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ist das Beleidigung


26.10.2017 15:22 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



ein Anwalt schreibt zu einer GmbH wortlaut...

Sehr geehrte Damen und Herren,

es bleibt bei meiner Empfehlung. Engagieren Sie jemanden, der des Lesens mächtig ist und lassen sich das umseitige Schreiben vorlesen!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Beleidigung (§ 185 StGB) ist der Angriff auf die Ehre durch Kundgabe der Missachtung durch ein herabsetzendes Werturteil (BGH in ständiger Rechtsprechung). Die - im Ergebnis - Behauptung des Analphabetismus wäre grundsätzlich ein solche Werturteil.

Eine Beleidigung liegt vor, wenn ein verständiger Dritter die Äußerung so versteht (BGHZ 19, 237).
Dabei sind alle Begleitumstände zu berücksichtigen.

> Ich halte das Geschriebene nicht für eine strafbare Beleidigung, da es im Zusammenhang gesehen - es gibt wohl eine rechtliche Auseinandersetzung - bereits an der Ernsthaftigkeit bezüglich des unterstellten Analphabetismus fehlt.

Die Meinungsäußerung des Anwalts ist auszulegen.
Der Anwalt will hier wohl darauf hinweisen, dass Sie den Inhalt seines Schreiben, d.h. die rechtlichen oder tatsächlichen Ausführungen, nicht verstehen (oder verstehen wollen).

Selbst wenn man eine Beleidigung unterstellte, bliebe sie wohl straflos (§ 193 StGB).

Zur Verfolgung wäre ein Strafantrag erforderlich (§ 194 Abs. 1 S. 1 StGB).
Die Staatsanwaltschaft würde Sie zudem mit ziemlicher Sicherheit auf den Privatklageweg verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


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