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geldwäschegesetz


| 25.02.2007 20:13 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

hallo,
ich habe im internet eine anzeige aufgegeben, dass ich eine seriöse nebentätigkeit im homeoffice suche.
ich erhielt dann eine antwort von der firma www.quickly-transfer.
darin teilte man mir dass ich für diese firma tätig werden könnte. es ginge darum das menschen die im ausland in not geraten sind, durch unfall...oder eine größere summe geld benötigen für eine autoreperatur..sehr schnell eben an geld kommen müssten. mit einer banküberweisung würde dies tage dauern.mit western -union nur eine stunde. ich war erst sehr skeptisch..erhielt dann aber login-daten für diese seite. mich schrieb ein mark van barten an..der geschäftsführer...und diese sehr profissionell erstellte internetseite...der bereich "es ist alles legal" die lockende provission und eine portion naivität von mir...ließen es zu das ich diese überweisung (insgesamt 2 überweisungen) tätigte. ich sollte dann von der überweisung der westernunion den code per mail mitteilen, damit die person dann das geld sofort verfügen könnte. danach erhielt ich eine email das alles korrekt verlaufen wäre.
ich hatte dann aber ein mulmiges gefühl, weil die dame bei der postbank schon so komisch schaute wegen der hohen gebühren. wir fuhren dann in urlaub und als ich nach hause kam war mein konto gesperrt. man sagte mir das wäre nicht erlaubt, und es wäre geldwäsche. das geld das die firma quickly-tranfer auf mein konto überwiesen hatte...haben die von einer privatperson..die diese firma nicht kennt..und mit der abbuchung auch nicht einverstanden war.das wusste ich allerdings zu dem zeitpunkt nicht. ich erhielt dann eine vorladung bei der polizei. es hiess ich müsste keine aussage machen, aber ich habe eine gemacht und auch alles an unterlagen, auszüge...emails...logindaten..einfach alles was ich hatte dort abgegeben. mir war das nicht nur peinlich sondern ich möchte auch das dies aufgeklärt wird. ich habe nun bitte eine frage
a)gegen mich läuft nun eine anzeige. die polizei war sehr sehr nett und meinte, es könnte sein das das verfahren eingestellt wird, oder ich eine geldstrafe bekomme. wenn ich eine geldstrafe bekomme..bin ich dann vorbestraft?
b)der arme mann, dem zu unrecht das geld abgebucht wurde, möchte seine 5000,-euro (diese summe wurde überwiesen)selbstverständlich wieder haben. ich habe mich schon entschuldigt und ihm erzählt das ich keine kriminielle bin, sondern aufgrund unserer schwierigen finanziellen situation mir etwas dazuverdienen möchte. ich habe diese 5000,-euro nicht, aber ich habe ja schuld das diese weitergeleitet wurden. muss ich die 5000,-euro nun an den mann zahlen..oder die firma quickly-transfer. ?wäre es klug wenn ich die firma quickly-transfer anzeige..da diese mich "reingelegt hat?"

ich weiss 20,-euro sind nicht viel. aber ich muss wirklich jeden cent 3x umdrehen und wäre froh wenn ich vielleicht trotzdem vielleicht bitte eine auskunft bekommen könnte?

vielen dank
25.02.2007 | 20:27

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes und Ihres Einsatzes wie folgt.

Sie sind augenscheinlich Opfer eines sog. Pishing-Ringes geworden. Die von Ihnen geschilderte Vorgehensweise ist typisch für diese Form der Internetkriminalität.

In der Tat steht zu befürchten, dass Sie sich durch die Weiterleitung des Geldes, wahrscheinlich in Richtung Rumänien, Russland o.ä., entsprechende Urteile in ähnlich gelagerten Fällen sind bereits gefallen (so etwa LG Darmstadt, Az.: 360 Js 33848/05; AG Hamm).

Eine Verurteilung ist somit nicht auszuschließen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Sie im Falle einer Verurteilung einen Eintrag in Ihr Führungszeugnis besorgen müssen, da die Urteile in der Regel im Bereich einer Geldstrafe unter 90 TS anzusiedeln sind. Auch eine Einstellung gegen Geldauflage ist nicht auszuschließen. Optimalerweise lassen Sie sich durch einen Strafverteidiger beraten. Hierzu steht Ihnen auch meine Kanzlei gerne zur Verfügung.

Das, höchst wahrscheinlich, weitaus größere Problem ist auf der zivilrechtlichen Ebene zu finden. Tatsächlich hat der Geschädigte einen Erstattungsanspruch gegen Sie, so dass er die 5.000 EUR von Ihnen zurückfordern kann. Dies obwohl Sie von dem Geld selber nur marginal profitiert haben.

Es tut mir leid, Ihnen keine bessere Nachricht geben zu können und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne für Ergänzungen sowie ggf. für die weitere Interessenwahrnehmung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2007 | 20:33

eine nachfrage hätte ich bitte..
wäre es sinnvoll eine gegenazeige zu starten..gegen quickly transfer?
sollte ich von mir aus dem geschädigten eine ratenzahlung der 5000,-euro anbieten? wenn er sich darauf einlässt?

würde mich ihre kanzlei bitte vertreten?was würde so etwas kosten?

danke nochmals

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2007 | 20:39

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich kann Ihnen nur wenig Hoffnung machen, dass eine Anzeige gegen diese Firma Erfolg bringen wird. Erfahrungsgemäß sind die dort genannten Personen wenig real, die Firmensitze Briefkästen und die wahrhaft Handelnden sitzen, ich erwähnte es bereits, in Osteuropa. Nichtsdestotrotz bleibt es Ihnen natürlich unbenommen, ebenfalls Strafanzeige zu erstatten.

Bezüglich des weiteren Vorgehens und einer möglichen Vertretung möchte ich Sie bitten, mir Ihre Kontaktdaten, insbesondere Ihre Telefonnummer, an meine E-Mail-Adresse (ra.wandt@strafzettel.de) zuzusenden. Ich werde mich dann im Laufe des morgigen Tages bei Ihnen melden, um alles weitere zu besprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

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