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hohe Bäume an Grenze (Hessen)


| 08.10.2006 13:32 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Hallo allerseits !
Wir haben vor 7 Jahren ein Grundstück (Ortsrandlage) mit 2 inzwischen ca.30 Jahre alten schönen Ahornbäumen gekauft.Die Bäume sind ca. 25m hoch und stehen ca.3-4m von der Grenze entfernt (und unterschreiten somit den zulässigen Grenzabstand). Der Nachbar fordert inzwischen von uns die Beseitigung der Bäume weil sie zunehmend Dreck verursachen und seine Solaranlage verschatten.
Wir haben in der Vergangenheit vereinzelt Rückschnittaktionen durchgeführt. Keine Äste ragen auf sein Grundstück.
Was kann der Nachbar von uns verlangen, wie steht es mit der Verjährungsfrist in Hessen?
Vielen Dank im Voraus !
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

nach § 38 des Hessischen Nachbarrechtsgesetzes ist bei dem Anpflanzen von sehr stark wachsenden Allee- und Parkbäumen (beispielhaft wird hierfür u.a. der Eschenahorn genannt) ein Abstand von 4 m zu dem Nachbargrundstück einzuhalten. Dient das Nachbargrundstück dem Weinbau oder wird es landwirtschaftlich, erwerbsgärtnerisch oder kleingärtnerisch genutzt oder ist eine solche Nutzung durch Bebauungsplan vorbehalten, so gelten die doppelten Abstände (§ 40 NachbarG). Der Abstand wird von der Mitte des Baumstammes aus an der Stelle gemessen, wo der Baum aus dem Boden austritt (§ 41 NachbarG).

Der Beseitigungsanspruch wegen zu geringer Grenzabstände ist u.a. aber ausgeschlossen, wenn er von dem Nachbarn nicht binnen fünf Jahren nach dem Anpflanzen gerichtlich geltend gemacht wird (§ 43 NachbarG). Bei dreißig Jahre alten Bäumen kann der Nachbar also von Ihnen nicht mehr die Beseitigung der Bäume aufgrund zu geringer Grenzabstände verlangen. Bei Ersatzanpflanzungen würde die Frist aber von neuem laufen.

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 08.10.2006 | 18:37

Vielen Dank für die Info, das hilft uns schon mal weiter.
Wir hätten noch gern gewußt, ob der Nachbar von uns fordern kann die Reinigung seines Grundstücks (aufgrund Samenflug + Blättern) zu übernehmen (daß wir die Pflicht haben überhängenden Bewuchs zu entfernen ist klar).Hierzu muss man noch erwähnen, dass in unmittelbarer Nähe noch andere großformatige Bäume stehen (nicht von uns).
Vielen Dank!
Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.10.2006 | 19:58

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

Laubbefall vom Nachbargrundstück ist vom Nachbarn entschädigunglos hinzunehmen, wenn die Beeinträchtigung durch das Laub unwesentlich oder (wie wohl hier wegen der anderen großformatigen Bäume in unmittelbarer Nähe auf den benachbarten Grundstücken) ortsüblich ist. Auch die Aufwendungen für eine Reinigung des Nachbargrundstücks können dann von Ihnen nicht gefordert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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