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gemeinsames Sorgerecht nach Trennung

12.11.2014 22:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte,
ich bin Mutter eines 2-jährigen Kindes und trage mich mit dem Gedanken, mich von meinem Partner -dem Vater- zu trennen, da unsere Partnerschaft nicht mehr funktioniert. Allein die finanzielle Abhängigkeit hält mich derweil davon ab, sowie die Tatsache, dass ein Neuanfang für mich mit einem Umzug verbunden sein müsste.
Vor der Geburt haben wir das gemeinsame Sorgerecht beantragt, jedoch lebte ich bis zum März diesen Jahres mit unserem Kind alleine. Der Vater übernachtete bei uns am Wochenende und 1x unter der Woche, wobei er meistens kommt/kam, wenn unser Kind schon schlief/schläft. Hinzu kamen längere Dienstreisen, während derer wir uns nicht sahen.Im März haben wir den Mietvertrag für eine gemeinsame Wohnung unterschrieben, mein Partner hat jedoch weiterhin seinen Hauptwohnsitz in seiner eigenen Wohnung (die gemeinsame hat er nicht einmal als Nebenwohnsitz angemeldet) und kommt weiterhin nur an den Wochenenden und eine Nacht unter der Woche, da seine eigene Wohnung näher an seinem Arbeitsplatz liegt und er es zu anstrengend findet, jeden Abend in unsere gemeinsame Wohnung zu kommen. - Bislang gehe ich noch nicht wieder arbeiten, da ich von meinem Partner -außer finanziell- im Alltag so gut wie keine Unterstützung erwarten kann und er unser Kind gegebenenfalls bis zu 10h täglich in der Kita lassen würde, wenn ich nicht da bin. Und mein Beruf bringt es mit sich, dass ich im Monat mehrere Tage am Stück nicht zu Hause wäre. Demnach bräuchte ich jedoch Personen, die unsere Kind in meiner Abwesenheit adäquat betreut. Zwar beteuert mein Partner, dies zu können, ich weiß jedoch, dass es darauf hinausläuft, dass unser Kind länger in der Kita bleiben müsste, als ihm gut täte. Leider kennt er es zu wenig, um dies richtig einzuschätzen. Ich wohne 600km von meinem Arbeitsplatz entfernt (ich fliege diese Strecke mehrfach monatlich), meine Eltern jedoch nur 200km (von hier aus könnte ich auch das Auto und den Zug nutzen). Zu ihnen würde ich mit meinem Kind gerne zurückziehen. Hier müsste ich keine Miete zahlen und die Versorgung vom Kind wäre in meiner Abwesenheit zu 100% gewährleistet. Zu meiner Mutter besteht eine sehr sehr innige Bindung von Seiten meines Kindes. Mein Partner geht darüber hinaus davon aus, dass dann meine Mutter angereist kommt- falls ich nicht da bin und er auf Dienstreise muss (längerfristig) oder arbeitstechnisch stark eingespannt ist.
Derweil zahlt mein Partner unsere Miete, meine laufenden Kosten, sowie 500€ Unterhalt von denen meine Tochter und ich leben. Sein normaler Alltag von der Existenz unseres Kindes unbeeinflusst. Sobald ich wieder arbeiten gehen kann, bräuchte er von meiner Seite -außer des gesetzlichen Unterhalts- keine Zahlungen mehr an mich zu leisten. Er könnte uns besuchen, wann immer er möchte, auch wenn die Entfernung zugegebenermaßen recht weit ist (600km). Ich würde ihm jedoch bei den Anflugskosten entgegenkommen, obwohl die finanziell kein Problem für ihn darstellen. Ich hätte den Vorteil zukünftig statt 600 km Anreise zu Arbeit, nur noch 200 km zu haben, was für mich natürlich ein Kosten- und vor allem Zeitvorteil wäre, da es mir natürlich am Herzen liegt, so viel Zeit wie möglich mit meinem Kind zu verbringen. Wie sehen Sie die Chancen, dass ich das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalte? Ich weiß, dass mein Partner sich keinesfalls mit einem Ortswechsel einverstanden erklären wird, zumal er noch eine sehr betreuungsintensive Mutter im Ausland hat. MfG
13.11.2014 | 00:21

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß Sie das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen bekommen.

Dafür spricht, daß Ihre Tochter erst 2 Jahre alt, also noch sehr klein, ist und sie bisher ganz überwiegend von Ihnen betreut worden ist (sog. Kontinuitätsgrundsatz, vgl. z. B. BGH, Beschluß vom 06.12.1989- IVb ZB 66/88).

Bei kleineren Kindern wird es darüber hinaus als dem Kindeswohl dienlicher angesehen, wenn sie von einem Elternteil persönlich betreut werden können als wenn sie in Fremdbetreuung gegeben werden müssen. Auch das spricht für die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf Sie.

Dafür spricht außerdem die starke Bindung Ihrer Tochter an Ihre Mutter, die ebenfalls zu berücksichtigen ist (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 29.01.1980 - 1 UF 250/79).

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2014 | 07:11

Lieber Herr Vasel,
danke für Ihre Antwort. Spielt die Distanz beim Umzug keine Rolle? Ist es dem Vater zuzumuten 600 km zu reisen, wenn er sein Kind sehen will? (Er hat die Möglichkeit zu fliegen.)
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.11.2014 | 16:32

Sehr geehrte Fragestellerin,

daß durch die größere Distanz dem Kindesvater die Ausübung des Sorgerechts erschwert wird, spielt grundsätzlich keine Rolle. Eine Rolle könnte es nur spielen, wenn Sie durch den Umzug den Kontakt zwischen Ihrer Tochter und ihrem Vater vereiteln wollten, oder wenn am neuen Wohnort das Kindeswohl gefährdet würde (vgl. BGH, Beschluß vom 28.04.2010 - XII ZB 81/09). Nach Ihrer Schilderung ist beides jedoch offenbar nicht der Fall.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

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