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gefälschtes Semesterticket


06.05.2007 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich, 30 Jahre alt, bin vor Kurzem mit einem gefälschten Semesterticket in der S-Bahn erwischt worden. Der Kontrolleur konnte auch einen Blick auf meinen Personalausweis werfen und hat anschließend das Semesterticket einbehalten. Ich bin aus Panik an der nächsten Station ausgestiegen und schnell verschwunden.

Ich hatte den abgelaufenen Studentenausweis von meinem Mitbewohner und Partner eingescannt und entsprechend auf meinen Namen und Geburtstag abgeändert. Die Immatrikulatunsnummer meines Freundes blieb allerdings unverändert.
Nun kam gestern ein schriftliche Aufforderung an meinen Freund, bei der Bundespolizei als Zeuge bei der Ermittlung wegen Urkundenfälschung (Betrug) „gegen Unbekannt“ auszusagen.

Ich befürchte, die Polizei hat sich beim Einwohnermeldeamt erkundigt und weiß, dass sowohl die Person, die zur Imarikulationsnummer gehört, als auch die Person, die namentlich auf dem Semsterticket steht, unter der selben Adresse wohnen.

- Wäre es nun meinerseits sinnvoll zur Polizei zu gehen und den Sachverhalt zuzugeben?

- Sollte mein Freund zur genannten Vorladung erscheinen bzw. kann und sollte er die Aussage verweigern?

- Ich arbeite im öffentlichen Dienst und befürchte negative Konseqenzen, z.B. die Mitteilung an den Arbeitgeber.

- Wie hoch könnte die Strafe ausfallen, nachdem ich noch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen bin?

- Mit welchen weiteren Folgen muss ich rechnen?

Mit freundlichem Gruß

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Gemäß § 267 StGB könnte sich Ihr Freund einer Beihilfe zur Urkundenfälschung strafbar gemacht haben und dies dann, wenn er Ihnen den Ausweis zur Fälschung überlassen hat.

Bei Ihnen liegt der Tatbestand der Urkundenfälschung vor.

Zu einer polizeilichen Vernehmung muss man weder als Zeuge noch als Beschuldigter erscheinen.

Urkundenfälschung wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

Wenn Sie noch nicht vorbestraft sind, keine sonstigen Eintragungen im Führungszeugnis vorliegen, dann wird dort nur eine Strafe von mehr als drei Monaten oder 90 Tagessätzen eingetragen sein.

Nach Mistra Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen wird bei Beamten der Dienstherr von der Staatsanwaltschaft über ein laufendes Verfahren im Falle der Erhebung der öffentlichen Klage unterreichtet.

Somit ist anzuraten, die tat zuzugeben und auf eine Einstellung des Verfahren hinzuarbeiten.

Gerne stehe ich Ihnen dafür zur Verfügung.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.

Nachfrage vom Fragesteller 16.05.2007 | 17:26

Sollte ich abwarten bis ich selbst von der Polizei angeschrieben werde oder besser den ersten Schritt tun?

Für ein "Kostenabschätzung/Kostenvoranschlag" für Rechtsvertretung durch ihre Kanzlei wäre ich sehr dankbar.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.05.2007 | 19:04

Gerne beantworte ich Ihre Frage. Zunächst sollten Sie abwarten, ob Sie von der Polizei angeschrieben werden. Doch auch dann ist es nur bedingt empfehlenswert sich dort einzulassen.

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