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gibt es eine schriftliche Auskunftspflicht von Ärzten gegenüber einem Betreuer

03.03.2020 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter hat eine notariell erstellte Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung machen lassen, die mich als Betreuer mit allen Vollmachten ausstattet.
Jetzt ist der Fall leider eingetreten und sie ist seit einem Schlaganfall dement und im Pflegeheim, Pflegegrad 4.
Die Ärzte die sie im Pflegeheim betreuen, verordnen munter Medikamente und ich erfahre nur aus der Zuzahlungsrechnung der Apotheke was meine Mutter alles nehmen muss. Nochmal zum Verständnis, sie kann selber nichts mehr entscheiden, ist also nicht einwilligungsfähig!
Sowohl die Allgemeinärztin, die ihr Morphiumpflaster verordnet ohne das man mich informiert, als auch die Neurologin, die abends Schlafmittel und zusätzlich mittags ein Beruhigungsmittel verordnet hat, sehen sich nicht verpflichtet mich darüber zu informieren.
Selbst ein Medikamentenplan in Schriftform ist für mich nicht notwendig da ich ihr keine Medikamente verabreiche, ich könnte im Wohnbereich Einsicht nehmen.
Da meine Mutter ziemlich abwesend und betäubt wirkt, habe ich beide Ärztinnen in einem freundlichen, sachlichen Brief um einen schriftlichen Kurzbefund zum Zustand meiner Mutter gebeten.
Die Allgemeinärztin sagte mir das ich Vertrauen in ihre Entscheidungen haben sollte und die Neurologin lehnt es mit den Worten ab das sie mir keinen schriftlichen Befund geben kann. Ich soll zu ihr in die Sprechstunde kommen oder im Heim vor Ort sein wenn sie dort zum Hausbesuch ist.
Meine Frage ist: habe ich wirklich kein Recht auf schriftliche Auskunft? Ich habe wirklich ALLE Vollmacht um im Namen meiner Mutter zu agieren!

Danke im Voraus
03.03.2020 | 17:22

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Durch die Vollmacht sind die Ärzte Ihnen gegenüber nicht mehr an die Schweigepflicht gebunden und dürfen Ihnen gegenüber vollumfänglich Auskunft erteilen.

Eine Verpflichtung zu schriftlicher Stellungnahme sehe ich allerdings nicht, weil nach dem Behandlungsvertrag vermutlich auch Ihre Mutter selber keinen Anspruch darauf hat, schriftlich informiert zu werden. Ich könnte mir vorstellen, dass es sich hier auch im einen Kostenaspekt handelt, weil ein solcher zusätzlicher Bericht vermutlich nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden kann.

Ggf. können Sie natürlich anbieten, die Kosten für den schriftlichen Bericht zu übernehmen und abwarten, ob dies die Bereitschaft der Ärzte erhöht, sich schriftlich zu äußern. Andernfalls bleibt Ihnen nur der persönliche Kontakt und das Gespräch mit den Ärzten, dem diese sich nicht grundlos entziehen dürften.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-


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