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höhere gewalt?


29.10.2007 14:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



meine mutter, 100% schwerbehindert, da nur ein bein, leidet seit einiger zeit unter mobbing an ihrem arbeitsplatz.

die arztpraxis befindet sich im 5. stock mit aufzug, der allerdings letzte woche unvorhergesehen außer betrieb war.
meine mutter saß im rollstuhl und bot an, mit ihren unterarmgehstützen das treppenhaus zu bewältigen, sofern ihr jmd den rollstuhl hinauf tragen würde.
dies wurde seitens ihrer kollegin abgelehnt und meine mutter kurzerhand wieder nach hause geschickt.

nun heißt es, sie müsse diesen vormittag, 4 negativstunden "reinarbeiten", da sie ja im hause war und ja einfach mit den krücken hätte gehen sollen...
dass sie dies bereits von sich aus angeboten hat, wurde hierbei vergessen.


nun meine frage:

fällt dieser aufzug-defekt in diesem fall unter "höhere gewalt"?
muß sie diesen vormittag nacharbeiten und wie ist in diesem fall ihr recht als schwerbehinderte??

vielen dank für ihre mühen!

t.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

der Arbeitgeber trägt das Risiko der Unmöglichkeit der Arbeitsleistung aus im Betrieb liegenden Gründen. Er ist zur Entgeltfortzahlung verpflichtet, wenn aus derartigen Gründen nicht gearbeitet werden kann. Beispiele sind betriebstechnische Störungen oder das Versagen der sachlichen Mittel des Betriebes (z.B. Rohstoffmangel, Ausfall von Maschinen usw.).

Der Arbeitnehmer trägt das Risiko für seinen Transport zum Arbeitsplatz. Objektive Leistungshindernisse im außerbetrieblichen Bereich gehen zu seinen Lasten. Der Arbeitnehmer kann daher keine Entgeltfortzahlung verlangen, wenn er z.B. wegen Verkehrssperren, Ausfalll öffentlicher Verkehrsmittel, Smogalarm, Hochwasser usw. nicht zur Arbeit gelangen kann.

Da sich hier der Aufzug im Haus der Betriebsstätte befindet, gehe ich davon aus, dass der betriebliche Bereich bereits betroffen ist. Der Ausfall des Aufzuges geht daher zu Lasten des Arbeitgebers; dieser hat ggf. die Möglichkeit Regress beim Betreiber des Aufzuges zu nehmen. Auch die weiteren geschilderten Umstände sprechen dafür, dass Ihre Mutter ihre Arbeitsleistung ordnungsgemäß angeboten hat. Sie kann daher für die ausgefallenen Stunden Lohn ohne Arbeit verlangen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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