Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

kann ich wegen Rufschädigung belangt werden? wie wehre ich mich dagegen.


10.11.2006 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Ich hab bei einer Auktion eines Online-Auktionshauses auf eine Kiste Designer-Bekleidung mitgesteigert & letztendlich die Auktion gewonnen. die Artikelbeschreibung hörte sich auch sehr verlockend an! Es war die rede von Bekleidung in Topzustand, sogar neuwertiges war dabei
Schon ein paar Tage später erhielt ich ein großes Paket, aber
statt Designer-Klamotten erhielt ich Original Ware von „C&A“, „Vögele“ und anderer Billigausstatter. Nicht das ich was gegen günstige Bekleidung habe, aber die Sachen waren nicht mal gewaschen, hatte Flecken, Löcher etc….
Kurz gesagt: Die Ware weichte erheblich von der Artikelbeschreibung ab.
ich teilte dem Verkäufer meinen Unmut mit und wollte selbstverständlich den gezahlten betrag zurück. Leider konnte ich mich mit dem Verkäufer nicht einigen, da die Vertrauensbasis nicht mehr gegeben war.
ich habe meinem Unmut im Forum der Online-Plattform Luft gemacht, den Verkäufer nicht persönlich angegriffen, aber auf die Artikelnummer der Onlineauktion verwiesen und geschrieben, dass ich "Müll" erhalten habe. des weiteren habe ich die anderen Plattform-User gefragt was sie an meiner Stelle tun würden. Auch habe ich auf der Plattform im Forum die Frage gestellt ob ich einen Text und Fotos auf meiner Homepage einfügen kann, in dem ich meine negative bewertung erkläre. das habe ich letztendlich aber unterlassen, da das nicht legal ist jemanden dermaßen zu schädigen. ich habe aber auf meiner homepage einen Artikel geschrieben der keine Angaben über den Verkäufer macht (Wohnort, Beruf, Geschlecht, Nickname auf der Auktionshaus-Plattform)
Nun will mich der Verkäufer aufgrund von Rufschädigung belangen.
was kann ich tun?
Hätte ich den Verkäufer gleich wegen Betruges anzeigen sollen?
Sehr gehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund der mitgeteilten Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Ansprüche des Verkäufers gegen Sie aufgrund Ihrer negativen Äußerungen wären nur dann begründet, wenn Sie unwahre Tatsachenbehauptungen aufgestellt hätten, die geeignet wären, das Ansehen des Verkäufers im geschäftlichen Verkehr zu beeinträchtigen.

Dies wäre z.B. der Fall, wenn Sie den Verkäufer als "Betrüger" bezeichnet hätten. Ihre Äußerung, dass anstelle der versprochenen Waren ledglich "Müll" verschickt worden sei, wäre nicht zu beanstanden, wenn die Ware objektiv, aufgrund von Beschädigungen, nicht mehr zum Tragen geeignet gewesen ist.

Wenn der Artikel auf Ihrer Homepage zwar beleidigende Inhalte bezüglich des Verkäufers enthält, diese Inhalte aber von Dritten nicht in Bezug zu dem Verkäufer gesetzt werden können, ist dies ebenfalls unproblematisch.

Für die Zukunft bleibt der ausdrückliche Rat, bei personenbezogenen Veröffentlichungen im Internet ein Höchstmaß an Objektivität zu waren, also z.B. "lt. Beschreibung habe ich das und das gekauft, erhalten habe ich 1 T-Shirt von XY, 1 Hemd mit Löchern von YY. Die Ware war nicht gewaschen". Damit sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Ich hoffe die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

S. Bartels
Rechtsanwalt








FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER