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gesetzliche Krankenversicherung / Mitversicherung

| 27.02.2005 11:19 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Mein nichteheliches Kind (10J) lebte früher im Haushalt meiner Ex-Partnerin und war dort in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert.

Jetzt lebt das Kind mit mir und meiner jetzigen Frau im Haushalt. Ich bin privat versichert. Meine Frau gesetzlich. Das Kind hat den Nebenwohnsitz noch im Haushalt meiner Expartnerin. Den Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt bei mir.

1. Muss das Kind nun auch privat krankenversichert werden, bzw. was passiert wenn dies nicht geschieht?

2. Gesetzt den Fall das Kind wird privat versichert, kehrt aber nach einiger Zeit wieder in den Haushalt meiner Ex-Partnerin zurück, ist dann die Rückkehr zur gesetzlichen KV möglich?

3. Gibt es irgendwelche Karenzzeiten oder Fristen die hier zu beachten sind?

Schon jetzt vielen Dank für Ihre Bemühungen

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bei der Prüfung der Ansprüche ist wesentlich, wer der Hauptverdiener in der Familie ist, und ob dessen Einkommen regelmäßig über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Immer dann, wenn alle drei der nachfolgend aufgeführten Punkte erfüllt sind, ist eine kostenfreie Familienversicherung für Kinder in der GKV nicht möglich. Sind beispielsweise nur zwei erfüllt, wäre die kostenlose Familienversicherung der Kinder weiterhin möglich.

1)der Ehegatte des GKV-Versicherten ist PKV-versichert

2)das Gesamteinkommen des PKV-Versicherten übersteigt regelmäßig im Monat 1/12 der Jahresarbeitsentgeltgrenze (in 2005: 3.900 Euro bzw. 3.525 Euro für bereits am 31.12.2002 PKV-Versicherte)

3)das Gesamteinkommen des PKV-Versicherten liegt regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des GKV-Versicherten.

Diese gesetzliche Regelung hat zur Folge, dass Kinder in der Regel nicht beim GKV-versicherten Elternteil kostenlos mitversichert werden können. Dann besteht die Möglichkeit, Kinder entweder gegen Beitrag in der GKV freiwillig zu versichern oder eine private Krankenversicherung abzuschließen. Sind die Eltern des Kindes nicht verheiratet, leben beispielsweise in eheähnlicher Lebensgemeinschaft, werden die oben genannten Voraussetzungen nicht geprüft. Die Prüfung wird auch dann nicht vorgenommen, wenn ein Elternteil nicht mit dem Kind verwandt ist. In Ihrem Fall kann das Kind daher bei der Mutter weiter gesetzlich versichert bleiben. Sollte eine private KV des Kindes erfolgen, kann diese, falls eine der 3 oben genannten Voraussetzungen nicht vorliegt, wieder in die GKV zurückkehren.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

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