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gerichtlicher Vergleich bei Scheidung

03.12.2006 13:52 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


bei meiner Scheidung 1999 wurde ein gerichtlicher Vergleich geschlossen, bei dem u.a. beschlossen wurde, dass der Vater für das Kind bis zum 18. Lebensjahr montl. einen Betrag von DM 100,00 , der nicht auf den Unterhalt angerechnet werden darf und in der Höhe unabänderlich ist, zahlen muss. Bei einer Überprüfung bei der Bank bekam ich die Auskunft, dass seit Jan. 2006 keine Beträge mehr gezahlt wurden. Auf Rückfrage beim Vater erhielt ich die Auskunft, es würde mich nichts angehen, ob er und wieviel er für das Kind sparen würde. Ich möchte gerne wissen, was ich jetzt machen muss/kann, damit die Ansprüche nicht verjähren, und mein Sohn, wenn er das 18. Lebensjahr vollendet ( im Sommer 2008) die gesamte angesparte und fällige Summe erhalten kann.Der Sohn lebt seit 2 Jahren beim Vater und möchte z.Zt.jedoch keinen Gerichtsstreit, jedoch nicht auf seine Ansprüche verzichten. Vielen Dank im Voraus.

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Sehr geehrte Ratsuchender,


der gerichtliche Vergleich ist ein vollstreckbarer Titel, aus dem 30 (!) Jahre die Zwangsvollstreckung betrieben werden kann.

Eine Verjährung droht daher nicht.

Fraglich ist jetzt, wohin der Vater diesen Betrag zahlen musste:

Sollte der Betrag auf ein gesondertes Sparkonto eingezahlt werden, wäre der Vater sehrwohl zur Auskunft verpflichtet und diese Auskunft kann auch gerichtlich beibetrieben werden.

Sollte der Betrag zu Händen der Kindesmutter gezahlt werden, können Sie nun aus dem Vergleich direkt auf Zahlung vollstrecken.


Sofern ein vernünftiges Gespräch mit dem Kindesvater nicht mehr möglich ist, sollten Sie dann einen Rechtsanwalt mit der weiteren Betreuung beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2006 | 20:42

Erstmal ganz herzlichen Dank für die schnelle Auskunft. Das Geld sollte auf ein Sparkonto des Kindes gehen, aber seit Jan 2006 sind keine Eingänge mehr zu verzeichnen. Wer muss dann bei Fälligkeit die Zwangsvollstreckung aus dem Vergleich beantragen: das Kind ( als Volljähriger) oder ich als Mutter, mit der ja der Vergleich bei der Scheidung geschlossen wurde.
Danke im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.12.2006 | 08:08

Sehr geehrte Ratsuchende,


hier wird das Kind, gesetzlich vertreten durch die Mutter, den Antrag stellen müssen.

Daher sollten Sie dann den Rechtsanwalt mit der Zwangsvollstreckung beauftragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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