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gesetzliche Krankenversicherung/Krankengeld


| 25.12.2014 11:18 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Oliver Wöhler


Zusammenfassung: Krankengeld bei Kündigung.


Meine Tochter arbeitet mit ganzer Stelle im Personalbüro einer Firma und ist bei der DAK pflichtversichert. Bei ihr wurde vor kurzem eine chronische Krankheit multiple Sklerose festgestellt und sie benötigt pro Monat Medikamente in Höhe von 2500,-€.
Die Personalchefin will sie loswerden und sie ist von der Kündigung durch den Betrieb betroffen. Falls sie demnächst gekündigt wird haben wir folgende Fragen:
- Endet mit der Kündigung die Mitgliedschaft in der DAK ?
- muss sie sich nach einer Kündigung sofort freiwillig bei der DAK weiterversichern, da sie erst seit 9 Monaten in dem Betrieb arbeitet, davor 4 Jahre studierte und damit noch keinen Anspruch auf Leistungen des Arbeitsamts hat?
-Muss die DAK sie weiter aufnehmen, da sie Versicherung bereits von den ernormen Kosten weis?
-Wer bezahlt dann die Beiträge für die DAK, sie hat derzeit einen mittellosen Freund (Student) aber noch einige Ersparnisse auf ihrem Konto und wohnt bei dem Freund?
-Bekommt sie dann nach dem Ende der Lohnfortzahlung bei Krankschreibung unter diesen Bedingungen Krankengeld von der DAK ?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Nein, zunächst einmal gilt ja eine Kündigungsfrist im Arbeitsverhältnis. Solange das Arbeitsverhältnis besteht, ist Ihre Tochter versichert. Wichtig ist, dass Sie aufgrund der Erkrankung einen Antrag auf Schwerbehinderung stellt um so den besonderen Schutz für Schwerbehinderte zu erhalten. Gegen eine Kündigung sollte sich Ihre Tochter ohnehin arbeitsrechtlich zur Wehr setzen. Eine Kündigung käme ja aus personenbedingten Gründen nur in Betracht, wenn Ihre Tochter auf Dauer die Tätigkeit nicht mehr ausüben könnte.

2. Nein, wenn kein Anspruch auf ALG I bestünde, dann würde Ihre Tochter in ALG II fallen und hier wären die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt. Sie sollte nach Erhalt der Kündigung vorsorglich ALG II beantragen, es sei denn es greift das Krankengeld wovon ich ausgehe.

3. Ja, die DAK müsste Ihre Tochter wieder aufnehmen, wobei ich davon ausgehe dass es gar keine Unterbrechung der Krankenversicherung geben würden.

4. Das Problem mit dem Freund stellt sich nur wenn Ihre Tochter in ALG II fällt, weil hier das Einkommen und Vermögen des Partners in der Bedarfsgemeinschaft angerechnet wird. Hier müsste man konkret errechnen ob der Anspruch Ihrer Tochter gekürzt wird oder gar ganz wegfällt. Falls das in Betracht kommt müsste Ihre Tochter sich freiwillig versichern, hierzu hat Sie aber in jedem Fall Gelegenheit und die DAK dürfte sie nicht ablehnen.

5. Ja, wenn die Arbeitsunfähigkeit bis zum letzten Tag des Arbeitsverhältnisses eintritt, dann entsteht der Anspruch auf Krankengeld und damit wäre auch die Krankenversicherung erhalten. Wenn es wirklich zur Kündigung kommt, wäre Ihre Tochter auf der sicheren Seite wenn Sie bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig wäre. Sie kann dann Krankengeld über das Ende des Beschäftigungsverhältnisses hinaus beziehen und das bis zur Höchstdauer.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeits- und Familienrecht


Bewertung des Fragestellers 25.12.2014 | 12:29


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