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gefälschter Schülerausweis


26.12.2007 20:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Bei einer Polizeikontrolle an einem Nachmittag in unserem Wohnort gab mein fünfzehnjähriger Sohn zu, dass in seinem mitgeführten Schülerausweis das falsche Geburtsjahr angegeben sei. Dies war Anlass meinen Sohn in eine ca.50 km entfernte Polizeistation mitzunehmen, ihn dort zu vernehmen, den Sachverhalt zu protokollieren und mich danach zu informieren, meinen Sohn dort abzuholen!
Mein Sohn hat zugegeben, bei der Ausstellung des Schülerausweises im Sekretariat seiner Schule eine falsche Angabe gemacht zuhaben. Worauf ihm ein Schülerausweis ausgehändigt wurde, der ihn zwei Jahre älter macht.
Nach einiger Zeit erhielt mein Sohn einen Brief vom Amtsgericht, in dem er zu 15 Stunden gemeinnütziger Arbeit bestraft wird.
Hierauf habe ich als Erziehungsberechtigter spontan Einspruch eingelegt.
Jetzt sind wir zur Verhandlung geladen, in der mein Sohn beschuldigt wird, bewirkt zu haben, dass Tatsachen, welche für Rechte oder Rechtsverhältnisse von Erheblichkeit sind, in öffentlichen Urkunden als abgegeben oder geschehen beurkundet oder gespeichert werden, während sie überhaupt nicht oder in anderer Weise geschehen sind - strafbar als - mittelbare Falschbeurkundung gem. §271 Abs. 1 StGB §§1,3 JGG.
Zu meiner Frage:
1. welche Ansätze zur Strafminderung/Freispruch bleiben mir - bitte um Empfehlungen
Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:

Da Ihr Sohn die Tat eingestanden hat, dürfte der Sachverhalt unstreitig bzw. der Tatvorwurf bewiesen sein. Einen Freispruch werden Sie daher nicht mehr erreichen können. Dieser käme schließlich nur dann in Betracht, wenn Ihr Sohn die Tat nicht begangen hätte oder Ihm die Tat nicht nachzuweisen wäre.

Ob eine Strafminderung in Betracht kommt, hängt insbesondere vom Verhalten Ihres Sohnes vor Gericht ab. Erfahrungsgemäß spielt hierbei die Reue eine zentrale Rolle. Ihr Sohn sollte sich umgänglich und einsichtig zeigen. Des Weiteren könnten Sie argumentieren, dass die Mitnahme zur Wache sowie das gesamte Verfahren schon einen tiefen Eindruck bei Ihrem Sohn hinterlassen habe, sodass nicht mit weiteren Straftaten zu rechnen ist. Mit viel Glück und einem einsichtigen bzw. wohlgestimmten Richter könnte dann sogar eine Einstellung des Verfahrens im Bereich des Möglichen liegen.

Letztendlich liegt das Strafmaß aber im Ermessen des Richters. Wie dieser urteilen wird, ist nicht vorherzusagen. Gerade im Jugendstrafrecht weicht das Strafmaß von Richter zu Richter extrem voneinander ab. Dies liegt daran, dass im Jugendstrafrecht der Erziehungsgedanke, nicht der Strafgedanke im Vordergrund steht. Die Ansichten über eine angemessene Erziehungsmaßnahme gehen dabei aber weit auseinander.

Hinzufügen möchte ich noch, dass 15 Arbeitsstunden keine sonderlich harte Strafe darstellen, sodass der Richter hiervon eventuell nicht abweichen wird.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt
Ergänzung vom Anwalt 26.12.2007 | 22:10

Ich möchte Sie noch darauf hinweisen, dass die Strafe durch den Richter auch erhöht werden kann. Dies folgt in der Regel dann, wenn der Richter einen Einspruch für unbegründet oder mutwillig hält.
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