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gefälschtes Smartphone von einem ebay Händler gekauft

| 07.07.2014 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


08:19

Sehr geehrte Anwälte,

ich habe über ebay bei einem Händler ein Smatphone gekauft (Neuware).
Dieser Händler hatte 100% gute Bewertungen , war schon seit fast 10 Jahren bei ebay registriert, und hatte auch ein Ladengeschäft welches bei Google maps unter der richtigen Adresse zu finden war.

All das habe ich vorher geprüft da ich bei fast 500 Euro schon vorsichtig bin.

Also gekauft per paypal bezahlt und nach kurzer Zeit kam es incl. Rechnung bei mir an. Ich habe es Ausgepackt und als erstes die IMEI Nummer auf dem Handy mit der auf der Rechnung überprüft, die hat gestimmt.

Handy war wirklich neu obwohl die Packung bereits geöffnet war. Da das Gerät aber noch alle Folien drauf hatte und in Ordnung zu sein schien habe ich darüber hinweg gesehen.

Ich konnte ausser dem etwas schlechterem Ton über Kopfhörer als bei meinem alten Smartphone nichts feststellen was irgendwie verdächtig war.

Nach 24 Wochen trat ein Defekt auf und ich schickte es eigenmächtig zum Hersteller.
Der schickte mir das Gerät unrepariert zurück mit dem schriftlichen Hinweiß die Garantie wird abgelehnt da es sich um eine "nicht Originale Ausführung" handelt.

Das hat mich wirklich aus den Latschen gehauen, paypal und ebay sind nach der Zeit fein raus hab alles versucht.
Der Hersteller bat mich nach telefonischer Rücksprache den Verkäufer Anzuzeigen.
Dennoch bat ich vorher den Händler, per ebay Mitteilung mir mein Geld zurück zu zahlen.
Er wollte dass ich die Ware samt Rechnung zurück schicken soll dann könne er das prüfen ob das eine Fälschung sei.
Nach reiflicher überlegung bin ich dann lieber zu Polizei und habe eine Anzeige gemacht.

Aufgrund meiner Anzeige läuft ein Verfahren wegen Betrug und wegen dem Verstoß gg. das Markengesetz und wird der Staatsanwaltschaft vorgelegt.

Mehr konnte ich nach jetzt mittlerweile 5 Monaten nach der Anzeige nicht erfahren und deswegen habe ich den Verkäufer per Einschreiben dazu aufgefordert innerhalb einer Frist das Geld zurück zu erstatten, da ich wegen nichterfüllung vom Kaufvertrag zurücktrete.

Nach dem jetzt längst verstrichenem Termin ist nichts gekommen kein Geld keine Antwort.

Der Verkäufer verkauft übrigends jetzt wieder bei ebay und sein Ladengeschäft ist telefonisch durchaus erreichbar.
Es schien er war eine zeit lang gesperrt denn ich habe ab und zu reingeschaut und er hatte längere Zeit gar nichts drin und jetzt wieder die volle Palette.

Und nun möchte ich hier einen Anwalt beauftragen der versucht für mich versucht das Geld zurück zu holen.
Sehr wichtig für mich ist mir dass die Anwaltskosten dem Verkäufer in Rechnung gestellt werden.

Meine Fragen:

-Wie stehen meine Chancen dass ich mein Geld bekomme oder kann sich der Verkäufer irgendwie aus der Affäre ziehen?
-Können die Anwaltskosten dem Verkäufer in Rechnung gestellt werden und eventuell diese Kosten hier auch?

-Was könnte ich evtl vorher noch machen ohne Anwalt?


M.f.G. ein sehr verärgerter ebay Kunde


07.07.2014 | 21:33

Antwort

von


(2992)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
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Web: http://www.anwalt-prime.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie es rechtlich sauber haben wollen, müssten Sie dem Verkäufer eine erneute Frist von zehn Tagen zur Nachlieferung eines gleichen Handys setzen.
In diesem Schreiben können Sie bereits den Rücktritt erklären und ihn mit einer weiteren Frist auffordern, Ihnen die Kaufpreissumme zu erstatten.

Falls diese Fristen abgelaufen sind, können Sie einen Rechtsanwalt beauftragen, der die Summe einklagen kann. Die Kosten dafür muss ebenfalls der Verkäufer erstatten.

Abhängig von der Strafanzeige kommt es darauf an, ob der Verkäufer hier bewusst handelte.

Falls ja, kann er sich weder in Insolvenz retten, noch kann er sich auf die aktuelle Pfändungsgrenze berufen, da der Anspruch aus einer unerlaubten Handlung privilegiert ist.

Es sollte daher vorher auf jeden Fall Akteneinsicht beantragt werden.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung,
da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 07.07.2014 | 22:03

Zu meinen Fragen und Ihrer Antwort noch ein paar Fragen ich habe die Antwort ganz schlecht verstanden.

-Was wenn der Verkäufer nachweisen kann dass er das Smartphone von einem anderen Kunden angekauft hat ( das macht er laut seiner Homepage) und von der Fälschung nichts bemerkt hat, bleibe ich dann auf den Anwaltskosten sitzen?

Ihre Antwort ist etwas verwirrend. Muss ich zuerst ein Ersatzgerät verlangen und eine frist von 10 Tagen setzen ( sind das dann nur Werktage)
(Ich habe ja bereits in einem Einschreiben die Rückerstattung d. Kaufsumme mit Frist und Rücktritt eingefordert - das habe ich doch oben in meine Frage reingeschrieben - oder ist das rechtlich unwirksam?)
und soll ich dann im gleichen Schreiben wie sie empfehlen auffordern nochmal die Kaufpreissumme rückzuerstatten mit einer zusätzlichen Frist. ( der lacht sich ja tot)Wenn ja wird die 2 Frist für die Rückerstattung dann Angehängt also ZB: 10 Tage + 10 Tage = 20 Tage

Das mit dem Ersatzgerät wäre ärgerlich da ich mir ja längst ein neues besorgt habe und momentan keines brauche.
Und der "Wert" ist nach fast einem jahr nur noch knapp 2 drittel von dem damals neu auf dem Markt gekommenen Gerät. ( bei ebay deutlich weniger)
Muss man das Ersatzgerät akzeptieren oder kann ich auf Geldrückzahlung bestehen? Wenn ja formuliere ich dass genau?

Sind die Kosten für Das Portal hier auch dem Händler anzulasten? ( habe ich in meiner ersten Frage schon gefragt)
Es ist nämlich wenig Spielraum vorhanden, dass Gerät neu für unter 300 euro zu bekommen ist.

Wo und wie kann ich Akteneinsicht verlangen?


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.07.2014 | 08:19

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Nachfragen:

-Was wenn der Verkäufer nachweisen kann dass er das Smartphone von einem anderen Kunden angekauft hat ( das macht er laut seiner Homepage) und von der Fälschung nichts bemerkt hat, bleibe ich dann auf den Anwaltskosten sitzen?

Dann muss er dennoch Nacherfüllung leisten, Ihnen also ein Ersatzgerät beschaffen, da dies unabhängig von Kenntnis und Verschulden geleistet werden muss.

Die Anwaltskosten muss er ebenfalls tragen, wenn die Fristen abgelaufen sind.


Muss ich zuerst ein Ersatzgerät verlangen und eine frist von 10 Tagen setzen ( sind das dann nur Werktage)
(Ich habe ja bereits in einem Einschreiben die Rückerstattung d. Kaufsumme mit Frist und Rücktritt eingefordert - das habe ich doch oben in meine Frage reingeschrieben - oder ist das rechtlich unwirksam?)
und soll ich dann im gleichen Schreiben wie sie empfehlen auffordern nochmal die Kaufpreissumme rückzuerstatten mit einer zusätzlichen Frist. ( der lacht sich ja tot)Wenn ja wird die 2 Frist für die Rückerstattung dann Angehängt also ZB: 10 Tage + 10 Tage = 20 Tage

Es gilt der Vorrang der Nacherfüllung. Das bedeutet, dass Sie immer erst ein Ersatzgerät fordern müssen, bevor Sie vom Kaufvertrag zurücktreten können.

Ich ging davon aus, dass Sie gleich den Rücktritt erklärten und Ihr Geld forderten.
Dies ist rechtlich nicht möglich, daher die nochmalige Frist zur Nachlieferung eines Ersatzgerätes innerhalb von zehn Tagen und sodann bei fruchtlosem Fristablauf (im gleichen Schreiben) die Rücktrittserklärung samt Rückerstattungsforderung der Kaufpreissumme innerhalb von weiteren zehn Tagen (10 + 10).

Der Händler würde sich am Ende eher "totlachen", wenn Sie eine Rückzahlungsklage anstrengen, die allerdings unbegründet ist, weil Sie nicht erneut aufgefordert haben. Deswegen sollte man dies lieber rechtlich korrekt angehen, als nachher nachbessern zu müssen oder gar den Prozess zu verlieren. Eine gute Vorbereitung ist unabdingbar bei gerichtlichen Klagen.

Wie bereits schon erwähnt, müssen Sie zunächst ein Ersatzgerät verlangen, ehe sie vom Kaufvertrag zurücktreten können (§ vgl. § 439 BGB: Nacherfüllung , § 440 BGB: Besondere Bestimmungen für Rücktritt und Schadensersatz ).

Die Kosten dieser Fragestellung sind dem Händler nicht anzulasten, da die Gegenseite nur die Regelanwaltsgebühren nach dem RVG erstatten muss, bei einem solchen Streitwert sind dies außergerichtlich
€ 83,54.

Die Akteneinsicht können Sie bei der Polizei oder auch bei der Staatsanwaltschaft schriftlich verlangen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.07.2014 | 09:41

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