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häuslicher Unfall als Folge eines Arbeitsunfalls

Aufgrund eines Arbeitsunfalls erlitt ich eine Handverletzung und konnte deshalb mit einer Hand nur unzureichend greifen. Während des Behandlungszeitraums war ich arbeitsunfähig geschrieben.
Innerhalb dieses Zeitraum stürzte ich in meiner Wohnung auf einer steilen Treppe ab, da es mir nicht möglich war mich mit Kraftschluss am Geländer festzuhalten. Folge des Sturzes war eine komplizierte Fraktur eines Beines bei der dauerhafte Schäden verbleiben. Erst nach einem Dreivierteljahr und einer Vielzahl von Operationen arbeite ich wieder bei meinem Arbeitgeber. Meine ursprüngliche Arbeitstätigkeit mit einem erheblichen Anteil an Aussendiensten kann ich jedoch aufgrund der weiterhin bestehenden schmerzhaften Geheinschränkungen nicht mehr in vollem Umfang durchführen, wodurch mir auch Gehaltsverluste entstehen.
Besteht eine reele Chance den "Freizeitunfall" in meiner Wohnung von der Berufsgenossenschaft als Arbeitsunfall/Folgeunfall anerkennen zu lassen, da ohne den vorherigen Arbeitsunfall dieser Unfall mit großer Wahrscheinlichkeit nie passiert wäre.
Eingrenzung vom Fragesteller
11.01.2013 | 12:01
11.01.2013 | 12:30

Antwort

von


(594)
Holstenplatz 9
25335 Elmshorn
Tel: 06704017745
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte.

Sie fragen, ob ein Freizeitunfall als Arbeitsunfall gewertet werden kann.

Der Arbeitsunfall ist in § 8 SGB VII geregelt:

§ 8 [1] Arbeitsunfall

(1) 1Arbeitsunfälle sind Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach §§ 2, 3 oder 6 begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). 2Unfälle sind zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen.

Ein Unfall zu hause ist kein Unfall im Sinne des Gesetzes.

Allerdings könnte es sich um einen Folgeschaden handeln.

Der Folgeschaden hat seinen Bezugspunkt immer im Erstschaden, dessen Entwicklung ggf. im Zusammenwirken mit anderen ebenfalls wesentlichen Ursachen sich im Folgeschaden darstellen muss. Auch für den Folgeschaden, der wie der Erstschaden im Vollbeweis festzustellen ist (BSG 2. 4. 2009 B 2 U 29/07 R).

Das Problem wird aber sein, dass man eine Treppe auch ohne zur Hilfenahme einer Hand hinunter laufen kann, es also an der Mitverurschung scheitern könnte.

Allerings sagt ein Gesetzeskommentar:"Mittelbare Folgeschäden sind auch die Schäden eines neuen Versicherungs- oder Privatunfalles, der durch die anerkannten Schäden des früheren wesentlich (mit)verursacht wird."(Kreikebohm, SGB VII, § 8 Rn. 98a).

Hierfür sind Sie aber beweisbelastet.

Sollte dieser Beweis gelingen, dann ist dieser Unfall ebenfalls als Arbeitsunfall anzuerkennen.

Ich möchte abschließend darauf hinweisen, dass Antworten im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Orientierung darstellen, deren Einschätzung auf Ihren Angaben beruht.


Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.

Rückfrage vom Fragesteller 11.01.2013 | 12:50

"...Das Problem wird aber sein, dass man eine Treppe auch ohne zur Hilfenahme einer Hand hinunter laufen kann, es also an der Mitverurschung scheitern könnte. ..."

Bei der "Treppe" handelte es sich um eine steile Raumspar- oder Leitertreppe die üblicherweise nur durch gleichzeitiges festhalten am Geländer sicher begangen werden kann. Da diese Treppe zu meinem Heimbüro auf einer Zwischenebene führt war die Nutzung unumgänglich da hier alle meine Versicherungsakten sind und auch der Computer steht.
Hier wurden während der Krankmeldung auch nicht aufschiebbare Telefonate mit meinem Arbeitgeber geführt und Mailunterlagen gesichtet und beantwortet, da es mir nicht möglich war Auto zu fahren um persönlich an meinem Arbeitsplatz zu erscheinen.

Eine Mitschuld kann ich also nur insofern erkennen, dass ich die steile Treppe mehrmals täglich benutzte und in einem Fall mit einem Fuß leicht abrutschte mich aber nicht wie sonst gewohnt mit festem Griff am Geländer halten konnte.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.01.2013 | 15:19

Sehr geehrter Ratsuchender,

dieser Umstand begünstigt sodann eher den Umstand, dass es aufgrund der Vorschädigung zu dem neuen Umstand gekommen ist.

Ich wollte Ihnen nur verdeutlichen, dass die Berugsgenossenschaft als Leistungsträger versuchen wird, sich aus einer Leistung heraus zu winden und Sie mit solchen Argumentationen konfrontiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Grübnau-Rieken LL.M., M.A.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.01.2013 | 21:27

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Stellungnahme vom Anwalt:
Diese Bewertung muss man nicht verstehen. Das ist letztlich dem Umstand geschuldet, dass hier Nichtprofis über Profis urteilen dürfen.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 14.01.2013
3,8/5,0

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