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gefälschter Resiepasse


| 26.11.2006 13:05 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



sehr geehrte damen und herren,
meine frage bezieht sich zum thema schadensbegrenzung.
ein freund von mir aus argentinien ist seit 3 jahren in deutschland.vor einem jahr ist sein visum abgelaufen und erhat sich um keine erneuerung gekümmert. als er einen job bekommen hat, hat er aus angst und unwissenheit den fehler begannen und sich einen gefälschten spanischen pass mit neuem namen besorgt. mit diesem hat er seit 2 jahren angemeldet in deutschland gearbeitet. im märz 2006 hat er diesen pass verloren. im november 2006 ist die kripo zu seiner alten gemedeten anschrift gekommen und hat nach ihm gesucht. in einer nacht- und nebelaktion wollte er nach portugal um von dort one way zurück nach argentinien zu fliegen. an der französich/spanischen grenze wurde er aufgegriffen mit seinem argentinischem pass dessen visum seit 3 jahren abgelaufen ist. er wird nun direkt nach argentinien abgeschoben.
nun kommt meine frage. wie verhält er sich nun am besten, da er zurückkommen möchte nach deutschland um meine cousine zu heiraten. unabhängig davon wollten die beiden im märz 2007 arbeiten. er ist hier nie auffällig gewesen und hat nur aus angst und unwissenheit diesen gefälschten pass gekauft. sollte man den deutschen behörden die ganze wahrheit erzählen? darf er überhaupt wieder nach europa, sprich deutschland einreisen? ich halte persönlich den plan "schlafende hunde nicht zu wecken" nicht für clever. den deutschland bekommt von dieser ausweisung nichts mit, oder doch?
Ich hoffe mich nicht zu konfus ausgedrückt zu haben und bedanke mich für jeden tipp.

Mit freundlichem Gruß

jaquemont

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Ihr Bekannter sollte sich die Möglichkeit seiner Rückkehr nach Deutschland nicht zu leicht vorstellen. Dass er nun abgeschoben wird, wird auch den deutschen Behörden bekannt werden, da er sich im Schengen-Gebiet befindet. Allein aus diesem Umstand kann ein Hinderungsgrund für eine erneute Einreise nach Deutschland resultieren, denn Ihr Freund wird eine Einreisesperre von den französischen Behörden erhalten, die ihm dann auch die Einreise in andere Schengenstaaten verbietet. Hinzu kommen der längere illegale Aufenthalt in Deutschland und das Passdelikt.

Am wenigsten wird Ihr Freund schlafende Hunde wecken, wenn er nach seiner Rückkehr nach Argentinien gemeinsam mit Ihrer Cousine alles Erforderliche für eine Eheschließung in die Wege leitet bzw. die beiden in Argentinien heiraten, und Ihr Freund dann ein Visum zur Eheschließung bzw. Familienzusammenführung bei der deutschen Auslandsvertretung beantragt. Dieser Antrag wird mit größter Sicherheit abgelehnt werden. Gegen die Ablehnung kann Ihr Freund oder Ihre Cousine, sinnvollerweise mit Hilfe eines Rechtsanwalts, mit dem Rechtsbehelf der Remonstration vorgehen. Jedenfalls im Remonstrationsverfahren sollte Ihr Freund genau erfahren, was den deutschen Behörden über ihn bekannt ist. Anschließend kann man abschätzen, ob es Sinn macht, sich trotz dieser Vorfälle weiterhin um ein Visum für Deutschland zu bemühen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste juristische Einschätzung zu Ihrem Fall geben, auch wenn ich Ihnen leider nicht viel Hoffnung machen kann. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2006 | 15:54

Sehr geehrte RA Laurentius,

vielen Dank für Ihre prompte Beantwortung. Diese war für mich hilfreich. es gibt nur eine Frage in diesem Zusammenhang auf die Sie mir vielleicht noch antworten können. Die deutsche Behörden such meinen Bekannten unter den Angaben des gefälschten spanischen Passes mit falschem Namen. In Frankreich wurde er mit seinem richtigen argentinischem Pass und dem abgelaufendem Visum, erwischt. Die Abschiebung nach Argentinien erfolgt auf Grund des abgelaufenem Visums. Die Problematik des erneuten einreisen, auf Grund des abgelaufenem Visums leuchtet mit völlig ein, was ist nun mit der Angelegenheit des gefälschtem Passes? Würde bei dem Remonstrationsverfahren sich zeigen ob die deutschen Behörden einen Zusammenhang erkannt haben oder sollte man versuchen das vorher zu klären?
Vielen Dank im voraus und einen schönen Sonntag noch.

Mit freundlichem Gruß

Jaquemont

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2006 | 17:45

Das Problem ist, dass Sie das kaum vorher klären können. Allenfalls könnte Ihre Cousine vorab, vor Beantragung des Visums durch Ihren Bekannten, das Gespräch mit der Ausländerbehörde suchen und nachhören, wie die Ausländerbehörde die Erfolgsaussichten eines Visumsantrags Ihres Bekannten einschätzt. Dabei kann eventuell herauskommen, ob das Passdelikt der Behörde schon bekannt ist. Im Remonstrationsverfahren würden Sie das aber auch erfahren.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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