Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

inwiefern ist ein Kostenvoranschlag 'bindend' ( KFZ-Werkstatt )

| 11.02.2014 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


22:41
Hallo,

Fahrzeug in Vertragswerkstatt zwecks Kulanzantrag wegen defekter Ansaugbrücke gegeben.

Ergebnis: Hersteller zahlt das defekte Teil ( kostet um die 250 Euro für Verbraucher ), Arbeitslohn soll der Kunde zahlen ( rund 3-3,5 Stunden = 250 Euro ).

Kostenvoranschlag wurde mündlich mitgeteilt, mündlich wurde dann der Werkstattauftrag erteilt..

Nun kommt die Rechnung über 530 Euro mit der Begründung: bei der Reparatur des defekten Teil hat der Mechaniker im Arbeitsblatt des Autohersteller gesehen, das er wenn Teil A erneuert, müssen auch noch weitere Kontrollarbeiten usw. durchgeführt werden.
Der Hersteller verlangt diese Vorgehensweise wenn er einem Kulanzantrag genehmigt / zustimmt.

Der Kunde sieht es so, das die Werkstatt zum Zeitpunkt der Abgabe des KV wissen sollte, welche Arbeiten wie ausgführt werden sollten. Es sollte bekannt sein, welche Arbeiten der Hersteller im Rahmen eines Kulanzantrages verlangt.

Ferner hätte die Werkstatt auch noch während der Reparatur den Kunden auf die höheren Kosten hinweisen können / müssen....

Vielleicht ist noch zu erwähnen, das der PKW an Tag X in der Werkstatt war damit geschaut werden kann was defekt ist ( 4 Stunden war der PKW dort ), und an Tag Y wurde dann der Termin zur Reparatur gemacht.Denke hier hätte man alles regeln können was die Kosten / Kulanz angeht. Denn es war ja klar: Teil A muß erneuert werden.

Wie ist hier die Rechtslage? Wir reden hier über Mehrkosten von über 100 % !!

Durch Recherchen im Internet gibt es wohl Urteile, die dem AG ( Kunden ) kaum Chancen einräumen und mich verunsichern.Aber ich will / kann nicht begreifen, das Kunden hochoffiziell so "verar****" werden dürfen. :-)

*****
Siehe: OLG Celle, 03.04.2003 - 22 U 179/01, ähnlich das OLG Celle, 06.07.2000, 22 U 108/99:
Die Überschreitung eines Kostenvoranschlags beinhaltet grundsätzlich keinen Schaden des Bestellers. Der Unternehmer, der seine Anzeigepflicht nach § 650 II BGB verletzt, muss den Besteller so stellen, wie dieser stehen würde, wenn ihm die zu erwartende Kostenüberschreitung rechtzeitig angezeigt worden wäre. Dabei muss sich aber der Besteller den höheren Wert anrechnen lassen, den er dadurch erlangt, dass der Unternehmer die ihm übertragenen Arbeiten in vollem Umgang ausgeführt hat, die bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrages entfallen wären. //
- Der Vorteilsausgleich ist aber generell ein stehender Grundsatz des Schadensersatzrechts, d.h. die Werterhöhung des Autos ist immer auszugleichen.
*****

Das Ersatzteil kostet 250 Euro. Dieses hätte ich "selbst einbauen" können. Erst als die Werkstatt sagte das ich auch "nur" 250 Euro ( den Arbeitslohn ) zahlen muß, habe ich mich für die Werkstattreparatur entschieden ( gleiche Kosten // aber Garantie auf die durchgeführte Arbeit ).

Wie sollte ich mich verhalten? 250 Euro zahlen? Alles zahlen? "Unter Vorbehalt" zahlen? Vorab sei noch erwähnt: meine RSV beinhaltet eine SB von 250 Euro.

Besten Dank !

11.02.2014 | 21:48

Antwort

von


(2369)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

die entscheidende Norm ist § 650 BGB.

eine wesentliche Überschreitung liegt bereits bei einem Prozentsatz von 15.20% vor, sodass hier eindeutig eine Überschreitung vorliegt.

Die Rechtsfolge einer derartigen Überschreitung ist, dass nunmehr geschaut werden muss, wie Sie sich verhalten hätten, hätte man Ihnen dies vorher gesagt.

Sie sagen, dass Sie das Teil auch hätten selbst einbauen können, sodass Ihnen gar keine Kosten entstanden wären.

Allerdings müssen Sie sich nunmehr den Wert der Gewährleistung anrechnen lassen. Hierbei hängt es davon ab, wie fehleranfällig dieses Teil ist und ob dieses häufiger auch ausgetauscht werden müsste.

Fazit: In Anbetracht Ihrer recht hohen Selbstbeteiligung kann ich Ihnen raten, eine Summe von € 250,00 im Wege der Vorteilsausgleichung der ersparten Arbeit und der Gewährleistung zu bezahlen und wegen der Mehrkosten auf die o.g. Rechtslage hinzuweisen.

Wenn sie in diesem Fall rechtliche Hilfe brauchen sollten, steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Seite.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2014 | 22:00

Hallo,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe mir eine solche Antwort schon gedacht....

Also kann man "sagen", das ein KV eigentlich ( in meinem Fall ) nichts wert ist, außer man hat eine RSV am Besten ohne SB....

Verstehen Sie mich nicht falsch, aber es ist ein Frechheit ein KFZ zu prüfen, eine Preis zu machen, und nachher muß ich den überteuerten Preis "schlucken" ( z. B. weil sich ein Rechtsstreit nicht lohnt ), oder ich muß hier nachweisen / da nachweisen.... Dabei habe ich mir einfach nur "auf das Wort" der Werkstatt verlassen....

Nächstes mal lege ich Blanko-Schecks ins Handschuhfach, dann können die Werkstattleute sich nach Lust und Laune bedienen....

Traurig....Ich kann so mit meinen Kunden definitiv nicht umgehen...

Es sollte mal gesetzlich verankert werden, das ein Auftragnehmer zu seinem Wort stehen muß ( vorrausgesetzt, wie in meinem Fall, das KEINE Mehrarbeit erforderlich war ). Es ist eigentlich nicht mein Problem, was ein Autohersteller an "Zusatzarbeiten" vorschreibt, das hätte man mir vorher sagen könen....

Aber dafür können Sie natürlich nichts....:-)

Besten Dank !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2014 | 22:41

Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihren Unmut absolut verstehen, kann Ihnen aber auch nur das rechtliche Risiko schildern, wenn gar nichts bezahlt würde.

Bei einer Zahlung von € 250,00 hätten Sie allerdings das von Ihnen gedachte Ergebnis inklusive der Gewährleistung.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne auch weitere kostenfreie Nachfragen beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.02.2014 | 06:16

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"...da gibt es nicht hinzuzufügen..."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 12.02.2014
5/5,0

...da gibt es nicht hinzuzufügen...


ANTWORT VON

(2369)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht