Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

gesetzlicher Betreuer Verbot Besuchsrecht

20.07.2021 19:00 |
Preis: 51,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


13:52

A wird von dem gesetzlichen Betreuer (B) betreut. B verweigert jede Informationen, Auskünfte
über A an nahe Angehörige des A. Besuche des A, von seinem Sohn (S) werden von B ebenso
verweigert. Der aktuelle Gesundheitszustand ist den nahen Angehörigen nicht bekannt.
Möglicherweise wird A nicht mehr lange leben.

Fragen (1 bis 3):
1.) Sind die Weigerungen (Besuche, Informationen usw.) des B rechtswidrig ?
2.) A wird möglicherweise nicht mehr lange leben. Kann B in dieser Situation - S möchte sich von
seinem Vater A verabschieden - Besuche des S verbieten ?
3) B ist nicht gesetzlicher Betreuer. Er hat eine umfängliche Vollmacht. Gelten die Bestimmungen für den
gesetzlichen Betreuer ebenso für den Vollmachtgeber ?

20.07.2021 | 19:46

Antwort

von


(2420)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein gesetzlicher Betreuer hat nach §1901 BGB unter anderem

Zitat:
(2) Der Betreuer hat die Angelegenheiten des Betreuten so zu besorgen, wie es dessen Wohl entspricht.


Dazu zählt unzweifelhaft der Kontakt zu den nahen Angehörigen. Dass der Sohn dazu zählt bedarf keiner weiteren Erläuterung. Auch die Auskunft über A ist auf Rückfrage zu erteilen.

Nur wenn A den unzweifelhaften Willen und Wunsch geäußert hat, keinen Angehörigen zu sehen, ist die Rechtslage aber anders zu beurteilen. Dann kann B den Besuch unterbinden.

Bereits unter Berücksichtigung dieser gesetzlichen Vorgaben ist B nicht berechtigt, den Besuch zu untersagen. Nach Ihrer Darstellung ist auch nicht ersichtlich, dass Besuche dem A zum Nachteil gereichen können.

Da B sich bereits in diesem Punkt eklatant über das Wohl des Vaters hinwegsetzt, sollte S sich an das Betreuungsgericht wenden, damit dieses auf B einwirkt, dass die Besuche ermöglicht werden, als auch die erbetenen Auskünfte erteilt werden.

S kann auch dem Betreuungsgericht gegenüber beantragen, dass ein Betreuerwechsel durchgeführt wird und ein anderer Betreuer bestellt wird.

Auch im Falle der nicht gesetzlichen Betreuung, also der Bevollmächtigung, gilt nichts anderes.

Auch in diesem Falle ist der Bevollmächtigte verpflichtet, im Sinne des A zu handeln. Besteht hier die Gefahr, dass die Vollmacht nicht vereinbarungsgemäß und zum Nachteil des Vollmachtgebers ausgeübt wird, kann sich S auch an das Betreuungsgericht wenden. Dann kann das Gericht trotz der Vollmacht einen gesetzlichen Betreuer bestellen. Das Gericht wird genau prüfen, ob das Wohl des Vollmachtgebers gefährdet ist. Eine Betreuung wird aber auch nur dann angeordnet werden, wenn A nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten allein zu regeln.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 22.07.2021 | 13:44

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Eine Nachfrage:
Ist der Betreuer (B) verpflichtet, dem Sohn (S) eine Begründung zugeben -- falls NEIN, wo kann ich
mich beschweren -- für seine Aussage " ihren Vater (A) können sie nicht besuchen".

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.07.2021 | 13:52

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Betreuuer muss umfassend Auskunft erteilen auch zur Begründung, warum S seinen Vater nicht besuchen darf.

Aber darauf kommt es auch nicht an.

Wie in meiner Antwort schon ausgeführt, muss S sich direkt an das Betreuungsgericht wenden. Dort kann er dann vorbringen, wie sich der Betreuer verhält und dass dieses nicht dem Wohl des Vaters entspricht. Das Betreuungsgericht wird dann tätig.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

(2420)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 90147 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
äußerst kompetenter Anwalt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnelle Antwort und toller Service ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank an Frau RAin Stadler für die schnelle Einschätung, sogar mit Nennung des Aktenzeichens zum Nachlesen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER