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hauswirtschaftliche Ausbildung


16.02.2007 22:49 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



Ich habe eine Frage zu meiner Rentenversicherung und zu meinen Ansprüchen.

Ich bin am 11.09.1948 geboren und habe nach meinem Volksschulabschluss am 1.4. 1964 eine hauswirtschaftliche Ausbildung auf dem Bauernhof meines Vaters begonnen. Ab dem 3.10.66 habe ich sie in einem Krankenhaus (Lernköchin) bis zum 15.10.1967 fortgesetzt.

Ein Abschluss- Zeugnis der Landwirtschaftlichen Berufsschule für den Zeitraum vom 10.04.1964 bis 13.03.1967 liegt vor.

Einen Gehilfenbrief der Landwirtschaftskammer Hannover habe ich erst am 28.02.1981 erhalten, nach Besuch von einem VHS-Kurs (Dauer 1 Jahr). Den Meisterbrief „Meisterin der Hauswirtschaft“ erhielt ich am 20.09.1983.

Auf dem Elternhof erhielt ich freie Kost, freie Wohnung, freie Kleidung und ein kleines Taschengeld. Beiträge an eine Alterskasse bzw. andere Rentenversicherungsanstalt wurden offensichtlich nicht entrichtet.
Für die anschließende Ausbildung im Krankenhaus betrug das Entgelt insgesamt 5.253,72 DM. Davon wurden Beiträge an die Landesversicherungsanstalt Hannover abgeführt.

1. Bekomme für die Ausbildungszeit ab 01.04.1964 Rente?
2. Kann ich noch Beiträge nachentrichten? Ggfs. unter welchen Umständen?



PS:
Die Deutsche Rentenversicherung Bund bittet mich im Rahmen einer Kontenklärung um ergänzende Informationen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt hier, dass nach der Alterssicherung der Landwirte (ALG) alle Landwirte im Sinne des Gesetzes versicherungspflichtig sind.

Nach § 1 ALG sind versicherungspflichtig:
· Landwirte,
· Ehegatten von Landwirten,
· mitarbeitende Familienangehörige.

Demnach sind hauptberuflich in dem landwirtschaftlichen Unternehmen mitarbeitenden Familienangehörigen pflichtversichert, sofern sie ihr 18. Lebensjahr vollendet haben. Als mitarbeitende Familienangehörige gelten Verwandte bis zum dritten Grade und Verschwägerte bis zum zweiten Grade sowie Pflegekinder eines landwirtschaftlichen Unternehmers oder seines Ehegatten, die in deren landwirtschaftlichen Unternehmen hauptberuflich tätig sind.
Für mitarbeitende Familienangehörige ist die Hälfte des Beitrages zu zahlen.

Sofern diese Beiträge nicht gezahlt wurden, besteht zunächst selbstverstänlich auch kein Anspruch.
Hier mussten ja folglich der gesetzlichen Regelung bis zu Ihrem vollendeten 18. Lebensjahr auch keine Beiträge abgeführt werden. Abgeführt hätten Ihren Angaben nach nur Beiträge ab dem 11.09.1966 bis zum Beginn Ihrer Tätigkeit als Lernköchin(in welcher dann ja Beiträge abgeführt wurden).

Grundsätzlich können auf Antrag freiwillig Beiträge zur Rentenversicherung nachgezahlt werden. Da es sich bei Ihrer Mitarbeit im elterlichen Bauernhof jedoch um eine Ausbildung handelte, steht Ihnen diese Möglichkeit leider nicht offen.

Ich hoffe, diese leider teilweise negativen Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2007 | 10:30

Ich habe keine hauswirtschaftliche Ausbildung durch meine Eltern erhalten. Ich arbeitete genauso wie der Knecht, die Magd. Nur dass ich 1 x wöchentlich zur Berufsschule musste.
Ein mündlicher oder schriftlicher Ausbildungsvertrag waren nicht geschlossen worden.

Kann unter diesen Umständen von einer Ausbildung ausgegangen werden? Kann ich für die Zeit bis zum 18. Lebensjahr freiwillige Beiträge entrichten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2007 | 10:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie oben schon erwähnt können in Ihrem Fall leider grundsätzlich für die Ausbildungszeit keine freiwilligen Beiträge entrichtet werden.

Sollte die Zeit nicht als Ausbildung qualifiziert werden, können ebenso keine freiwilligen Beiträge entrichtet werden.

MFG

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