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geld nicht weitergeleitet

| 20.07.2011 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Ich habe nebenbei ein Einzelunternehmen und vermittle Hotels im Ausland. Leider habe ich für drei Kunden die gelder nicht weitergeleitet, da ich verlust gemacht habe und andere Kosten damit gedeckt habe. Nun hat das Hotel nachträglich die Kunden auf Ihrer Kreditkarte belastet.
Was kann ich nun tun, da es mir nicht möglich ist die Beträge auf einmal zu zahlen und kann das Hotel im nach hinein die Kunden belasten, obwohl ich der Vetragspartner bin.
Bitte um Rat, da ich alles wieder gut machen will.

Sehr geehrter Fragensteller,

Anhand des geschilderten Sachverhalts kann ich Ihre Fragen im Rahmen einer Erstbratung wie folgt beantworten:

<< Was kann ich nun tun, da es mir nicht möglich ist die Beträge auf einmal zu zahlen und kann das Hotel im nach hinein die Kunden belasten, obwohl ich der Vetragspartner bin.>>

Zunächst einmal zu rechtlichen Einordnung der Vertragsbeziehungen:

Wenn Sie (wie Sie es selbst schreiben) lediglich im Ausland Hotels vermitteln, dann sind Sie weder als Reiseveranstalter i.S.d. § 651a BGB, noch als Vertragspartner im Verhältnis Hotelgast-Hotel anzusehen.

Als Vermittler kommt Ihnen (ähnlich einem Reisebüro) eher die Funktion eines Maklers zu.

Der Sachverhaltsschilderung und obigen Ausführungen folgend, wäre demnach das Hotel direkter Vertragspartner hinsichtlich der Beherbergung mit dem Hotelgast.
Sofern Sie im Verhältnis zum Hotel Abmachungen dergestalt vorgenommen haben, dass Sie das Geld für das Hotel in Empfang nehmen und dann an dieses abführen, dann betrifft diese Abmachung lediglich das Innenverhältnis zwischen Ihnen und dem Hotel (sog. Relativität der Schuldverhältnisses).

Wenn also das Hotel die Gäste in Anspruch nimmt, weil Sie das vorgestreckte Geld nicht weitergeleitet haben, dann ist dies nur konsequent.

Die Gäste werden dadurch doppelt belastet und werden Sie daraufhin auf Schadensersatz in Regress nehmen.

Da das Hotel nun im Verhältnis zu den Gästen befriedigt ist haben Sie von dieser Seite grds. (bis auf die vermutlich beendete Geschäftsbeziehung) zivilrechtlich nichts zu befürchten.

Neben den Regressforderungen der Hotelgäste haben Sie sich aber u.U. auch strafrechtlich für Ihre Handlungen zu verantworten. Im Raum steht insoweit der Tatbestand der Untreue ( § 266 StGB) und des Betrugs ( § 263 StGB).

Ich kann Ihnen nur raten, mit den betroffenen Gästen eine gütliche Einigung zu finden (Entschuldigung und Ratenzahlung) und im Übrigen zu hoffen, dass die Staatsanwaltschaft nicht auf Sie aufmerksam wird.

Ich hoffe ich konnte Ihre Frage damit beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Weiss
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 20.07.2011 | 17:11

Sollte der Staatsanwalt doch was mitbekommen, mit was muss ich rechnen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2011 | 17:39

<<Sollte der Staatsanwalt doch was mitbekommen, mit was muss ich rechnen.>>

Pauschal lässt sich dies leider nicht sagen, weil das konkrete Strafmaß von vielen Faktoren abhängt, welche in ihrer Gesamtschau die für die Strafzumessung erforderliche Schwere der Tat und Schuld (vgl. § 46 Abs. 1 StGB) bestimmen.

In Ihrem Fall sind dabei u.a. von großer Bedeutung: entstandener Schaden (fällt weg, wenn sie zurückzahlen), etwaige Vorstrafen, konkrete Ausgestaltung Ihrer Vermögensbetreuungspflicht bzgl. des Geldes und nicht zuletzt auch die Anzahl der betroffenen Gäste.

Sofern hier keine Summen im 4-5-stelligen Bereich eine Rolle spielen und Sie im übrigen nicht vorbestraft sind, dürften Sie aber selbst im schlimmsten Fall nicht mit einer Haftstrafe zu rechnen haben, welche nicht zur Bewährung ausgesetzt wird.

Eine gute Voraussetzung, welche sich auf das Strafmaß auswirken wird bringen Sie jedenfalls schon mit: Sie bereuen Ihre Tat....

Bewertung des Fragestellers 20.07.2011 | 17:29

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