mit der Bitte, mich zu benachrichtigen, wenn das Nachlassgericht Kenntnis von dem Tod meines Vaters erhält?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Nachlassgerichte sind zwischenzeitlich nicht mehr verpflichtet, von sich aus Ermittlungen nach potentiellen Erben anzustellen. Es macht auch zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn, das Nachlassgericht zu informieren, denn ein Nachlassgericht legt über lebende Personen keine Akte an. Das Nachlassgericht hätte also keine Möglichkeit, Ihre Mitteilung in einer Weise zu archivieren, dass sie dann im Ernstfall auch aufgefunden und dem richtigen Erblasser zugeordnet wird.

Daher empfehle ich Ihnen, sich an die Betreuerin zu wenden. Falls Ihnen die Betreuerin nicht bekannt ist, können Sie beim Betreuungsgericht am Wohnort Ihres Vaters nachfragen. Man wird Ihnen den Namen und die Kontaktdaten der Betreuerin mitteilen.
Aus stilistischen Gründen würde ich Ihnen allerdings empfehlen, die Betreuerin um Benachrichtigung vom Tod Ihres Vaters zu bitten, ohne auf das potentielle Erbe hinzuweisen. Es ist ein legitimes Anliegen eines Sohnes, zu erfahren, ob der Vater noch lebt, und im Todesfall Nachricht zu erhalten. Auch wenn mit dem Tod die Tätigkeit der Betreuerin erlischt, gehe ich davon aus, dass sie Ihrem Wunsch auf Benachrichtigung nachkommen wird. Wenn die Betreuerin jedoch den Eindruck gewinnt, dass es ihnen nicht um den Vater, sondern ausschließlich um den Erhalt der Erbschaft geht, könnte sie die Kommunikation verweigern. Daher empfehle ich Ihnen ein taktisch kluges Vorgehen.

Sollten Sie den Eindruck haben, dass die Betreuerin dazu nicht bereit sein wird, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als ab und zu beim Betreuungsgericht oder beim Standesamt nachzufragen, ob Ihr Vater noch lebt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 12.08.2019 | 13:04

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