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gesetzliche erbfolge halbbruder

| 25.03.2017 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


mein halbbruder ist im januar verstorben.es gibt keine kinder.seine frau lebt noch.1.frage:habe ich als halbbruder einen erbanspruch?2.frage:sollte seine frau versterben(ebenfalls ohne kinder)habe ich einen gesetzlichen erbanspruch?es existiert ein haus und barvermögen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich gehe davon aus, dass die Eltern des Halbbruders, damit auch der gemeinsame Elternteil bereits vorverstorben sind, hinsichtlich der Ehe der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft bestand und es kein Testament gibt.

Dann erbt die Ehefrau 3/4, Sie erben 1/4.

Stirbt seine Frau erben Sie von ihr nichts.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2017 | 14:46

vielen dank für ihre antwort!der andere anwalt hat so argumentiert wie sie im 1 absatz schreiben.wenn ich nicht im testament erscheine habe ich auch keinen gesetzlichen erbanspruch.sie schreiben allerdings dann weiter unten:im umkehrschluß habe ich doch anspruch auf die hälfte vom viertel.das ist für mich als laie verwirrend.(ja,beide elternteile sind breits verstorben)danke.mit feundlichen gruß.j.st.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.03.2017 | 15:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Konkretisierung.
Dass es nun offensichtlich ein Testament, ist ein Fakt, der die Rechtslage völlig verändert.

Meine Antwort bezog sich auch nur auf die gesetzliche Erbfolge, d.h. ohne Testament bzw. ohne Enterbung). Dann bestünde eine Erbengemeinschaft mit der Ehefrau (s.o.).

> Wurden Sie enterbt, dann haben Sie keinen Erbanspruch (auf Grund der Enterbung) aber auch keinen Pflichtteilsanspruch nach dem Gesetz. Pflichtteilsberechtigt sind nämlich nur Abkömmlinge (Kinder, Enkel, ...) und Ehegatten, nicht (Halb-)Brüder.

Um abschließende Gewissheit zu erhalten, sollten alle mit dem Erbfall zusammenhängenden Unterlagen, insbesondere das Testament, geprüft werden.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 25.03.2017 | 17:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

versehentlich habe ich Ihnen die Erbquote für einen Bruder mit denselben Eltern mitgeteilt.

Von dem Viertel erhalten Sie als Halbbruder nur die Hälfte, also 1/8, weil das Viertel gleichmäßig auf die Eltern bzw. deren Verwandten verteilt wird.

Sie sind neben der Ehefrau erbberechtigt zu 1/8.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 27.03.2017 | 09:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich kenne die Antwort des Kollegen nicht. Falls es ein Testament gibt, in dem Sie nicht benannt werden, steht Ihnen nichts zu, da es für (Halb-)Brüder keinen Pflichtteilsanspruch gibt.

Die gesamten Familienumstände sind natürlich auch aufzuklären, um abschließend und umfassend antworten zu können. Möglicherweise haben Sie hier ein kleines aber wichtiges Detail vergessen.

Gern können Sie nachlesen, wie sich die Erbverhältnisse zwischen Ehefrau eines Halbbruder und dem anderen Halbbruder darstellen.

Sie sind im Verhältnis zu Ihrem Halbbruder bezüglich des gemeinsamen Elternteils Verwandter 2. Ordnung (§ 1925 Abs. 1 BGB).

Ihr Erbrecht ergibt sich aus § 1931 Abs. 1 S. 1, 2. Halbsatz BGB.
"Der überlebende Ehegatte des Erblassers ist [...] neben Verwandten der zweiten Ordnung [...] zur Hälfte der Erbschaft als gesetzlicher Erbe berufen. [...]." Hinzu kommt gemäß § 1371 BGB als pauschaler Ausgleich des Zugewinns 1/4. 1/2 + 1/4 = 3/4.

Für die Erben 2. Ordnung bleiben im Umkehrschluss 1/4. Da Sie und Ihr verstorbener Halbbruder nur einen Elternteil gemeinsam haben, erhalten Sie die Hälfte des Viertels. Dabei habe ich vorausgesetzt, dass die Eltern bereits verstorben sind.

Bitte erläutern Sie, wie der Kollege zu einer anderen Antwort kommt.

Nun zu Ihren weiteren Fragen:

"[W]ie lange habe ich zeit meine Ansprüche einzuklagen?,
[K]ann ich bei der Schufa eine Auskunft beantragen."

> Bei der Schufa erhalten Sie keine Auskunft über das Vermögen.

> Sie sind Kraft Gesetzes Miteigentümer am Nachlass (§ 2032 BGB). Sie können jederzeit die Auseinandersetzung fordern.

Der Anspruch auf Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verjährt nicht (§ 2042 Abs. 1, Abs. 2 i.V.m. § 758 BGB). D.h. Sie könnten jederzeit Ihren Anspruch einklagen, falls erforderlich.

> Wenn Sie sich keinen Anwalt leisten können, könnten Sie Anspruch auf Beratungshilfe/ Prozesskostenhilfe haben. Ob sie einen Anspruch haben, können Sie auf http://www.pkh-rechner.de/ prüfen.

Bei weiteren Unklarheiten haben Sie noch immer die Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.03.2017 | 06:56

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"habe von einen anderen anwalt eine andere antwort erhalten.deshalb bin ich als laie sehr verunsichert.ich habe nur eine kleine rente von 1000.-euro und kann mir einen klageweg nicht leisten.wie lange habe ich zeit meine ansprüche einzuklagen?kann ich bei der schufa eine auskunft beantragen,über das barvermögen meines bruders,daß ich auf mindestenz 200 000 euro schätze.diese fragen stehen für mich ."
FRAGESTELLER 27.03.2017 3,8/5,0
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