Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

gemeinsame Zufahrt - Verlegung von Leitungen


05.12.2015 16:42 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Kostentragung einer Miteigentümergemeinschaft für die gemeinschaftliche Verwaltung und für außergewöhnliche Maßnahmen. Herstellungsfrist eines gemeinsamen Weges.


Guten Tag,
folgender Fall:
Wir sind Eigentümer eines Grundstücks in 2. und 3. Reihe. Mit dem Nachbarn in erster Reihe, haben wir eine gemeinsame Zufahrt, welche von uns nun benutzt werden musste um Leitungen zu unseren Neubauten zu verlegen. Wir mussten für die Leitungsverlegung Pflastersteine beseitigen und die Zufahrt musste aufgerissen werden. Nach der Leitungsverlegung sieht die Zufahrt jetzt natürlich nicht mehr aus wie vorher. Wir möchten die Zufahrt nun gerne wieder herrichten und fragen uns, wer die Kosten dafür übernehmen muss. Müssen wir die Kosten alleine tragen, da wir die Zufahrt "kaputt" gemacht haben oder können wir von dem Nachbarn in erster Reihe gemäß seinem Anteil eine Beteiligung verlangen? Sind wir verpflichtet die Zufahrt in einem bestimmten Zeitraum wieder herzustellen? Wir sind momentan auf der Angebotssuche und diese zögert sich leider hinaus. Wir bekommen daher leider große Probleme mit dem Nachbarn, er hat uns eine Deadline gesetzt und sagt, wenn wir nicht innerhalb einer Woche die Zufahrt wieder herrichten, reicht er eine Klage ein. Ist so eine Drohung rechtens? Dem betreffenden Nachbarn gehören 1/6 Eigentum an der Zufahrt uns (2. + 3. Reihe) gehören die übrigen 5/6. Natürlich möchten wir die Straße schnellstmöglich wieder herstellen aber unser Hausbau ist noch im vollen Gange und wir sind ja bereits auf der Angebotssuche, haben uns aber noch für keines entschieden. Die Leitungen wurden Ende September bis Mitte November verlegt und der Nachbar in erster Reihe konnte so lange nicht auf sein Grundstück fahren.
Vielen Dank für eine Info.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Sie bilden mit den übrigen Miteigentümer an der Zufahrt eine Eigentümergemeinschaft. Danach sind anfallenden Unterhaltungskosten entsprechende der Anteile an der Miteigentumsgemeinschaft zu tragen, § 748 BGB.

2. Die Leitungsverlegung für ihr Haus fällt hierbei nicht unter die gemeinschaftliche Verwaltung nach § 744 BGB, sondern erfolgt ausschließlich in Ihrem Interesse und nicht für die Miteigentumsgemeinschaft.

3. Folglich sind die Kosten für die Baumaßnahme inklusive der Wiederherstellung von Ihnen zu tragen.

4. Die Androhung einer Klage ist sicherlich dann überzogen, wenn eine Wiederherstellung zeitnah erfolgt und der Miteigentümer des Hauses 1 micht mehr in der Bentzung des gemeinsamen Weges eingeschränkt ist. Im Zuge der Klage wäre dann sicherlich auch interessent mit welchem Klageantrag der Miteigentümer Sie zur Herstellung des Weges zwingen will.

Sollte, wenn auch provisorisch, eine Nutzung des gemeinsamen Weges möglich sein, besteht jedenfalls kein zeitlich Druck und Notwenigkeit den Weg umgehend wieder herzustellen. Vielmehr kann, wenn der Hausbau noch im Gange ist es sinnvoll sein, den gemeinsamen Weg erst am Ende der Baumaßnahmen abschließend herzurichten. Denn durch den zwischenzeitlichen Baustellenverkehr kann der gemeinsame Weg beeinträchtigt werden, so dass eine zwischenzeitliche Wegherstellung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist

Im Ergebnis sehe ich keine Anspruchsgrundlage, wenn der Nachbar den gemeinsamen, provisorischen Weg nutzen kann. Ist eine Nutzung noch immer nicht möglich, bestünde aber ein berechtigtes Interesse des Nachbarn an einer unverzüglichen Wiederherstellung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER