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geplante OP Arbeitgeber informieren

6. Juni 2009 20:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


09:24

Hallo,
ich habe ziemlichen Stress mit meinem Bereichsleiter. Mein Vorgesetzter ist der Abteilungsleiter. Nach Krankschreibungen erfolgen Personalgespräche in denen ganz gezielt gefragt wird warum man krank war etc. Beim letzten Mal habe ich bei der Personalerin angerufen und den Grund meiner Krankmeldung nicht genannt. Darauf erfolgte am Tag danach ein Anruf meines Abteilungsleiters auf Anordnung von Oben, was ich denn hätte (war 3 Wochen krank geschrieben) wäre ja so überraschend und so lange. Ich habe diese Frage natürlich nicht wahrheitsgemäss beantwortet. Soviel zu der Vorgeschichte....
Mein Bereichsleiter sucht nur nach Möglichkeiten mir eines auszuwischen......

Nun habe ich die eigentliche Frage.
Ich werde in ca. 4 Wochen eine geplante Knie-OP haben die eine ca. 6-8wöchige Krankschreibung nach sich zieht. In wiefern bin ich verpflichtet dem Arbeitgeber den Grund der OP mitzuteilen? Ich weiß dass ich ihn informieren muss wenn ich von der Krankmeldung weiß, aber in wiefern muss ich ihm den Grund sagen bzw. was muss und was muss ich nicht sagen.

6. Juni 2009 | 21:13

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz müssen kranke Beschäftigte ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich dem Arbeitgeber melden.
In der ärztlichen Bescheinigung steht aber nicht, an was der Mitarbeiter erkrankt ist. Anzuzeigen sind also die Arbeitsunfähigkeit und die voraussichtliche Dauer.

Nicht anzuzeigen ist die Art der Erkrankung. Hiervon können jedoch nach Treu und Glauben Ausnahmen bestehen. Anzuzeigen ist die Art der Erkrankung, wenn sie ein unverzügliches Eingreifen des AG erfordert, etwa zum Schutz der übrigen Arbeitnehmer bei ansteckenden Erkrankungen. Der Arbeitnehmer ist weiter gehalten, eine Fortsetzungserkrankung mitzuteilen. Dasselbe gilt, wenn ein Dritter die Arbeitsunfähigkeit zu vertreten hat.

Ein krank geschriebener Arbeitnehmer muss seiner Firma also die Art der Erkrankung grundsätzlich nicht mitteilen (außer den genannten Ausnahmen). Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber dies mit der Begründung fordert, er wolle lediglich verlässliche Informationen über das voraussichtlich Ende der Krankheit erhalten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 7. Juni 2009 | 13:35

bei normalen spontanen Erkrankungen kenne ich das auch. Ist es bei geplanten Sachen unabhängig von der Mitteilungspflicht die man sofort ausführen muss dass man nur sagen darf "ich habe eine OP" und damit ist es ok. Klar den geplanten Zeitraum noch angeben. Das war es dann? Ich möchte den Grund nicht angeben auch wenn es nur am Knie ist. Bei uns gehen solche Infos durch die ganze Firma und ich will mich nicht immer rechtfertigen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 8. Juni 2009 | 09:24

Sehr geehrte Fragestellerin,

die genannten Grundsätze gelten sowohl bei spontanen Erkrankungen, als auch bei geplanten Operationen.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Kienhöfer
Rechtsanwalt

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