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hauselektrik

23.09.2012 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


wir hatten einen kabelbrand in der steckdose dabei kam raus ,dass die schutzleiter in den steckdosen fehlen und der hauptsicherungskasten nicht den heutigen vde-richtlinien entspricht.in der wand sind nur 2-ädrige kabel vorhanden.kein elektriker will die steckdose erneuern und unsere vermieterin verhindert die umrüstung des hauptsicherungskastens und lässt uns hier mit der ausgebrannten steckdose sitzen,in der gewissheit das wir auch einen heftigen stromschlag bekommen könnten falls das noch einmal passieren sollte.ich habe jetz die miete gekürzt,was können wir noch tun ich habe ein bisschen angst um die sicherheit meiner familie
23.09.2012 | 12:42

Antwort

von


(33)
Braamkamp 14
22297 Hamburg
Tel: (040) 87 50 47 34
Web: http://www.kanzlei-alsterland.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragesteller,

Sie haben offenbar bereits einen Mangel in Ihrer Mietwohnung identifiziert, bewertet und entsprechend eine Mietminderung geltend gemacht. Da sich offenbar die Vermieterin hiervon nicht beeindruckt zeigt, möchten Sie wissen, welche weiteren Möglichkeiten Sie haben. Ich gehe deswegen bei meiner Antwort davon aus, dass hier tatsächlich ein Mangel vorliegt, Sie diesen der Vermieterin angezeigt haben und ihr bereits die Möglichkeit gegeben haben, die Elektrik zu erneuern. Auch gehe ich davon aus, dass eine Kündigung des Mietverhältnisses keine Option für Sie ist.

Soweit ein mietrechtlicher Mangel vorliegt, haben Sie über die Minderung der Miete tatsächlich noch weitere Möglichkeiten.

Gemäß § 536a Abs. 2, Nr. 1 BGB können Sie den Mangel selbst beseitigen, wenn die Vermieterin trotz Aufforderung nicht reagiert. Voraussetzung hierfür ist, dass sich die Vermieterin im "Verzug" mit der Mängelbeseitigung befindet. Dies sollte sie bereits sein, wenn Sie ihr schon vor dem Hintergrund der Mietminderung eine Frist zur Beseitigung des Mangels vorgegeben haben. Davon abgesehen, könnten Sie bei "Gefahr in Verzug" aber auch sofort handeln. Ob dies hier vorliegt erscheint jedoch zweifelhaft.

Einer besonderen Ankündigung oder Androhung der Ersatzvornahme bedarf es nicht – Sie sollten jedoch sichergehen, dass diese Fristsetzung gegebenenfalls in einer gerichtlichen Auseinandersetzung nachweisbar ist. Die Ankündigung der Ersatzvornahme kann natürlich unter Umständen Druck bewirken, damit sich die Vermieterin dann doch selbst um das Problem kümmert.

Auch ist zu berücksichtigen, dass sich nach der Ersatzvornahme die Beweissituation verschlechtert. Denn der Mangel ist dann ja nicht mehr vorhanden. Sie müssen also darauf achten, dass Voraussetzungen, die Ihren Anspruch auf Mangelbeseitigung begründet haben, so dokumentiert sind (beispielsweise durch Fotos, Zeugen oder Gutachten), dass man sich später noch ein zweifelsfreies Bild von der Situation machen kann.

Sie sollten dann auf jeden Fall einen Fachmann beauftragen, denn wenn die Mängelbeseitigung fehlschlägt, bekommen Sie die Kosten jedenfalls nicht von der Vermieterin erstattet. Das ist dann Ihr Risiko, welches Sie im Zweifel dann auf den Handwerker im Rahmen von Gewährleistungsansprüchen abwälzen müssten. Außerdem: Aus mehreren Angeboten ist das Günstigste zu wählen. Denn die Vermieterin könnte später einen Teil der Kostenübernahme verweigern, wenn sie später einwendet, anderer Handwerker hätten die Arbeiten preiswerter ausgeführt.

Bei der Beseitigung des Problems selbst hilft es Ihnen zwar nicht, aber gegebenenfalls können Sie zumindest etwas mehr Druck aufbauen, indem Sie die Vermieterin auf den Vorschussanspruch hinweisen, denn Sie ebenfalls haben, wenn Sie die Sache selbst in die Hand nehmen. D.h., dass Sie nicht Ihr eigenes Geld für die Reparatur verwenden müssen. Stattdessen können sie den Kostenvoranschlag eines Elektrikers (oder ein Gutachten) einholen, der die notwendigen Maßnahmen aufführt und die Kosten darstellt. Diesen Betrag können Sie dann von der Vermieterin als Vorschuss verlangen. Wenn Sie den Betrag nicht ausgezahlt bekommen, können Sie auch durch Erklärung gegenüber der Vermieterin diesem Vorschussanspruch mit Ihren Mietzahlungen aufrechnen, dieses Geld für die Reparaturen verwenden und nach Abschluss der Arbeiten eine Abrechnung erstellen.

Ich hoffe, dass Sie durch meine Antwort einen ersten Überblick gewonnen haben. Wenn etwas unklar geblieben ist, stehe Ihnen gerne über die kostenlose Nachfragefunktion weiter zur Verfügung.

Rein vorsorglich, aber immer wieder wichtig: Bei den hier gegebenen Antworten handelt es sich regelmäßig lediglich um eine erste Orientierung für Sie, um Ihnen einen Eindruck von der rechtlichen Lage zu vermitteln. Die „klassische" Erstberatung bei einem Anwalt kann nur bei ganz konkreten Fragen ersetzt werden, denn häufig ergeben sich später weitere Punkte. Auch können manche Tatsachen und Umstände, die nicht erwähnt wurden oder gar nicht zutreffen, zu einer völlig anderen rechtlichen Bewertung führen. Beispielsweise, wenn gar kein Mangel in rechtlicher Hinsicht vorliegen sollte.

Aber wenn Sie bisher zufrieden waren und weitergehenden Beratungsbedarf haben, können Sie sich gern direkt bei mir melden.

Mit freundlichen Grüßen

Jörn Blank
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Jörn Blank

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2012 | 17:29

wir hatten bereits einen eigenen elektriker hier,der uns gegenüber festgestellt hat das die e-installation nicht den vde vorschriften entspricht und den technischen anschlussbedingungen der ewe (stadtwerke in jork)in verzug habe ich sie auch gesetzt was die entstandsetzung angeht aber ich wohne auf einem dorf und unserer vermieterin verhindert die entstandsetzung der anlage bei den dorfansässigen elektrikern.ausserdem hat sie behauptet die anlage hätte bestandschutz,gilt das auch wenn hier schäden an der anlage festgestellt wurden?sie hat eine räumungsklage beantragt über die noch nichts entschieden wurde es gibt noch nicht einmal einen verhandlungstermin aber so finden wir hier keinen elektriker für die arbeiten

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.09.2012 | 18:17

Sehr geehrte Ratsuchende,

den Mangel selbst kann ich nicht beurteilen. Vieles spricht nach Ihrer Beschreibung dafür, dass ein solcher vorliegt. Allein der Hinweis, dass etwas nicht dem heutigen Stand der Technik entspricht, reicht jedoch für sich allein noch nicht aus, um einen Mangel anzunehmen. Hier kommt es vor allem auf Ihren Mietvertrag an, u.a. auch darauf, wie alt das Haus ist, wann ggf. eine Modernisierung durchgeführt wurde oder was Ihnen beim Einzug gesagt wurde. Eventuell bezieht sich darauf die etwas irritierende Bemerkung der Vermieterin zum "Bestandschutz". Der Schaden an der Steckdose selbst muss jedenfalls so oder so behoben werden, denn der ist ja zweifellos neu.

Um hier sicherzugehen - allerdings vor allem auch wegen der eingereichten Räumungsklage - sollten Sie eine umfassendere anwaltliche Beratung/Vertretung in Betracht ziehen. Hierfür stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Bei knappen finanziellen Mitteln besteht hier die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen oder sich im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung beim örtlichen Amtsgericht einen "Berechtigungsschein" zu besorgen. Dann werden die anwaltlichen Kosten jedenfalls zunächst zum größten Teil von der Staatskasse übernommen.

Wenn es aber um die Ersatzvornahme geht, sind Sie jedenfalls nicht auf den Elektriker vor Ort angewiesen. Da wird es im Großraum Hamburg sicher genug Fachleute geben, die auch zu Ihnen raus fahren.

Mit freundlichen Grüßen
Jörn Blank

ANTWORT VON

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