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großer Baum durch Blitz geschädigt, wer zahlt?


03.10.2006 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Es wurde ein Wohnhaus mit einem auf dem Grundstück aufstehenden großen Baum verkauft. Nach dem notariellen Kaufvertrag aber vor dem wirtschaftlichen Übergang schlug ein Blitz in den Baum ein. Die Gebäudeversicherung stellte dann im Laufe des Verfahren fest, der Baum war schon vor dem Blitzeinschlag nicht mehr standsicher.. Daraufhin bietet sie an 50% der Fällkosten zu übernehmen. Dem Verkäufer war die Schädigung des Baumes vorher nicht bekannt, vor ca. fünf Jahren hatte ein Fachmann den Baum begutachtet und für gesund gehalten. Der wirtschaftliche Übergang ist mittlerweile erfolgt, der Baum steht noch und der neue Eigentümer möchte natürlich nicht für das Entsorgen des Baumes zahlen. Das Angebot sich die verbleibenden Kosten zwischen Verkäufer und Käufer hälftig zu teilen steht derzeit ohne Antwort im Raum. Das zuständige Forstamt der Stadt hat gemäß Baumschutzsatzung die Fällgenehmigung erteilt.

Daher nun die Fragen:
1. Wer muss für die Entsorgung des nicht mehr standsicheren Baumes die Kosten übernehmen?
2. Wer haftet, wenn der Baum vorher umstürzen sollte?
03.10.2006 | 16:40

Antwort

von


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ehr geehrter Ratsuchender,

1.Der neue Eigentümer haftet für Schäden, die eintreten, wenn der Baum jetzt oder in Zukunft umfällt.
Das Eigentum an dem Baum ist mit Eintragung im Grundbuch auf den neuen Eigentümer übergegangen, weil er ein wesentlicher Bestandteil der Grundstücks ist. Da der neue Eigentümer von der Beschädigung des Baumes und der Gefahr des Umsturzes weiß, liegt hier im Falle des Sturzes ein Verschulden des Eigentümers vor. ER sollte daher sofort den Baum fällen lassen, um solche Gefahren zu vermeiden.
2.Was die Kostenfrage der Fällung betrifft, sieht die Sachlage gegebenenfalls anders aus. Da der Mangel des Baums noch vor der Eintragung erkannt wurde, ist nun fraglich, wie der neue Eigentümer dies moniert hat. Rein juristisch war zum damaligen Zeitpunkt der Baum noch im Eigentum des alten Eigentümers gestanden und ist somit die Fällung seine Aufgabe gewesen. Da dem neuen Eigentümer der Mangel jedoch vor der Eintragung bekannt geworden ist, müsste er in irgend einer Art deutlich gemacht haben, dass er für den Mangel eine Minderung in Höhe der Fällkosten haben möchte. Hat er den Mangel so hingenommen, sind eventuell seine Rechte aufgrund der Kenntnis ausgeschlossen, § 442 BGB.

Für eine abschließende Beurteilung zu 2. bedarf es der Kenntnis des gesamten Sachverhalts. Für die weitere Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
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Tel: (089) 20604130
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


ANTWORT VON

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