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händler gewährleistung trotz nicht eingehaltenen inspektionsintervalle bei motorrad?


24.08.2007 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



guten tag, ich habe als gewerbetreibende eines motorradhandels ein 10 jahre altes motorrad mit einem kilometerstand von 29131 für 3850,- euro,incl. 1 jahr gesetzliche gewährleistung am 20.01.2007 verkauft.am 18.11.2006 wurde das motorrad angezahlt.das motorrad war zum zeitpunkt der übergabe in einem einwandfreien zustand.in meinen kaufverträgen wird auf die einhaltung der inspektionsintervalle laut herstellerangaben in diesem fall alle 6000 kilometer,also u.a. bei 30000 und bei 36000 hingewiesen.am 20.06.2007 bemängelt der käufer beim kilometerstand 36195 das er einen hohen ölverlust(ca. 1,5 Liter auf 1000Km)hat.
ich bat den kunden um einsichtnahme der rechnungen der ausgeführten inspektionen bei 30000 und bei 36000.diese inspektionen hat der kunde nicht ausführen lassen.am heutigen tage präsentiert mir nun der kunde einen kostenvoranschlag vom 16.08.2007 in höhe von brutto 1538,61 für die anstehenden reparaturkosten, die meines erachtens nach nicht entstehen würden, wenn er sein motorrad zu den geforderten inspektionen laut kawasaki bei einer meisterwerkstatt gebracht hätte,denn dann wären ja die vermeintlich aufgetretenden mängel(ich denke das es sich um einen natürlichen verschleiss handelt) bemerkt worden und im rahmen der inspektionsarbeiten mit normalen kosten behoben worden.
bin ich nun zu der übernahme der kosten verpflichtet, oder kann ich die zahlung aufgrund der nicht getätigten, aber erforderlichen inspektionen ablehnen?
mfg
eine motorradhändlerin

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Sehr geehrte Ratsuchende,

die von Ihnen genutzte Klausel ist mir nur im Rahmen von Garantievereinbarungen bekannt; ich bezweifle, dass die Klausel in Bezug auf die Mängelansprüche gegenüber einem Verbraucher wirksam ist.

Das OLG Koblenz hat zu Aktenzeichen: 5 U 1518/06 mit Urteil vom 08.03.2007 entschieden, dass versäumte Wartungen oder Inspektionen nicht zum Verlust der Mängelansprüche führen. Etwas anders gilt nur, wenn der Fahrzeughändler nachweisen kann, dass der technische Fehler bei regelmäßiger Wartung nicht aufgetreten wäre.

Vor diesem Hintergrund sollte zunächst einmal sorgfältig festgestellt werden, ob der Defekt tatsächlich auf Grund eines Mangels oder infolge Verschleiss eingetreten ist. Darüber hinaus kann der Käufer erst dann Schadensersatz von Ihnen verlangen, wenn Sie die Nachbesserung abgelehnt haben oder diese bei Ihnen fehlgeschlagen ist. Die verlangte Einsichtnahme in die Wartungsunterlagen stellt an sich noch keine Ablehnung der Nachbesserung dar, sofern keine weitere Erklärung erfolgt.

Sie sollten zunächst die Ursache des Defektes klären und dem Kunden für den Fall, dass tatsächlich ein Mangel vorliegt, anbieten, dieses selbst zu beseitigen, sofern Sie entsprechende kostengünstigere Möglichkeiten haben.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.08.2007 | 09:05

vielen dank für ihre schnelle und informative antwort.bei den reparaturkosten handelt es sich offenbar um die instandsetzung der verschlissenen zylinder, die anhand der vorgelegten daten des kostenvoranschlages(der von keiner kawasaki vertragswerkstatt ist) bei einem kawasaki meisterbetrieb überprüft wurden. dort ist man der meinung, die mir auch schriftlich bestätigt wurde,das die zylinder entsprechend der laufleistung verschlissen sind.zu beachten ist ja auch das der käufer über 7000 km damit problemlos fahren konnte,der "mangel" aus der sicht des kunden demnach ja erst nach 7000 km enstanden sein kann. bin ich nun nach all den fakten dazu verpflichtet, die kosten für eine normal, der lauleistung entsprechenen zylinder abnutzung zu übernehmen? mfg eine motorradhändlerin

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.08.2007 | 09:01

Üblicher Verschleiss stellt keinen Mangel dar. Falls der Defekt tatsächlich auf Verschleiss zurückzuführen ist -diese technische Frage kann ich nicht beurteilen-, kann der Käufer keinen Schadensersatz von Ihnen verlangen; eine derartige Überprüfung sollte meines Erachtens aber am Fahrzeug selbst und nicht ausschließlich mittels eines Kostenvoranschlags vorgenommen werden.

Mit freundlichem Gruß

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