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gemeinsamer Hausbau - Anspruch auf Haus bei Scheidung

| 11.12.2018 19:03 |
Preis: 57,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Gemeinsam haben mein Mann und ich vor 2 Jahren ein Grundstück gekauft (Grundbucheintrag auf unser beider Namen), der Kreditvertrag für den Grundstückskauf sowie den vor kurzem begonnenen Hausbau läuft auch auf uns beide.
Ich bin Alleinverdienerin (eigenes Unternehmen), mein Mann ist "Hausmann" und ist bei mir als Geringverdiener angestellt. Wir leben in Zugewinngemeinschaft und haben beide kein Vermögen in die Ehe mitgebracht.
Von meiner Seite aus war es klar, daß sich mein Mann, wenn die Kinder alt genug sind, wieder einen "richtigen" Job sucht und sich am Abbezahlen der Immobilie beteiligt. Er hat mir jetzt eröffnet, daß er daran gar nicht denkt.
Er freut sich vielmehr auf den Ruhestand zuhause (er ist jetzt 47!!!)
Kann ich nachträglich irgendetwas tun, um seinen Anspruch auf das Haus, das ich ja voraussichtlich die nächsten 20 Jahre noch allein weiter abbezahle, im Falle einer Scheidung abzuwenden oder zu verringern?

Sehr geehrte Ratsuchende,


gegen den Willen Ihres Mannes werden Sie hinsichtlich der rechtlichen Situation des Hauses nichts ändern können; einseitig gibt es keine Möglichkeit.

Allenfalls eine Gütertrennung oder ein modifizierter Zugewinn kann daran etwas ändern, aber eben nur mit Einverständnis Ihres Mannes.


Aber Eheleute sind nach § 1360 BGB einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten.

Allerdings erfüllt in der Regel Ihr Ehemann seine Verpflichtung dann, wenn ihm die Führung des Haushaltes überlassen worden ist.

Ob neben der Haushaltsführung dann eine weitere Tätigkeit verlangt werden kann, oder es möglich ist, ihm die Haushaltsführung wieder zu entziehen, wird von den Gesamtumständen abhängen und im Einzelfall vom Familiengericht zu entscheiden sein.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 11.12.2018 | 20:18

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Wenn ich mich denn mit ihm auf eine Gütertrennung einigen könnte, würde dann das Haus nicht zu dem "gemeinsamen Gebrauchsvermögen", das bei Scheidung immer geteilt werden muß, zählen?
Oder ist es das erst dann, wenn das Haus gemeinsam bewohnt wird, d.h. solange es noch nicht fertig gestellt ist, wäre dann durch eine nachträgliche Gütertrennung (Einverständnis des Mannes vorausgesetzt) noch was zu machen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.12.2018 | 21:15

Sehr geehrte Ratsuchende,

grundsätzlich ist das zwar richtig, aber dafür ist eben die Gütertrennung mit entsprechender Absprache gedacht. Es kann (und sollte) also so ausgestaltet werden, dass die Verteilung dann auch den finanziellen und sonstigen Gegebenheiten entsprechend angepasst wird.

Damit kann dann das gemeinsame Gesamtvermögen anders verteilt und der Billigkeit entsprechend angepasst werden.


Das ist auch nachträglich möglich; ob das Haus noch nicht fertiggestellt oder doch schon bewohnt ist, spielt dabei keine Rolle.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 11.12.2018 | 21:18

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Stellungnahme vom Anwalt:
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