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gerechte Aufteilung

28.06.2015 19:59 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Kinder des Ehegatten desErblassers haben als Stiefkinder im Sinne des Erbschaftsteuergesetzes auch ohne Adoption durch den Erblasser diesem gegenüber einen Freibetrag von 400.000 €. Sie sind ohne Adoption allerdings nicht gesetzlicher Erbe des Ehegatten ihres Elternteils.

Ich benötige einen Rat zur hälftigen Aufteilung unseres Hauses im Todesfall. Weiteres nennenswertes Vermögen ist nicht vohanden.
Ich, verheiratet, ein gemeinsames Kind mit meiner Frau, ein Kind hat meine Frau aus erster Ehe mitgebracht. Beide volljährig mit eigenem Hausstand.
Unser Haus ist je ½ auf meine Frau und mich im Grundbuch eingetragen. Wie können wir das am geschicktesten im Todesfall hälftig den Kindern vererben ohne dass hier Erbschaftssteuer anfällt?
Vorzeitiges Überschreiben mit evtl. Nießbrauch oder Wohnrecht sowie eine Erwachsenenadoption scheiden aus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Zunächst stellt sich die Frage der Erbschaftssteuer in dieser Konstellation nicht in der Schärfe wie Sie vielleicht vermuten. Gemäß § 15 Abs. 1 Nr. 2 Erbschaftssteuergesetz sind Kinder und Stiefkinder (damit sind hier Kinder des Ehegatten gemeint, auch ohne dass der Erblasser dieser adoptiert hat) in der Erbschaftssteuerklasse I eingeordnet. Gemäß § 16 Abs. 1 Nr. 2 Erbschaftsteuergesetz haben auch Stiefkinder in diesem Sinne einen Freibetrag von 400.000 €.

Dies bedeutet für Sie, dass das Kind der Ehefrau auch Ihnen gegenüber einen Erbschaftsteuerfreibetrag von 400.000 € hat. Das Kind ist ohne Adoption allerdings nicht Ihr gesetzlicher Erbe.

Insofern sollten Sie in jedem Fall ein Testament oder einen Erbvertrag errichten und das Kind der Ehefrau dort gleichmäßig mit bedenken. Abhängig vom Wert des Hauses (relevant ist hier der Verkehrswert zum Todeszeitpunkt) kann man dann überlegen, welche Konstellation gewünscht ist.

Sofern sich die Ehegatten gegenseitig zum Alleinerben einsetzen (jeweils mit einem Grundfreibetrag von 500.000 € plus Versorgungsfreibetrag plus eventuell Steuerbefreiung für das selbst bewohnte Familienheim), könnte man beide Kinder auch testamentarisch erst als Schlusserben des überlebenden Ehegatten je zur Hälfte einsetzen. Hier kommt es eben entscheidend auf den Wert des Hauses an, außerdem natürlich auf die sonstigen Vorstellungen. Man sollte eine Nachlassregelung tunlichst nie ausschließlich an steuerlichen Vorgaben ausrichten.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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