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haus verkauft treuhänderisch

| 29.03.2017 08:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


guten morgen
meine schwester hat meine immobilie die sie treuhänderisch verwaltet hat, verkauft, ohne meine zustimmung
nun ist geld "übrig" 150000Euro, wer muss dieses geld nun versteuern?
meine schwester will 20% Entschädigung den rest vom Geld will sie nicht.
fragen:
muss ich das Geld versteuern sollte ich es bekommen?
muss meine schwester die Entschädigung ebenso versteuern?
Spekulationssteuer, da noch keine 10jahre vorbei??

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Ich kann nur unterstellen, dass Sie mit „übrigem Geld" einen mit dem Verkauf der Immobilie erzielten Gewinn meinen. Da dieser Gewinn Ihnen wirtschaftlich zusteht und ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne von § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 EStG vorliegt, müssen Sie den Gewinn versteuern. Dies wäre nicht der Fall, wenn die Immobilie ausschließlich selbst genutzt wurde oder im Jahr des Verkaufs und den beiden vorangehenden Kalenderjahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde, § 23 Abs. 1 S. 3 EStG. Hintergrund dieser Regelungen ist, dass die Veräußerung eines zum Privatvermögen gehörenden Wirtschaftsgutes zwar grundsätzlich nicht steuerlich relevant ist, sich dies aber dann ändert, wenn die Veräußerungsfrist von 10 Jahren nicht eingehalten wurde: Dann stellt die Veräußerung eine wirtschaftliche Tätigkeit dar, welche die Spekulationssteuer auslöst.

Die „Entschädigung" Ihrer Schwester dürfte von ihr als Einkommen zu versteuern sein. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, weshalb diese nicht auf den Ablauf der Veräußerungsfrist gewartet hat – ggf. steht Ihnen ein Schadenersatzanspruch gegen Ihre Schwester in Höhe der Sie treffenden Steuerlast zu.

Da im Rahmen dieser Plattform keine abschließende Beurteilung insbesondere zur Höhe der Steuerlast (und etwaiger Optimierungsmöglichkeiten) möglich ist, rate ich Ihnen, einen Rechtsanwalt oder Steuerberater vor Ort mit der Detailprüfung zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 29.03.2017 | 09:51

noch mal
ja es der Gewinn
ich habe nachweislich in dieser Immobilie gewohnt bis 30.06.2016

zu den Details warum und wieso verkauft wurde, könnte ich Bücher füllen......
meine Frage ist, das Geld, sollte es auf mein Konto kommen, muss ich nicht versteuern, weil ich darin mit meiner Familie gelebt habe?
wie ich das Optimieren kann, werde ich sicherlich meinen Steuerberater befragen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.03.2017 | 09:59

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Wenn Sie die Voraussetzungen des § 23 Abs. 1 S. 3 EStG erfüllen, liegt eine Ausnahme von der Steuerpflicht vor. Damit aber nicht bekannt ist, wielange Sie insgesamt in dem Haus gewohnt haben und wann der Verkauf stattgefunden hat, kann hier keine abschließende Beurteilung erfolgen. Ihrem Steuerberater wird diese bei Kenntnis aller Details Ihres Falles möglich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.03.2017 | 10:03

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