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kaputte Felgenschlösser bei Gebrauchtwagenkauf


21.12.2007 09:39 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo und guten Tag,

ich habe Ende Oktober einen Gebrauchtwagen Peugeot 307 incl. Winterreifen bei einem Händler in Braunschweig gekauft. Der Kaufvertrag sieht die gesetzliche Mindestgewährleistung von 1 Jahr vor.
Nun wollte ich angesichts der "Winterreifenpflicht" die Winterreifen am Samstag, den 08. Dez. selber aufziehen. Nachdem ich bereits die beiden Vorderräder gewechselt hatte, fiel mir auf, dass die an den Hinterrädern vorhandenen Felgenschlösser beschädigt waren, so dass sich die Räder nicht wechseln ließen.
Ein kurzfristig hinzugezogener Reifenhändler sagte mir, dass er die Schlösser nicht öffnen dürfte und ich mich an den Vertragshändler wenden müsste.
Da ich das Fahrzeug für meinen Arbeitsweg nutze und nur dieses eine Fahrzeug habe, ließ ich die Felgenschlösser durch den Händler am darauffolgenden Montag öffnen. Dafür waren 1,5 Monteursstunden angefallen. Ein Felgenschloss wurde dabei komplett zerstört, dass andere befindet sich in meinem Besitz.

Nun meine Frage:
1)Habe ich Anspruch auf Gewährleistung? Ist dies ein Gewährleistungsfall, der durch den gesetzlich verpflichtenden Standard abgedeckt ist? (aus meiner Sicht handelt es sich um einen Sicherheitsmangel, bei einem Platten hätte ich die Hinterräder ohne Abschleppen nicht wechseln können; der Gesetzgeber "verpflichtet" quasi zum Einsatz von Winterreifen bei anhaltendem Frost)
2)Was antworte ich, wenn der Händler sagt, ich hätte ihm nicht die angemessene Frist zur Nachbesserung gesetzt, ihn nicht über den Schaden informiert? (Stichwort: 2 unterschiedliche Reifentypen auf dem Fahrzeug verschlechtern das Bremsverhalten erheblich, Entfernung BS-H hätte die Kosten für Behebung des Schadens höher gemacht als mein jetziger Gang zum Händler in Hannover)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen zum Fest,

N.S.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier liegt ein Mangel vor, da zum vertragsgemäßen Gebrauch natürlich auch gehört, dass die Reifen zu wechseln sind. Hier sollten Sie sich vom Reifen- und Vertragshändler noch bestätigen lassen, dass die Felgenschlösser derart beschädigt gewesen sind, dass die Reparatur/ der Austausch notwendig gewesen ist.


Sicherlich hätte der Verkäufer ein Recht zur Nachbesserung gehabt, wobei er die Kosten der Anfahrt auch zu tragen gehabt hätte. Ein vorheriger Anruf beim Verkäufer wäre also ratsam gewesen, zumal der Verkäufer den Wagen ja auch hätte abschleppen lassen können; denn er besteimmt die Art und Weise der Nacherfüllung


Aber, wie Sie schon zutreffend erkannt haben, lag hier ein gravierender Sicherheitsmangel vor, der dann dazu führen kann, dass IHNEN nun es unzumutbar gewesen ist, die Nachbesserung durch den Verkäufer abzuwarten. Und genau dieses würde ich in diesem Fall dann bejahen, wenn Sie dringend auf das Fahrzeug angewiesen waren und auch in Hinblick auf mögliche Folgeschäden (aufgrund der Verkehrsunsicherheit) eine Nachbesserung nicht mehr zugemutet werden konnte.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2007 | 16:07

Sehr geehrte Fr. True-Bohle,

vielen Dank fuer die schnelle Antwort. Was schlagen Sie als weiteres Vorgehen vor? Was sollte ich tun?

MfG N.S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2007 | 18:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier sollten Sie den Rechnungsbetrag mit einer Frist von drei Wochen anfordern (zvor die Bestätigungen der Firmen einholen) und danach bei Nichtzahlung einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderungen beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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