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getrennt leben


05.08.2005 21:14 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo!
Ich habe am 11.07.2003 geheiratet. Habe mich dann am 15.11.2004 von meinem Mann getrennt. Dieser hat zur Zeit unserer Ehe (auch jetzt noch ) ein Ausbildung gemacht. Daher haben wir die Steuerklassen folgendermaßen aufgeteilt. Er hatte Steuerkasse 5 und ich 3. Da ich wesentlich mehr verdient habe. Dennoch hatten wir ein gemeinsames Konto, auf dem beide Gehälter eingegangen sowie auch alles was zu bezahlen war abgegangen ist. So, jetzt ist folgendes passiert. Er hat die Steuererklärung für das Jahr 2004 getrennt eingereicht, dass heißt aber, dass er einen super Vorteil mir gegenüber hat, denn wenn ich diese Erklärung auch getrennt abgebe, muss ich mindestens 3 mal soviel, wie er zurück bekommt nachzahlen. Hier jetzt meine Frage. Darf er sich, wenn er weis, dass ich eien Nachteil habe, getrennt veranlagen lassen, oder muss er der gemeinsamen Veranlagung zustimmen? Ich habe ihm dann allerdings zugesichert, dass wenn er Einspruch gegen seinen Bescheid einlegt, ich ihm dann seinen Nachteil ausgleichen werde. Dann hat er dies auch getan. Ich bin aber dennoch nicht bereit, dieses auszugleichen, da er ja in der Zeit der Ehe, durch die Steuerklasse 5 auch keinen Nachteil hatte, da ja alles gemeinsam gezahlt wurde. Der einzigen der ein Nachteil bei einer getrennten Veranlagung entstaden wäre, bin ich. Bitte teilen Sie mir mit, wie ich mich verhalten muss, um diesen Betrag ( der nicht klein ist) nicht an meinen Ex-Lebenspartner zahlen zu müssen.

Danke
Aus Sicht des Steuerrechts steht es zunächst jedem Ehegatten frei zu entscheiden, ob er die gemeinsame oder die getrennte Veranlagung wählt. Wählt auch nur ein Ehegatte die getrennte Veranlagung, sind beide Ehegatten getrennt zu veranlagen.

Allerdings besteht familienrechtlich für Ihren Ehemann die Pflicht, einer gemeinsamen Veranlagung zuzustimmen, allerdings nur, wenn Sie ihm die Nachteile, die ihm durch die gemeinsame Veranlagung entstehen, auch ausgleichen. Ohne diese Zusicherung Ihrerseits braucht sich ihr Ehemann auf die gemeinsame Veranlagung, die noch möglich ist, da ihr Ehemann gegen seinen ESt-Bescheid für 2004 ja Einspruch eingelegt hat und dieser damit noch nicht bestandskräftig ist, nicht einzulassen.

Ich verstehe Ihre Sachverhaltsschilderung so, daß Sie Ihrem Ehemann genau dies auch zugesichert haben, so daß Ihr Ehemann zur Abgabe einer gemeinsamen Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, allerdings sind Sie dann aufgrund Ihrer Zusage auch zum Ausgleich des Nachteils, der Ihrem Ehemann durch die gemeinsame Veranlagung entsteht, verpflichtet.

Ich sehe daher keine Möglichkeit, daß Sie diesen Betrag nicht an Ihren Ehemann zahlen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen

P.S.: Für 2005 ist keine einkommensteuerliche Zusammenveranlagung mehr möglich, da Sie bereits seit 2004 getrennt voneinander leben.
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