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geteiltes sorgerecht


| 12.06.2007 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



zum wiederholten Mal habe ich mit m.geschied.Mann Probleme, bzgl.der Erziehung d.Kinder. Am Wo-ende beantragte er Konten -mit gefälschten Geburtsdaten- für d.Kinder bei ebay. Beide sind nicht
geschäftsfähig (10 + 12 j.).Auf Anfrage sagte er ,er wolle sie schulen im Umgang mit ebay. Weiterhin :entgegen meiner Bitte, will er die Kinder auf dem Motorrad transportieren (eine juristische Auseinandersetzg. bezgl.Motorrad war im Jahr 2004).Schulische Verantwortung übernimmt er nicht und überlässt evt.Lernen dem Opa-" er war ja Lehrer". Meine Sorge betrifft auch die nähere Zukunft.Welche Ideen da noch kommen. Ich bitte um einen Rat.
Danke, barbara thormann

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Sehr geehrte Ratsuchende,


solange gemeinsame Sorge besteht, müssen sich die Elternteile bei Meinungsverschiedenheiten untereinander einigen, siehe § 1627 Satz 2 BGB.

Gelingt dies nicht, können Sie das Familiengericht einschalten, das die Entscheidung über die jeweils konkret zu regelnde Angelegenheit gemäß § 1628 BGB auf Sie alleine übertragen kann.

Bei Getrenntleben sowie auch nach einer Scheidung können Sie darüber hinaus beantragen, die elterliche Sorge oder Teilbereiche des Sorgerechts nach § 1671 BGB auf sich übertragen zu lassen, insbesondere wenn dies dem Wohl der Kinder entspricht. „Wohl des Kindes“ bedeutet nach § 1 SGB VIII „Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“.
Allerdings ist das Familiengericht gehalten, den Eingriff in die gemeinsame Ausübung der elterlichen Sorge möglichst gering zu halten.

Nach Ihrer Darstellung erscheint es durchaus angezeigt, hier eine Änderung der Erziehungsmethoden herbeizuführen. Grundsätzlich bleibt es Ihrem Ex-Mann zwar durchaus überlassen, einzelne Teile seiner Verantwortung, z.B. die schulischen Angelegenheiten und die Hilfe bei den Hausaufgaben auf Dritte zu übertragen (hier auf den Großvater), wenn dies vernünftig ist. Allerdings haben die Kinder auch einen Anspruch darauf, Ihren Vater als Ansprechpartner in allen Lebenslagen zur Verfügung zu haben.

Was die Anmeldung bei eBay betrifft, so überschreitet der Vater meines Erachtens seine erzieherische Befugnis. Diese Entscheidung dürfte notfalls mit Hilfe des Familiengerichts wieder rückgängig zu machen sein.

Bezüglich des Transports der Kinder auf dem Motorrad ist zu differenzieren. Soweit ein Schutzhelm, und ein Beifahrersitz mit Haltegriff und Fußrasten sowie einem Schutz der Füße vor den Speichen verwendet wird, ist das Verhalten des Vaters jedenfalls nach der Straßenverkehrs- und der Straßenverkehrszulassungsordnung nicht zu beanstanden. Darüber hinaus muss er aber natürlich besondere Vorsicht walten lassen.

Fehlt es insgesamt ernstlich an der Zuverlässigkeit des Vaters, und lassen auch die schulischen Leistungen der Kinder zu wünschen übrig, sollten Sie den Gang vor das Familiengericht nicht scheuen.

Zunächst sollten Sie allerdings versuchen, eine einvernehmliche Lösung der momentan anstehenden Problemen zu erzielen, und hierbei den Vater eindringlich auf die oben beschriebene Rechtslage hinweisen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar nützliche Informationen an die Hand geben. Sollte noch Etwas unklar geblieben sein oder ich einen für Sie bedeutsamen Punkt übersehen haben, können Sie gerne eine Rückfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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