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gebühren trotz möglicher problemloser einigung


26.10.2006 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



hallo,

ich habe im rahmen einer fotodokumentation für ein alten- und pflegeheim, während eines besuches einer schulklasse eine minderjährige schülerin fotografiert. Das Bild zeigt sie, wie sie während eines brettspiels mit einem der bewohner,in die kamera schaut.ich fand sie sehr fotogen und gab ihr für die eltern meine visitenkarte mit, mit der bitte um erlaubniss für ein gesondertes fotoshooting. zwischenzeitlich lud ich dummerweise dieses foto auch im internet auf mein fotografenprofil hoch. ich bekam einige tage später auch gleich post vom anwalt der eltern die sich mit meiner visitenkarte im internet nach mir erkundigten und das bild fanden.
im schreiben war eine unterlassungs- und verpflichtungserklärung keine bilder von ihrer tochter zu erstellen und zu veröffentlichen. diese hab ich auch gleich unterschrieben und das bild sofort wieder entfernt. es hat bis dahin kaum jemand angeschaut!
im zweiten schreiben wurde mir dann mitgeteilt dass durch die unterschriebene erklärung gerichtliche schritte gegen mich vermieden werden.
jedoch bekam ich im anhang die aufforderung die entstandenen gebühren zu zahlen.

gegenstandswert 3000,-€
245,70 € geschäftsgebühr
20,- € telekommunikation
+ mwst.

da die eltern meine visitenkarte hatten konnten sie mich doch auch ohne anwalt auffordern keine bilder zu machen oder zu veröffentlichen.
muss ich die gebühren trotzdem zahlen und nicht die klienten?

dazu kommt noch das ich wieder hartz 4 empfänger bin.

Vielen Dank!
Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es so, dass Sie für die Veröffentlichung des Bildes der Schülerin die Einwilligung brauchten. Insofern mussten Sie das Bild auch wieder von Ihrer Homepage nehmen.

Was die Kosten angeht: Grundsätzlich haben Sie als Rechtsverletzer die Kosten der Abmahnung, hier die Rechtsverfolgungskosten, zu tragen. Dies soll nur dann nicht gelten, wenn der Abmahnende selber die erforderliche Sachkenntnis hat, zB Anwalt in eigener Sache. Insofern kann man bei Ihnen nur noch die Höhe der Kosten beurteilen. Diese richten sich nach dem Streitwert. Bei Verletzung des Rechts am eigenen Bild kommt es dabei auf den Einzelfall an, allerdings sind dort gegenstandswerte auch in fünfstelliger Höhe nicht selten. Insofern liegt auf den ersten Blick keine überhöhte Rechnung vor.

Sie sollten sich auf jeden Fall in Kontakt mit der gegnerischen Kanzlei setzen und dort Ihre Lage schildern. ggf. können Sie dort dann noch etwas erreichen, zB auch eine ratenzahlung.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2006 | 17:55

vielen dank für ihre antwort,

mir geht es hierbei auch um die aus meiner sicht nicht vorhandene "notwendigkeit" einen anwalt einzuschalten da die eltern ja im besitz meiner visitenkarte waren und mich direkt auffordern konnten das bild zu entfernen. meine einsicht und bereitschaft war ja vorhanden nur nicht das wissen. mir ist klar dass ein anwalt wie sie von leuten lebt die sofort alles auf diese weise regeln. da es hier aber problemlos zu einer aussergerichtlichen regelung kam bin ich in der annahme dass derjenige den anwalt bezahlen muß der ihn beauftragt. das habe ich auch soeben im internet gelesen bei einer recherche mit eingabe "häufige fragen wer bezahlt den anwalt"
ist das falsch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2006 | 22:35

Das Problem liegt darin, dass Sie eine Rechtsverletzung begangen haben und die Verletzte, hier die Schülerin, zum Ersten nicht darauf vertrauen konnte und musste, dass Sie nach einem kurzen Hinweis das Bild wieder herunter nehmen. Zum Zweiten konnte hier nur eine ordnungsgemäß formulierte Unterlassungserklärung und Abmahnung überhaupt einen Rechtsstreit verhindern. Und die Formulierung einer solchen konnte man von der Verletzten nicht verlangen. Dass Sie die Kosten tragen müssen, resultiert rechtlich gesehen daraus, dass davon ausgegangen wird, dass die Abmahnung in Ihrem Interesse geschieht. Denn durch die Abgabe der Unterlassungserklärung kann ein Rechtsstreit gegen Sie verhindert werden, der ungleich höhere Kosten verursachen würde.

Leider kann ich Ihnen keine positivere Nachricht geben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Nicole Maldonado

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