Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
503.740
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

geldwerter Vorteil im Arbeitsverhältnis

02.08.2018 17:19 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Guten Tag,

ich bin Team Manager im Einzelhandel. Damit habe ich die Befugnis, auch Personalverkäufe mit geldwertem Vorteil zu tätigen. Für jeden Mitarbeiter gibt es ein strenges Limit, was es einzuhalten gilt.


Nun gab es eine Mitarbeiterin, die dieses Limit mit einem weiteren Einkauf überzogen hätte. Deshalb bot ihr eine andere Mitarbeiterin an, von ihrem Limit Gebrauch zu machen.


Darauf verkaufte ich an die 2. Mitarbeiterin das Produkt Anfang Juli dieses Jahres.


Nun habe ich Bedenken, dass ich bei einem Betrug mitgemacht habe. Ist dem so? Denn das würde eine fristlose Kündigung bedeuten. Welche Fristen hätte hier der Arbeitgeber, um mit einer fristlosen Kündigung zu reagieren? Welche Konsequenzen hätte dies unter Umständen für die beiden Mitarbeiter?Und hilft es etwas, das offen der Geschäftsführung zu kommunizieren?


Ich danke für eine Antwort.


Mit freundlichen Grüßen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage , die ich Ihnen wie folgt beantworte:



Frage 1:
"Nun habe ich Bedenken, dass ich bei einem Betrug mitgemacht habe. Ist dem so?"


Das kommt darauf an wie der Arbeitgeber das Thema Personalrabatt konkret geregelt hat. Sie schreiben dazu selbst " Für jeden Mitarbeiter gibt es ein strenges Limit, was es einzuhalten gilt".

Dies haben Sie auch respektiert. Fraglich ist, ob das nicht ausgenutzte Limit auch auf Dritte übertragbar ist oder ob es streng mitarbeitergebunden ist.

Im ersten Fall hätten Sie nichts verkehrt gemacht. Im zweiten Fall hätten Sie gegen die Regelung des Arbeitgebers zur Nichtübertragbarkeit des Mitarbeiterlimits verstoßen, da Sie ja wussten, dass eine solche Übertragung stattfindet.

Eine strafbare Handlung sehe ich darin nicht unbedingt, einmal ganz abgesehen davon, dass Sie sich selbst auch keiner Straftat selbst bezichtigen müssten, wohl dann aber eine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten. Sie müssten dann mit einer Abmahnung rechnen.



Frage 2:
"Welche Fristen hätte hier der Arbeitgeber, um mit einer fristlosen Kündigung zu reagieren?"

Zwei Wochen ab Kenntniserlangung, § 626 II BGB.



Frage 3:
"Welche Konsequenzen hätte dies unter Umständen für die beiden Mitarbeiter?"


Diese würden mindestens eine Abmahnung zu erwarten haben. Eine Kündigung dürfte das Verhalten nicht herausfordern.




Frage 4:
"Und hilft es etwas, das offen der Geschäftsführung zu kommunizieren?"


Wenn die Nichtübertragbarkeit des Limits Ihnen bekannt war oder sein musste, dann schaden Sie sich mit einer Offenlegung wohl mehr als Sie sich dadurch nutzen würden, da Sie mindestens eine Abmahnung riskieren und dies wohl auch für die beiden Mitarbeiter die Konsequenz sein dürfte.

Ist das Ganze dagegen ungeregelt, kann es durchaus empfehlenswert sein nachzufragen wie in einem solchen Fall zukünftig zu verfahren sein soll.

Mit freundlichen Grüßen aus Dortmund

Raphael Fork
-Rechtsanwalt -

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65086 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Liebe Frau Prochnow, ich danke für Ihre Antwort. Präzise, verständlich, mit allem was ich wissen wollte. Einfach super! Viele Grüße ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle ausführliche Antwort! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine sehr ausführliche und überaus schnelle Rechtsberatung, trotz des geringen Budgets. Ich empfehle diesen Anwalt uneingeschränkt weiter und werde diesen bei weiterem Bedarf auch für meine Belange hinzuziehen. 5***** ...
FRAGESTELLER