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geforderte Zahlung für doppelt gelieferte Bestellung


05.02.2018 20:36 |
Preis: 25,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Zahlungspflicht bei nicht bestellter Zweitlieferung, Doppellieferung im Internet.


Anfang November bestellte ich online unter www.meinenamenskette.com eine Kette für meine Schwiegertochter zur Geburt meines Enkels Linus. Als Zahlart wählte ich Paypal aus und ich wartete geduldig auf die Lieferung. Im Dezember erhielt ich dann eine Meldung dann meine Bestellung unterwegs sei und wohl am 08.01.2018 ankommen würde. Aufgeführt wurde eine Bestellnummer sowie eine RRechnung beigefügt. Da ich jedoch schon per Paypal bezahlt hatte interessierte mich das nicht weiter. 2 Tage später erhielt ich noch einmal eine solche Mail. Der voraussichtliche Liefertermin lag noch 2 Tage später. Ich war etwas erärgert aber es war ja egal weil ich keinen Termindruck hatte. Titel der Nachricht war jedoch wieder: Ihre Bestellung ist unterwegs. Was ich nicht gesehen habe, war,dass es jetzt eine andere Bestellnummer war und es dafür eine neue Rechnung gab.
Tatsächlich erhielt ich wirklich 2x denselben Artikel den ich aber nur 1x bestellt hatte!. Meine Nachricht an den Kundendienst ergab nur die Antwort, dass ich sehr wohl den Artikel zurücksschicken könnte, aber 30% von mir zu zahlen seien da ich meiner "erneuten Bestellung" nicht wiedersprochen habe. Aber ich habe den Artikel nur 1x bestellt! Ich versuchte, dies klar zu stellen, was aber nur mit einer erneuten Flut an Sonderangeboten beantwortet wurde. Ich schilderte mein Anliegen noch einmal und dass ich es ggf. anwaltlich prüfen lassen wollte unf beantragte dass die Fälligkeit bis zur Klärung ausgesetzt würde. Seitdem erhalte ich weiterhin nur Werbung und heute eine Mahnung der Klarna-Bank mit Verzurgszinsen. Meinenamenskette versichert ein 100tägiges Rückgaberecht, aber man muss eben die 30% zzgl. Rüksendekosten tragen. Warum erhalte ich eine Mahnung? Muss meinenamenskette.com nicht mehr mit mir kommunizieren? Die digitale Rechnung erhielt keine Firmensanschrift, kein Zahlungsziel und keine Bankverbindung. Ist dies eine rechtswirksame Rechnung???? Der Lieferung (und zwar keiner der Beiden) lag eine Rechnung bei! Was soll ich tun? unfreie Rücksendung nehmen sie nicht entgegen. Meine einmalige Bestellung wurde nachweislich per paypal bezahlt. Muss ich die doppelte Lieferung einschl. Mahnkosten tatsächlich bezahlen obwohl ich nicht 2x bestellt habe? Wie soll ich mich verhalten?
Danke für Ihre Unterstützung
Petra Wend
05.02.2018 | 21:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundlage für Forderungen gegen Sie kann nur ein Kaufvertrag sein.
Nach ihrer Schilderung haben Sie einen (!) Kaufvertrag über eine Namenskette abgeschlossen. Also müssen Sie den Kaufpreis dafür bezahlen und mehr nicht.
Insbesondere kommt ein weiterer Kaufvertrag, der allein Grundlage für weitere Ansprüche gegen Sie sein könnte, nicht dadurch zustande, dass man Ihnen weitere Ware übersendet.
Auch sind Sie nicht verpflichtet, der Bestätigung einer vermeintlichen Bestellung, die tatsächlich nicht erfolgt ist, oder der Übersendung nicht bestellter Ware zu "widersprechen", damit kein Kaufvertrag zustande kommt: Schweigen ist nach deutschem Recht (jedenfalls bei Verbrauchergeschäften) keine Willenserklärung.
Im Grunde genommen sindSie nicht einmal verpflichtet, unbestellte Ware zurückzuschicken. Es reicht aus, wenn Sie die Ware aufbewahren.
Sie sollte sich aber trotzdem um die Angelegenheit kümmern: Da nach ihren Angaben der Zahlungsdienstleister Klarna in die Angelegenheit verwickelt ist, der seinerseits nicht prüft, ob seiner Beauftragung ein wirksamer Vertrag zu Grunde liegt, riskieren Sie bei Passivität eine zumindestens vorübergehende Beeinträchtigung ihrer Bonität.
Setzen Sie sich also unbedingt in nachweisbarer Weise mit Klarna in Verbindung und weisen Sie darauf hin, dass Sie nichts bezahlen werden, dass Sie die berechnete Ware nicht bestellt haben.
Insbesondere müssen Sie auch sofort reagieren, falls Sie irgendwelche Schreiben von Inkassounternehmen oder dergleichen bekommen.
Es ist im Übrigen Sache des Unternehmens, zu beweisen, dass Sie tatsächlich einen zweiten Kaufvertrag abgeschlossen haben. Daher stellt sich rechtlich auch nicht die Frage von „Rücktrittsrecht", da dieses natürlich nur dann relevant ist, wenn zunächst ein Kaufvertrag geschlossen wurde.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Kinder

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