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handwerkerrechnung


06.12.2006 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Ich habe einen Kostenvoranschlag für eine komplette Heizungsanlage über etwa 20000€ bekommen. Habe dem Unternehmen dann mündlich den Auftrag erteilt. Die arbeiten zogen sich über ein dreiviertel Jahr. Nun ist die Heizung fertig und ich habe eine rechnung von über 25000€. Auf der rechnung sind Dinge die in dem Kostenvoranschlag nie erwähnt wurden. Außerdem wollte ich einen Pellettsbrenner um die statliche Förderung von 1500€ zu bekommen. Der heizungsbauer hat mir jedoch einen Brenner installiert, der nicht förderungsfähig ist. Des weiteren ist der Brenner von außen beschädigt. ( Div. Beulen) Die Leistung die der Brenner bringen soll entspricht auch nicht dem was der Heizungsbauer mir gesagt hat. Um den Brenner so zu steuern, wie es mir mündlich zugesichert wurde müßte ich nocheinmal knapp 1000€ für zusätzliche Steuermodule investieren.
Außerdem wurden Wände beschädigt und die Arbeiten unsauber ausgeführt. Z.b. wurden die Löcher in den Badezimmern, nach Demontage der Durchlauferhitzer nicht ordnungsgemäß verschlossen, sonder einfach aufgelassen.
Meine Frage: Muß ich das einfach so hinnehmen und die Rechnung so wie sie ist begleichen oder hat es Sinn dagegen vorzugehen und wie mus ich verfahren. Hat so etwas erfolgsaussichten.
Vielen Dank für Ihre Mühe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen und Ihres Einsatzes wie folgt:

Der fehlende Pelletsbrenner, sofern vertraglich vereinbart, die äußeren Beschädigungen des Brenners und seine mangelnde Leistung stellen grds. Sachmängel dar.

Am sinnvollsten ist es hier, gegenüber dem Heizungsunternehmen Nacherfüllung zu verlangen. Dieses kann dann nach seiner Wahl den Mangel beheben oder das Werk neu herstellen (von letzterem ist aufgrund des zu erwartenden Aufwands nicht auszugehen).

Setzen Sie dem Unternehmen zur Beseitigung der Mängel eine Frist (in diesem Fall dürften 4 Wochen angemessen sein). Findet eine Mängelbeseitigung innerhalb dieser Frist nicht statt, sind Sie dazu berechtigt, die Mängel selbst zu beseitigen bzw. beseitigen zu lassen, was Sie dem Unternehmen auch ankündigen sollten. Sodann können Sie von dem Unternehmen Ersatz der hierzu erforderlichen Aufwendungen verlangen; sie können zur Selbstbeseitigung auch einen Vorschuss fordern.

Bitte beachten Sie: Sollte es schon zu einer Abnahme gekommen sein, können Sie Ihre Rechte nur geltend machen, wenn Sie sich diese vorbehalten haben oder Ihnen die Mängel zum Zeitpunkt der Abnahme unbekannt waren.

Wegen der sonstigen Beschädigungen im Rahmen der Einbauarbeiten kann Ihnen ein Schadensersatzanspruch zustehen. Der Einfachheit halber sollten Sie auch diese Beschädigungen in Ihr Nachbesserungsverlangen aufnehmen.

Auch gegen die Höhe der Schlussrechnung können Sie vorgehen: Bei einem unverbindlichen Kostenvoranschlag darf die Rechnung zwar höher ausfallen, aber laut herrschender Rechtsmeinung höchstens um 10 bis 20 Prozent. Eine Erhöhung um ca. 25 Prozent ist zwar "hart an der Grenze", aber wohl nicht mehr vom ursprünglichen Kostenvoranschlag gedeckt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten rechtlichen Überblick verschaffen und stehe im Rahmen der Nachfrage sowie zur weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Mauritz
Rechtsanwalt
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