Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

käufer behauptet artikel ist nicht 'echt'


07.07.2006 11:46 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



ich habe ein gebrauchtes feuerzeug (selber als gebraucht gekauft) bei ebay zum verkauf angeboten. siehe original-text unten.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Beschreibung Der Verkäufer ist verantwortlich für das Angebot.

Artikelmerkmale

Artikelzustand:
Gebraucht

Gut erhaltenes Dupont Feuerzeug mit wenig gebrauchsspuren, dennoch hat es eine Macke und zwar ist er undicht! irgentwo muß eine neue Dichtung rein (denke ich). deshalb biete ich dieses Feuerzeug ausdrücklich !! als Bastler-gerät an!

< Zum Schluss noch zum kleingedrucktem: Dieses Angebot ist privater, nicht gewerblicher Natur. Die Angaben wurden von mir wahrheitsgemäß und nach besten Wissen und Gewissen gemacht. Dennoch wird der Artikel wie gesehen von privat gekauft. Der Vertrag erfolgt unter Ausschluss jeder Gewährleistung und Rücknahme. Mit Ihrer Gebotsabgabe bestätigen Sie, dass Sie auf Umtausch, Reklamation oder Rückgabe verzichten. Sie erkennen damit den Vertrag als gültig an und verpflichten sich zur Abnahme.
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
käufer (händler) hat sich nach erhalt bedankt für gute ware und geschrieben er wird es jetzt an dupont in die reparatur geben.
2 wochen später behauptet er es sei ein nepper und verlangte sein geld zurück. erstens, wenn dies so ist, (ich bin kein händler sondern privatperson), ich habe es nicht gewußt und lediglich das angeboten was drauf steht. (er hat es als händler doch selber nicht einmal bemerkt)
jetzt will er mich verklagen (strafanzeige) und möchte schadensersatz.
Was mache ich nun??

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Der Verkäufer muss Ihnen beweisen, dass Sie „arglistig“ gehandelt haben, also den Mangel (die Falschheit der Sache) bei Vertragsabschluss gekannt haben. Kann er dies nicht, kann er gegen Sie keine Ansprüche aus dem KV geltend machen, da Sie die Gewährleistung ausgeschlossen haben.

Weiterhin ist der Verkäufer dafür beweispflichtig, dass es sich bei dem besagten Feuerzeug überhaupt um genau das handelt, das er von Ihnen gekauft hat.

Sie sollten daher gegenüber dem Verkäufer bestreiten, dass es sich bei dem besagten Feuerzeug überhaupt um das von Ihnen verkaufte handelt, und wenn ja, dass Sie jedenfalls die Falschheit des Feuerzeuges nicht gekannt haben.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.07.2006 | 10:41

vielen dank für ihre antwort, ich habe mittlerweile einen brief (siehe unten) von seinem anwalt bekommen, was soll ich hiermit machen ??
ich hoffe auf eine antwort, damit ich was unternehmen kann.

mit freundlichem gruß
*****
***********************************************************************************
KOPIE BRIEF VOM ANWALT :

Forderung des Herrn ***** E - Bay Kauf vom 1.5.2006
Sehr geehrte Frau *****,
hiermit zeige ich Ihnen an, dass mich Herr ***** mit der anwaltlichen Wahrnehmung seiner Rechte beauftragt hat.
Sie haben meinem Mandanten am 1.5.2006 über E - Bay ein angeblich echtes „Du-pont" Feuerzeug, Chinalack - mit Macke, Bastlergerät - zum Preis von € 112,86 verkauft.
Es stellte sich bei der Reparatur bei der Firma Dupont heraus, dass es sich bei dem von Ihnen verkauften „Dupont" Feuerzug um eine billige (defekte, nicht reparierfähige) Fälschung handelt. ´;
Seite 2 von
Mein Mandant wollte deshalb den Kaufpreis von Ihnen zurück. Sie verweigerten dies, u.a. auch mrf- der Begründung, dass Sie das Gerät selbst gebraucht gekauft hätten. Wenn dies so ist, können Sie sich an Ihren Verkäufer halten, der sie dann wohl auch getäuscht hat.
Das Vertragsverhältnis mit meinem Mandanten und Ihre Haftung berührt dies allerdings nicht.
Ich beziffere den Schaden meines Mandanten vorläufig wie folgt:
1) Kaufpreissumme: €112,86
2) Wert eines gebrauchten, defekten aber echten Dupontfeuerzeuges (geschätzt): _ ca. € 900,-- abzüglich Kaufpreis Schaden somit ca. € 800,- (Vertrauensschaden)
3) Zeitaufwand, Korrespondenz, Portokosten meines Mandanten: € 50,-- (Pauschal)
Ich habe Sie deshalb aufzufordern, den Gesamtschaden meines Mandanten in Höhe von € 962,86 bis zum 14.7.2006 auf mein in der Fußzeile genanntes Konto zu überweisen.
Nach Zahlungseingang kann Ihnen mein Mandant das (völlig wertlose) Feuerzeug, wenn Sie dies wünschen, zurückschicken.
Wenn Sie die Angelegenheit zivilrechtlich regeln, hat dies sicherlich positive Auswirkung auf das gegen Sie eingeleitete strafrechtliche Ermittlungsverfahren.
M/t freundlichen Grüßen

**********************************************************************************

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.07.2006 | 11:17

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Der Brief des Anwalts geht meiner Ansicht nach auf das Wesentliche nicht ein: Sie haften nur dann, wenn man Ihnen „Arglist“ bei Vertragsabschluss nachweisen kann. Man muss Ihnen beweisen, dass Sie wussten, dass das Feuerzeug eine Fälschung ist. Dazu sagt der Anwalt aber praktisch nichts, da eine Fälschung ja erst in den Räumen der Fa. Dupont festgestellt worden ist und auch vom Käufer vorher nicht bemerkt worden ist.

Sie sollten daher dem Begehren des Käufers/Anwalts entgegentreten, am besten ebenfalls anwaltlich vertreten. Suchen Sie also einen Anwalt Ihres Vertrauens vor Ort auf. Alternativ stehe auch ich gerne für eine Vertretung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER