Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

getrennt lebend - Immobilienerwerb


| 07.06.2005 14:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Seit 8 Jahren lebe ich von meinem Ehemann getrennt. Ich zog damals mit meinen 3 Kindern aus dem gemeinsamen Einfamilienhaus (schuldenfrei) aus.
Ich möchte nun ein Einfamilienhaus bauen. Kann mein Mann auf Grund der bestehenden Ehe Anspruch auf dieses Haus erheben und muß ich sein Einverständnis zum Erwerb einholen ?
07.06.2005 | 16:26

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst möchte ich mich für Ihre Anfrage bedanken, die ich aufgrund der vorliegenden Informationen nachfolgend beantworten möchte.

Die Lösung zu Ihren Fragen hängt im Wesentlichen davon ab, in welchem Güterstand sie sich befinden. Ich gehe mal davon aus - mangels weiterer Anhaltspunkte -, dass sie sich im Güterstand der Zugewinngemeinschaft befinden. Dies ist der gesetzliche Regelfall.

1. Zustimmungserfordernis
Zunächst kann ich Sie beruhigen. Generell brauchen Sie kein Einverständnis zum Erwerb einer Immobilie von ihrem "Noch-Gatten" einholen. Zwar ist gemäß § 1365 BGB eine Verfügung über das Vermögen im Ganzen zustimmungsbedürftig. Dies gilt jedoch nicht - unabhängig ob der Kaufpreis für die betreffende Immobilie tatsächlich ihr gesamtes Vermögen ausmacht - für kaufvertragliche Verpflichtungen, die das gesamte Vermögen betreffen; mithin also auch nicht für den Kauf eines Eigenheims. Das erklärt sich daraus, dass dann Ihrem Vermögen rechnerisch auch der entsprechende Gegenwert zufließt.

2. Konsequenzen Hauskauf – Ansprüche Ehemann
Bei dem gesetzlichen Güterstand (s.o.) wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Vermögensmassen der Ehepartner - abgesehen vom Hausrat - getrennt bleiben. Daraus ergeben sich allerdings Konsequenzen für die spätere Ehescheidung.

Zum Stichtag der Ehescheidung nämlich muss der erwirtschaftete Zugewinn ausgeglichen wird. Dabei wird ein Vermögensvergleich angestellt. Dabei werden das Anfangs- und das Endvermögen beider Ehegatten verglichen. Übersteigt der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen, so steht die Hälfte des Überschusses dem anderen Ehegatten als Ausgleichsforderung zu. Wenn Sie nunmehr Vermögen bilden mittels Erwerb des Hauses gehen Sie natürlich Gefahr, eventuell ausgleichspflichtig zu werden. Dabei würden zwar vom Vermögen die abzutragenden Schulden abgezogen. Allerdings würde mit jeder Rate der Vermögenswert des Hauses steigen und damit auch das Risiko einer Ausgleichsforderung.

Ob diese Forderung realistisch wäre beziehungsweise ob nicht die steuerlichen Vorteile für sie überwiegen, kann ich im Rahmen der summarischen Prüfung nicht erkennen. Dafür sollten sie aber durchaus einen Steuerberater Ihres Vertrauens hinzuziehen.

Weiterhin hat die Anschaffung einer eigenen Immobilie auch einen unterhaltsrechtlichen Aspekt. So wird Ihnen im Rahmen der Unterhaltsbedarfsberechnung – soweit sie Trennungsunterhalt oder nachehelichen Unterhalt von ihrem ehemaligen Partner beanspruchen bzw. beanspruchen wollen - ein fiktiver Wohnvorteil angerechnet. Da die bei einer Immobilie naturgemäß keinerlei Miete zahlen müssen, wird in den dieses als Wohnvorteil zugerechnet, so dass sie rechnerisch über ein höheres Einkommen verfügen und entsprechend der zu erwartende Unterhalt reduziert würde.


Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe hochachtungsvoll

Hellmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich bin froh jetzt etwas mehr Klarheit zu haben
ich danke herzlich "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5.0

Ich bin froh jetzt etwas mehr Klarheit zu haben
ich danke herzlich


ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht