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gefälschtes Rezept bei Apotheke eingereicht

14.06.2012 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt:

ich habe vom Amtsgericht einen Strafbefehl erhalten über eine Geldstrafe von 1.200 € aufgeteilt in; Tagessätze 40 €, Tagessatz 30 €.

Ich habe bei einer Apotheke ein gefälschtes Rezept für das Medikament "Diazepam 25ml" eingereicht. Die Apothekerin traute mir nicht und rief bei dem Arzt an auf den das Rezept ausgestellt war. Alles Fälschung. Ich habe die Apotheke rasch verlassen. Die Polizei konnte mich trotzdem ermitteln. Leider war dies schon der zweite Vorfall bei mir. Beim ersten Vorfall wurde das Verfahren eingestellt und der Polizist sagte mir, da ich so kooperativ war wird der Eintrag nach 1 Jahr gelöscht. Dies war wohl eine falsche Auskunft. Zwischen dem einreichen der beiden gefälschten Rezepte liegen fast 2 Jahre. Ich habe das Rezept auf nur deshalb ausgestellt das es mir körperlich sehr schlecht ging und ich dieses Medikament kenne, weil es mir mein früherer Hausarzt dieses Medikament des öfteren verordnet hatte (Eigenbedarf).
Ich habe somit niemanden geschadet, und das Rezept auch nicht eingelöst.
Ich war gegenüber der Polizei sehr kooperativ, d.h. ich habe alles zugegeben. Als ich bei der Polizei war zur Vernehmung, gaben die Polizisten an, dass Sie meinen PC beschlagnahmen wollen und und ihn durchsuchen. Ich willigte ein und sagte, das muss nicht sein. Wir fuhren zu mir nach Hause wo sich mein PC befand. Ich zeigte Ihnen den Ordner wo ich das Rezept (mehrere jedoch nicht eingelöst) abgelegt war. Vor Augen der Polizei habe ich den gesamten Ordner gelöscht sowie den Papierkorb. Folglich sind alle Dokumente von meinem PC gelöscht.

Ich würde den Strafbefehl anerkennen, wenn die Höhe der Strafstrafe angepasst worden würde.
Einfach nieder, denn 1.200 € ist eine Menge Geld.
Netto monatlich 1.800 €.
Ich möchte diesbezüglich Einspruch einlegen nur über die Höhe der Geldstrafe.
Bitte senden Sie mir Ihre Meinung dazu. Ist die Höhe der Geldstrafe angepasst nach dem Gesetz ?
Soll ich in meinem Einspruch eine Höhe der Geldstrafe nennen.

Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bitte beachten Sie vorab, dass meine nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können.

Grundsätzlich können Sie gegen den Strafbefehl innerhalb der Einspruchsfrist von 14 Tagen nach Zustellung Einspruch einlegen. Der Einspruch kann dabei auf die Höhe der Tagessätze beschränkt werden.

Eine Begründung des Einspruchs ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, ist aber natürlich ratsam, damit das Gericht weiß, warum Sie sich gegen den Strafbefehl wehren und die Tagessätze Ihrer Ansicht nach zu hoch festgesetzt sind.

Meines Erachtens wird aber der Einspruch gegen die Höhe der Tagessätze keinen Erfolg haben, denn bei einem Verdienst von 1.800 EUR netto ist ein Tagessatz von 40 EUR schon sehr entgegenkommend berechnet.

Sie können natürlich den Einspruch nicht beschränken und auf den gesamten Strafbefehl erstrecken. In diesem Fall müssen Sie aber damit rechnen, dass nach der dann folgenden gerichtlichen Verhandlung ein noch höheres Strafmaß herauskommt, wenn Sie wegen der Tat verurteilt werden.

Nach Ihrer Schilderung ist mit einem Freispruch kaum zu rechnen, zudem sind Sie bereits einschlägig in Erscheinung getreten. Weshalb Sie das Rezept gefälscht haben, ändert an der Strafbarkeit Ihres Verhaltens überhaupt nichts - die Urkundenfälschung ist im Übrigen auch vollendet, da Sie das gefälsche Rezept vorgelegt haben.

Vorbehaltlich einer konkreten Prüfung nach Akteneinsicht rate ich Ihnen daher im Ergebnis davon ab, Einspruch einzulegen, da eine Verringerung der Strafe nicht zu erwarten sein wird und der Einspruch zu höheren Kosten führen wird, die ebenfalls zu Ihren Lasten gehen werden.

Wenn Sie eine weitergehende Beratung aufgrund der Aktenlage wünschen, empfehle ich Ihnen, einen Strafverteidiger vor Ort zu konsultieren - dieser kennt ggf. auch den sachbearbeitenden Staatsanwalt und kann Ihnen sagen, ob es sich ggf. lohnt, mit diesem zu reden.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen stehe ich gerne zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt


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