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h&m - Inkasso Gothia - Inkassogebühren

23.09.2013 14:07 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Mai 2013 hatte ich ein paar Artikel im H&M Onlineshop, über die Monatsrechnung (Keine Ratenzahlung) bestellt . Zahlungsziel lag Anfang Juni.

Durch div. Umstände konnte ich die Rechnung zu diesem Zeitpunkt nicht begleichen.
Nach dem eigentlichen Zahlungsziel, erhielt ich eine Mahnung, sowie eine weitere am 26. Juni 2013 mit dem Zahlungsiel 04. Juli 2013.
Über der Auflistung steht kleingedruckt, das sie die Angelegenheit zur Betreibung der Forderung einem Inkassounternehmen übergeben werden.
Diese Mahnung, in Höhe von 98,85€ (inkl. sämtlicher Mahngebühren) geriet leider in Vergessenheit, was natürlich nicht passieren darf, und wurde von mir am 12. August 2013 beglichen. In dieser Zwischenzeit hatte weder ein weiteres Schreiben von H&M noch eines Inkassounternehmens erhalten.

Nur einen Tag nach meiner Zahlung, erhielt ich am 13. August 2013 ein Schreiben von Gothia Deutschland GmbH mit einer Zahlungsaufforderung in Höhe von 183,26€

Forderungsaufstellung:
Warenlieferung: 90,85€
Mahnspesen: 8,00€
Inkassovergütung analog RVG inkl. 19% MwSt.: 69,62€
Auslagen analog RVG inkl. 19% MwSt.: 13,92€
Zinsen bis 05.08.2013: 0,87€
Gesamtforderung: 183,26€


Ich hatte dem Inkassounternehmen umgehend per Brief mitgeteilt, dass ich bereits vor Erhalt des Schreibens, die offene Rechnung beglichen habe.

Am 19. August 2013 erhielt ich ein weiteres Schreiben von Gothia. Mir wurde mitgeteilt, dass ich bereits Zahlungen geleistet habe und sie somit von einer unbestrittenen Forderung ausgehen.
Die Inkassovergütung sowie die Auslagen sind von mir als Verzugskosten nach §§ 280 & 286 BGB zu erstatten - da eben nach einhelliger Rechtssprechung die Inkassokosten zu ersatzfähigen Verzugskosten gehören.

Restforderung in Höhe von 84,68€ - Letzte Frist 02. September 2013.
Nach Ablauf dieser Frist werden sie gerichtliche Maßnahmen einleiten und die Vollstreckung durchführen.
(Bei der Forderungsaufstellung haben sich nur die Zinsen nun auf 1,14€ erhöht)

Ich habe dem Inkassounternehmen erneut geschrieben, dass ich die Rechnung bereits vor Erhalt des 1. Schreibens beglichen habe, die Forderung vollumfänglich zurückweise und einem Mahnbescheid widersprechen werde.

Nun habe ich ein weiteres Schreiben des Inkassounternehmens erhalten, in dem sie mir mitteilen, dass meine Einzahlung in Höhe von 98,85€ bei H&M am 16. August 2013 verbucht werden konnte und H&M ihnen diese Zahlung weitergeleitet hat. Meine Einzahlung erfolgte jedoch zu spät, unabhängig davon, ob ich ihr Schreiben vor oder nach der geleisteten Zahlung erhalten habe.
Weiter teilen sie mir mit, dass ich trotz Anmahnung von H&M meine Rechnung nicht fristgerecht bezahlt habe und es H&M frei stand, ein Inkassounternehmen zum Forderungseinzug einzuschalten.
Die Kosten für die Einschaltung sind von mir gemäß §§ 280 & 286 BGB zu erstatten.
Die Forderung ist somit vom Grunde her und der Höhe nach berechtigt.
Sie sehen dem Ausgleich der Restforderung in Höhe von 84,68€ bis zum 02. Oktober 2013 entgegen. Sollte ich bis zu disem Zeitpunkt nicht bezahlen, werden sie das Verfahren ordnungsgemäß weiterführen.

Meine Frage. Ist es so richtig, dass ich diese Restforderung (in voller Höhe) begleichen muss? Ist die Forderungsaufstellung auch richtig?
Die Inkassogebühren liegen nur knapp unter der eigentlichen Hauptforderung, das erscheint mir relativ hoch.

Ich habe im Internet gelesen, einige haben durch die Nichtzahlung der Inkassogebühren, keinen Mahnbescheid, sondern ein Schreiben der Vertragsanwältin erhalten, die nun die Inkassogebühren fordert. Dies verursacht natürlich weitere Kosten, die die Anwältin nun zusätzlich fordert.
Viele raten einem auch nichts zu bezahlen, weder die Inkassogebühren noch die, der Vertragsanwältin, und die ganze Angelegenheit 'auszusitzen'.
Wie kann/muss ich mich nun richtig verhalten? Wie verhalte ich mich, wenn ich ebenfalls ein Schreiben von dieser Vertragsanwältin erhalte?

Ich habe bislang keinen Schufaeintrag. Auch durch diese Angelegenheit habe ich bislang weder von H&M noch von dem Inkassounternehmen einen Eintrag erhalten.
Kann mich nun dieses Inkassounternehmen auch durch die Nichtzahlung der Inkassogebühren bei der Schufa melden?

Vielen Dank im Voraus und für Ihre Zeit.

MfG

23.09.2013 | 16:15

Antwort

von


(943)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Da die Rechnung nicht pünktlich gezahlt wurde, ist Verzug eingetreten.

Daher stand es dem Gläubiger frei, ein Inkassounternehmen mit dem weiteren Forderungseinzug zu beauftragen.

Daher sind diese Kosten auch von Ihnen zu bezahlen.

Sie können versuchen, die Sache auszusitzen. Aber ob das gut ausgeht, kann ich Ihnen nicht versprechen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 23.09.2013 | 16:55

Sehr geehrter Herr RA Schwerin,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Mir ist durchaus bewusst, dass ich im Verzug war, auch, dass es dem Gläubiger frei steht, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Jedoch habe ich in sehr vielen Urteilen gelesen, dass das Gericht die Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten verneint, da der Gläubiger nach erfolglosen Mahnungen sogleich das gerichtliche Mahnverfahren betreiben könnte, wodurch zusätzliche Kosten vermieden worden wären. In einem weiteren Urteil steht, dass die Inkassokosten nicht erstattungsfähig sind, da der Gläubiger nach mehreren erfolglosen Mahnungen (und Telefonaten) nicht mehr davon habe ausgehen können, dass der Schuldner nach Aufforderung durch ein Inkassobüro zahlen werde.

Sind diese Inkassogebühren nun erstattungsfähig und/oder durchsetzungsfähig, da sie m. M. nach, in Relation zu der eigentlichen Hauptforderung, viel zu hoch sind.

Vielen Dank im Voraus
MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.09.2013 | 17:05

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nach §§ 286 , 288 BGB ist es aus Schadensersatzgesichtspunkten bei Verzug, einen Rechtsanwalt oder ein Inkassounternehmen zu beauftragen.

Daher ist dies rechtlicht gesichert.

Es mag solche Urteile geben, aber ob diese genau Ihren Fall betreffen, ist fraglich.

Es steht Ihnen ja frei, es darauf ankommen zu lassen.

Aber ich kann Ihnen dazu nicht raten.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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