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habe ich einen Nachteil, wenn ich die Elternzeit verlängere?

08.04.2008 00:13 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille


Ich befinde mich im 2. Jahr der Elternzeit. Ich habe meinen Arbeitgeber um eine einjährige Reduzierung meiner bestehenden Teilzeitarbeitszeit von 19 auf 15 Stunden gebeten, die wenig Zuspruch fand. Als Teilzeitbeschäftigte (19 Std.) sollte ich mir ab 1.7.08 mit einer Kollegin einen Arbeitsplatz teilen (JobSharing mit 2 Teilzeitstellen). Da diese nun aufgrund einer weiteren Schwangerschaft nicht aus ihrer vorherigen Elternzeit zurückkehrt (zum 1.5. eigentlich geplant, nun neue Elternzeit für 1 Jahr), hat mich mein Arbeitgeber um Verlängerung meiner Elternzeit für ein weiteres Jahr (3. Jahr) gebeten. Nach diesem Jahr würden wir beide uns nach geplanter gemeinsamer Rückkehr wieder einen Job teilen können.In der Übergangszeit soll zur Überbrückung eine Vollzeitkraft aus der Zeitarbeit eingestellt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob sich daraus Nachteile ausser dem erheblichen Gehaltsverlust für mich ergeben (anderer Arbeitsplatz nach Rückkehr, Kündigung nach Elternzeitende o.ä.)und kann mein Arbeitgeber diese Elternzeitverlängerung von mir verlangen, obwohl ich dieser nur bedingt zustimme (ür 6-9 Monate max.)?

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich weise darauf hin, dass diese Beantwortung nur einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient. Bitte beachten Sie auch die Hinweise am Ende der Ausführung. Zu Ihren Fragen:

1. Zunächst ist darauf hinzuweisen, daß die Elternzeit nicht dazu führt, daß Ihr Arbeitsverhältnis endet, sondern Sie haben einen Anspruch darauf, zu den gleichen Bedingungen wie zu Beginn der Elternzeit Ihr Arbeit aufzunehmen. Sie haben nur keinen Anspruch darauf, auf den gleichen Arbeitsplatz beschäftigt zu werden; es reicht auf ein gleichwertiger Arbeitsplatz aus. D.h. es besteht die natürlich die Gefahr, daß Sie einen anderen - aber gleichwertigen - Arbeitsplatz erhalten.

2. Einen Anspruch des Arbeitsgebers, daß Sie die Elternzeit verlängern kennt das Gesetz nicht. Im Gegenteil: Bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes kann Elternzeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers genommen werden, d. h. auch dann, wenn zunächst nur Elternzeit für den Zweijahreszeitraum beantragt wird- Sie könnten sogar das dritte Jahr ohne Zustimmung des Arbeitgebers verlangen. Dies müssen Sie gegenüber dem Arbeitgeber schriftlich anmelden. Die schriftliche Anmeldung der Elternzeit, die über den Zeitraum von 2 Jahren hinausgeht, muss erst 7 Wochen vor ihrem Beginn dem Arbeitgeber zugegangen sein.

Aber Sie können mit Zustimmung des Arbeitgebers einen Teil der Elternzeit bis zur Vollendung des 8. Lebensjahres des Kindes übertragen.

3. Falls Sie zum Ende der Elternzeit kündigen wollen, ist eine Sonderkündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten.

4. Während der Elternzeit kann die Arbeitgeberseite grundsätzlich keine Kündigung aussprechen. Für eine Kündigung nach dem Ende der Elternzeit gelten dann die normalen Gesetze, d.h. man kann Ihnen nur aus betriebsbedingten, verhaltensbedingten und personenbedingten Gründen kündigen. Hier gelten aber die normalen Regelungen.


Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht

Breite Str. 147 - 151
50667 Köln
Tel.: 0221/ 272 4745
Fax: 0221/ 272 4747
www.anwalt-wille.de
anwalt@anwalt-wille.de

Hinweis
Die vorstehende Beantwortung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Die von mir gegebene Antwort ist eine überblicksartige Beantwortung. Außerdem ist die Beantwortung der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars und kann - insbesondere in den Fällen, in denen die notwendigen Unterlagen (z.B. Verträge, Versicherungsbedingungen, Gerichtsurteile, Schreiben von Dritten) nicht vorlagen - eine Beratung durch einen Rechtsanwalt nicht ersetzen.

Rückfrage vom Fragesteller 10.04.2008 | 22:54

Danke für die gute Antwort. Nun noch eine Nachfrage: Kann ich die Reduzierung meiner Arbeitszeit auf 15 Stunden während der Elternzeit nach § 15 Bundeselternzeitgesetz verlangen und sollte ich mir die vom Arbeitgeber "verlangte Elternzeitverlängerung" und Nichtinanspruchnahme der 15 Stunden-Tätigkeit auf meinem ursprünglichen Arbeitsplatz irgendwie bescheinigen lassen,um nach Ablauf der Elternzeit darauf hinweisen zu können (für Erhalt des Arbeitsplatzes)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.04.2008 | 19:28

Es ist natürlich hilfreich sich all dies bescheinigen zu lassen.

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