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gekaufte Diplomarbeit


09.03.2007 03:22 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von



Hallo,

ich bitte um schnellstmögliche Beantwortung!!!

ein Freund von mir hat vor ca. 2 Jahren seine Diplomarbeit von einer Agentur schreiben lassen, er hat dafür 2000 Euro bezahlt und nur eine 3 dafür bekommen.

Die Agentur meldete sich nun nach 2 Jahren bei meinem Bekannten und meinte, dass die Agentur angezeigt wurde und Untersuchungen gegen sie liefe. Alle Unterlagen würden untersucht werden und sogar beim Finanzamt würden die Vertragsunterlagen bestimmt in kürze beschlagnahmt werden.
Da seine Vertragsunterlagen die genaue Auftragsbeschreibung und seine Unterschrift beinhalten, wäre das für ihn sehr problematisch, sein Diplom könnte man ihm aberkennen.
Die Agentur schlägt folgendes vor: sie werden einen Helfer (Spitzel) beauftragen, der beim Finanzamt arbeitet und für die Daten verantwortlich ist. Er würde die Vertragsunterlagen vernichten und durch neue Verträge mit legalen Auftragsbeschreibungen ersetzen. Da der Spitzel ein großes Risiko eingeht, verlangt er 1200 Euro pro Person, davon werden 300 Euro von der Agentur übernommen.

Nun frage ich Sie: Geht es hier mit rechten Dingen vor oder kommt es nur mir als ein Trickbetrug vor?
Besitzt das Finanzamt Verträge mit genauen Auftragbeschreibungen und Unterschriften?
Können diese Verträge dem Kläger übermittelt werden?
Kann tatsächlich jemand diese Verträge löschen und durch neue ersetzen?
Könnte mein Bekannter nicht darauf plädieren, dass der Auftrag zwar erteilt wurde, die Leistung jedoch nicht erbracht worden ist seitens der Agentur oder dass er die Arbeit nicht abgegeben hat, weil sie ihm nicht gefiel, sondern seine eigene abgegeben hat? Inwieweit kann man ihn damit belangen?
Was für eine Strafe würde ihn im schlimmsten Fall erwarten?
Kann man am Landesgericht oder ähnliches nicht herausfinden ob eine Klage gegen die Agentur überhaupt existiert?

Mir kommt das alles sehr komisch vor! Er weiß auch nicht was er nun machen soll, ob er nun das Geld einfach überweisen soll, damit er seine Ruhe hat, oder abwarten soll! Was meinen Sie?

Vielen herzlichen Dank.
Eingrenzung vom Fragesteller
09.03.2007 | 13:43
09.03.2007 | 18:49

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre konkrete Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Wenn Ihr Bekannter das Geld überweist, macht er sich der Teilnahme an einer Beamtenbestechung schuldig, dies ist eine Straftat. Daher muss ich ihm entschieden davon abraten.

Er kann natürlich behaupten, dass er zwar eine Diplom-Arbeit in Auftrag gag, aber eine eigene abgab. Dann wäre es an der Staatsanwaltschaft bzw. der Universität, zu beweisen, dass er eine Fremderstellte abgab. Hierbei kommt es sehr stark auf die Unterlagen an, die den Behörden vorliegen. Wenn nur das Finanzamt im Rahmen einer Betriebsprüfung die Unterlagen gefunden hat, ist eine Weitergabe an die Uni oder Staatsanwaltschaft wegen dem Steuergeheimnis weitgehend untersagt.
Wenn die Unterlagen bei der Staatsanwaltschaft liegen, ist eine Weitergabe der Unterlagen an die Uni Wahrscheinlich.

In beiden Fällen kann es nur dann wirklich brisant werden, wenn der Behörde die Auftragsarbeit vorliegt, da nur dann ein Vergleich möglich ist.

Vielleicht könnten Sie mir (gerne auch als Privatmail) die handelnde Behörde und die betroffene Agentur nennen?

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 09.03.2007 | 21:59

"Er kann natürlich behaupten, dass er zwar eine Diplom-Arbeit in Auftrag gag, aber eine eigene abgab. Dann wäre es an der Staatsanwaltschaft bzw. der Universität, zu beweisen, dass er eine Fremderstellte abgab. Hierbei kommt es sehr stark auf die Unterlagen an, die den Behörden vorliegen."

> Die Agentur meint, dass es durch die IP-Adresse nachvollziehbar sei, was für Unterlagen per Email zugesendet wurden. Dabei muss ich anfügen, dass die Unterlagen von dem Bearbeiter/Verfasser seiner privat Email-Adresse aus zugesendet wurden und nicht direkt von der Agentur.

"Wenn nur das Finanzamt im Rahmen einer Betriebsprüfung die Unterlagen gefunden hat, ist eine Weitergabe an die Uni oder Staatsanwaltschaft wegen dem Steuergeheimnis weitgehend untersagt."

> Das Finanzamt hat die Unterlagen nicht gefunden, sondern, die Agentur meint, dass der Kläger sich die Unterlagen beim Finanzamt einholen könnte, da es sich um eine Straftat handelt. Aber die Straftat ist doch gar nicht beweisen... Anscheinend geht das auch bei einem Verdacht.

"Wenn Ihr Bekannter das Geld überweist, macht er sich der Teilnahme an einer Beamtenbestechung schuldig, dies ist eine Straftat."

> Mein Bekannter ist sich nicht einmal sicher ob das Geld überhaupt dafür verwendet wird oder in die eigene Tasche der Agentur fließt, da ihm das alles ziemlich spanisch vorkommt.

Was halten Sie nun von dem allen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.03.2007 | 14:17

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Angelegenheit kommt mir ebenfalls sehr "spanisch" vor.

Wenn die Staatsanwaltschaft bereits die Unterlagen hat oder die Agentur durchsucht hat, sollte Ihr Bekannter sich sofort einen örtlichen Strafverteidiger suchen.

Auch könnte Ihr Bekannter mal versuchen, von der Agentur Beweise anzufordern (Kopie des Durchsuchungsbescheides etc.).

Es kommt auch weniger darauf an, was er erhalten hat, sondern mehr darauf, was Ihr Bekannter eingereicht hat. Wenn die Staatsanwaltschaft und die Uni beweisen können, dass beides identisch ist, wird es eng.

Das Geld sollte Ihr Bekannter auf keinen Fall überweisen, bei Beamtenbestechung reagiert die Staatsanwaltschaft sehr spaßbefreit.

Die Mails der Agentur wegen der Geldüberweisung sollte Ihr Bekannter aufbewahren (samt Header etc.). Vielleicht kann der Strafverteidiger die noch nützlich finden.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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