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hauskauf die dritte


18.01.2005 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



wir haben den verkäufer aufgefordert uns mitzuteilen wie er zu den vorhaltungen- das wahre alter des hauses verschwiegen zu haben - steht. als antwort kam das ihm wohl bekannt ist das das haus 1950 gebaut wurde (was laut plan aber so auch nicht stimmt denn der plan ist als anbau ausgewiesen). die maklerin habe von ihm pläne erhalten habe aus welchen farblich hervorgehoben zu entnehmen sein soll das es sich im jahr 69 nur um einen anbau handelte. weder die maklerin, noch wir haben jehmals solche pläne erhalten, aus welchen dies zu ersehen ist. der verkäufer hat uns auch geschrieben, dass alle weiteren korrespondenzen den " dienstweg" über "seine" maklerin nehmen müsse. heute sagte uns die maklerin, das der verkäufer sie angerufen hat und sie fragte wie sie denn dazu käme baujahr 1969 anzugeben !??? der verkäufer will also der maklerin die schuld für alles geben. er - der verkäufer - ist der meinung ihn würde das ganz nicht betreffen und er sei aus der haftung raus, denn schließlich habe er das haus nicht verkauft sondern die maklerin. die maklerin hätte an den plänen ersehen müssen, dass es nicht originalbaujahr 69 ist. sie schwört jedoch nie pläne erhalten zu haben aus welchen auch nur ansatzweise hervorgeht, dass es sich bei den plänen von 69 um einen anbau handelt. wem kann ich jetzt in´s bein beißen ? ich habe dem verkäufer das angebot gemacht, mit dem preis runter zu gehen oder ich fechte den vertrag an. die frist zur antwort lief heute ab. er reagiert nicht.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

in diesem Zusammenhang müssen Sie die bestehenden Rechtsbeziehungen zwischen dem Verkäufer und dem Makler einerseits, und zwischen dem Verkäufer und Ihnen andererseits voneinander trennen. Hier interessiert zur Beantwortung Ihrer Frage nur die Beziehung Verkäufer - Käufer.

Und zwar ist es so, dass der Verkäfer sich Erklärungen des Maklers zurechnen lassen muss, und das erst Recht, wenn er Sie selbst veranlasst hat. Dieser Bindung bzw. Zurechnung von Erklärungen des Makler kann sich der Verkäufer nur entziehen, wenn er sich hiervon nicht bis zum Vertragsschluss distanziert.

Daraus folgt die Antwort: Sie können dem Verkäufer als Ihrem Vertragsparftner "ins Bein beissen". Er ist Ihnen voll verantwortlich und kann nicht den Makler vorschieben. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Verkäufer im Falle schuldhafter Verletzungen des Maklervertrages bei diesem Regress nehmen kann. Aber das ist ein Problem des Verkäufers, dass Sie nicht zu interessiern braucht.

Sie haben also richtig gehandelt, Ihren Verkäufer in Anspruch zu nehmen und handeln weiterhin richtig, wenn Sie dabei bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.01.2005 | 17:56

besten dank für ihre ausführungen.

der verkäufer hat wie gesagt nicht auf meine vorschläge zur gütlichen einigung reagiert und somit habe ich selbigen heute schriftlich mitgeteilt, dass ich den vertrag anfechte und ihn wegen arglistiger täuschung anzeigen werde. wie ist nun das weitere procedere wenn der verkäufer nicht auf meine anfechtung reagiert und ist es beweiß genug für arglist, wenn der verkäufer der schon als kind in dem haus wohnte, mir gegenüber schriftlich auf schriftliche vorhaltung hin (nach dem notartermin) ein bedeutetend älteres baujahr zugab und ich und die maklerin nie pläne bekamen, aus welchen hevorging das das haus älter ist zumal die mir vorgelegten pläne keinerlei amtliche vermerke haben, im jahr 2000/2001 gefertigt wurden und der verkäufer auch noch beim städtischen bauamt arbeitet ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.01.2005 | 18:05

Sollte weiterhin keine Reaktion erfolgen, so wird Ihnen der Gang zum Anwalt nicht erspart bleiben. Nicht nur, weil der "sanfte Druck" eines Anwaltes oft mehr erreicht, als wenn man selber zu Werke geht (schon so mancher gab nach, wenn es ernst wurde). Sondern auch, weil Sie letztendlich nur gerichtlich weiterkommen. Wegen der landgerichtlichen Zuständigkeit brauchen Sie einen Anwalt, da am Landgericht Anwaltszwang besteht.

Für den Arglistnachweis braucht es schon gewichtiger Argumente. Nach den von Ihnen geschilderten Sachverhalten dürften die Tatbestandmerkmale für das Vorliegen von Arglist aber schon so erdrückend erfüllt sein, dass der Verkäufer sich nicht so leicht aus dem Arglistvorwurf herauswinden kann.

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