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gewerbsmäßiger betrug


14.05.2007 01:34 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Hallo,
Hab seit 3 monaten eine Limited,Hab hauptsächlich produkte über das internet verkauft,aber zu 80% nicht ausgeliefert Hab ungefähr 200.000€ damit erwirtschaftet und in Casinosausgegeben,
ungefähr waren es 400 kunden wo ich nicht beliefert habe
War nie im besitz der Ware.

Möchte jetzt insolvenz anttragstellen.

Zu meiner Person,19 jahre alt nicht vorbestraft,ledig

Frage 1:Mit was für einer Haftstrafe muss ich rechnen.

Frage2:Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das sie auf bewährung ausgesetzt wird


Frage 3:Muss ich in u-haft







14.05.2007 | 09:52

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes und Ihres Einsatzes wie folgt.

Bei einem gewerbsmäßig begangenen Betrug mit der Schadenssumme von 200.000 EUR ist damit zu rechnen, dass jedenfalls eine empfindliche Freiheitsstrafe ausgeurteilt werden wird. Der Strafrahmen des § 263 StGB sieht hier einen Strafrahmen von 6 Monaten bis zu 10 Jahren vor.

In Ihrem Fall dürfte allerdings, aufgrund Ihres Alters, höchstwahrscheinlich das mildere Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen. Nach § 18 Abs. 1 JGG beträgt hier die Höchststrafe 5 Jahre.

Eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung wäre nur dann möglich, wenn das erkennende Gericht eine Freiheitsstrafe von höchstens 2 Jahren ausurteilt. Es ist jedoch zu erwarten, dass die zu verhängende strafe diese 2 Jahre überschreiten wird, so dass eine aussetzung zur Bewährung nicht mehr in Betracht kommen kann.

Eine geaue Prognostizierung der Straferwartung ist mangels Kenntnis der Einzelheiten und ferner, da die abschließende Beurteilung dem Gericht obliegt, nicht möglich. Rechnen Sie jedoch mit einem Rahmen von 3 bis 5 Jahren, so keine bedeutenden Milderungsgründe, bspw. eine krankhafte Spielsucht, die zur Einschränkung Ihrer Schuldfähigkeit i.S.d. § 21 StGB geführt haben könnte, glaubhaft gemacht werden können.

Es ist durchaus möglich, dass die Staatsanwaltschaft nach Kenntnis der Gesamtschadenssumme und der Umstände einen Haftbefehl beantragen wird. Dies nicht zuletzt, aufgrund der nicht unerheblichen Straferwartung und der daraus resultierenden Gefahr, dass Sie sich der Strafe durch Flucht entziehen würden. Ferner wird in größeren Betrugsfällen gerne auf die sog. Verdunkelungsgefahr als Haftgund zurückgegriffen. Insoweit ist Anordnung der U-Haft zumindest nicht auszuschließen. Hier spielt auch eine Rolle, wie groß die Gefahr der v.g. Haftgründe eingeschätzt wird.

Es ist Ihnen dringend zu raten, einen Verteidiger mit Ihrer Interessenwahrnehmung zu beauftragen, um sich bereits im Vorfeld darum zu bemühen, einen Haftbefehl zu verhindern und, dies ist im Rahmen größerer Betrugsverfahren nicht unüblich, mit der Staatsanwaltschaft über den weiteren Fortgang des Verfahrens zu verhandeln. Gerne können Sie sich hierfür an meine Kanzlei wenden. Aufgrund der Schwere der Tat und der zu erwartenden Strafe ist die Beiordnung eines Pflichtverteidigers zu erwarten.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion für Ergänzungen, sowie für die weitere Interessenwahrnehmung zur Verfügung. In diesem Fall bitte ich um Kontaktaufnahme mit meinem Büro.

Mit freundlichen Grüßen


Marc N.Wandt
Rechtsanwalt




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